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Tag: Yoga

Die unglaubliche Kraft täglicher Gewohnheiten

Die unglaubliche Kraft täglicher Gewohnheiten

Normalerweise sind tägliche Gewohnheiten ungefähr so spannend wie ein Bingo Abend mit der alten Tante. Es ist wie mit der täglichen Pflegeroutine – die Tatsache, dass ich mir jeden Tag die Zähne putze, ist nun wirklich nichts Weltbewegendes. Und trotzdem werden Gewohnheiten massiv unterschätzt, denn tatsächlich formen unsere täglichen Gewohnheiten unsere Persönlichkeit. Sie bestimmen, wer wir sind, was wir tun können und was wir in Zukunft tun werden. Aber stimmt das wirklich? Und was genau sind unsere täglichen Gewohnheiten und wie beeinflussen sie den Menschen, zu dem wir werden möchten? Wenn du diesen Artikel fertiggelesen hast, wirst du die wahre Kraft deiner täglichen Gewohnheiten verstehen.

Denke einmal an eine schlechte Gewohnheit, zum Beispiel das tägliche Handyscrollen, um Stress abzubauen. Einmal am Tag brauchen manche ungefähr 30 bis 45 Minuten TikTok, YouTube oder was auch immer, um herunterzukommen. Seien wir optimistisch und sagen einfach: nur 30 Minuten. Das sind 210 Minuten pro Woche, 900 Minuten pro Monat – also 15 Stunden – und 10.950 Minuten pro Jahr. Das sind unglaubliche 182 Stunden, also beinahe acht ganze Tage pro Jahr! Und seien wir ehrlich: Normalerweise scrollen wir deutlich länger als nur 30 Minuten pro Tag. Du siehst also an diesem einfachen Beispiel, dass wir zu dem werden, was unsere täglichen Gewohnheiten sind, und manchmal ist das eben keine besonders gute Sache.

Aber mit derselben Rechnung kann man auch sehen, dass sich eine gute Gewohnheit über die Zeit summiert und zu einem der mächtigsten Werkzeuge überhaupt werden kann. Nehmen wir an, du machst täglich eine kleine Yoga-Routine. Nichts Besonderes – einfach ein wenig Dehnen und ein paar Minuten Ruhe und Achtsamkeit für ungefähr zehn Minuten. Ich denke, zehn Minuten lassen sich ziemlich leicht in den Alltag integrieren. Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass du morgens zehn Minuten früher aufstehen musst.

Okay, diese zehn Minuten wirken zunächst nicht nach viel. Man denkt sich: Was sollen zehn Minuten schon verändern? Nun ja, einmal zehn Minuten ändern vermutlich nicht besonders viel. Aber wenn du es eine ganze Woche lang machst, dann sind das bereits 70 Minuten – also eine Stunde und zehn Minuten. Wenn du deine Yoga-Routine einen Monat lang machst, kommst du bereits auf fünf Stunden Yoga. Und wenn du es schaffst, ein ganzes Jahr lang täglich nur zehn Minuten Yoga zu machen, dann praktizierst du Yoga insgesamt unglaubliche zweieinhalb Tage! Und das verändert tatsächlich etwas, dein gesamter Körper wird sich verändern.

Mit diesen zwei einfachen Rechnungen kannst du erkennen, wie kraftvoll tägliche Gewohnheiten wirklich sind und wie du sie nutzen kannst, um dein Leben zu verbessern. Denn deine täglichen Gewohnheiten formen den Menschen, der du bist. Deshalb beginne, dir selbst die Frage zu stellen: Welche Art von Mensch möchte ich eigentlich sein? Möchte ich jemand sein, der wertvolle Zeit mit endlosem Scrollen auf dem Handy verschwendet? Oder möchte ich jemand sein, der eine neue Sprache sprechen kann?

Denn dieselbe einfache Rechnung gilt auch hier: Schon 15 Minuten pro Tag machen einen riesigen Unterschied. Natürlich nicht, wenn du es einmal machst, sondern wenn du es über ein ganzes Jahr hinweg durchziehst. Stell dir nur einmal vor, wie viele Vokabeln oder Verben du in beinahe vier ganzen Tagen lernen könntest!

Aber wie baut man überhaupt eine Gewohnheit auf, die wirklich bleibt? Es gibt viele Möglichkeiten, sich selbst dabei zu unterstützen. Das Wichtigste zuerst: Du musst nicht perfekt sein. Denn jetzt zeige ich dir die Zwei-Minuten-Regel:

Du musst dir nicht jeden Tag eine ganze Stunde freischaufeln. Natürlich kannst du das tun, aber du musst nicht. Und genau das erzeugt oft enormen Druck, den wir eigentlich vermeiden wollen. Also beginne einfach mit zwei Minuten. Wenn du ein Instrument lernen möchtest, dann halte es am ersten Tag einfach nur in den Händen, stimme es vielleicht – und das war’s. Mehr musst du nicht tun. Am nächsten Tag probierst du vielleicht einen einzigen Akkord aus – und auch das reicht völlig. Mit der Zeit wirst du ganz automatisch mehr machen wollen 😉 und du wirst es auch tun. Aber die Zwei-Minuten-Regel hilft dir dabei, den Druck am Anfang herauszunehmen.

Eine weitere wirklich gute Regel ist, dich zu fragen: Was würde ein echter Musiker tun, wenn er ein Instrument lernt – also genau das, was ich selbst lernen möchte? Sobald du beginnst zu denken wie jemand, der diese Gewohnheit bereits lebt, wird es plötzlich viel leichter, sie in dein eigenes Leben zu integrieren. Denn vergiss niemals: Wahre Verhaltensänderung ist Identitätsveränderung. Stelle dir immer wieder die Frage, welcher Mensch du wirklich sein möchtest.

Was für mich persönlich ein absoluter Gamechanger war, war die Art und Weise, wie ich meine Gewohnheiten in mein bestehendes Leben integriert habe. Das ist tatsächlich ein wenig knifflig, aber es gibt einen sehr einfachen Trick: Plane genau, wann und wo du deine Gewohnheit machen möchtest.

Das kann zum Beispiel so aussehen: Nachdem ich zu Abend gegessen habe und die Küche aufgeräumt ist, spiele ich Gitarre. Die Wahrscheinlichkeit, dass du an einer Gewohnheit festhältst, steigt enorm, wenn du sie an einen ganz bestimmten Ort und eine bestimmte Zeit knüpfst. Unser Gehirn liebt Einfachheit. Entscheidend ist natürlich, den richtigen Zeitpunkt und den richtigen Ort zu finden. Deshalb kann es unglaublich hilfreich sein, die eigenen täglichen Routinen einmal aufzuschreiben. So erkennst du auf einen Blick, wann und wo der beste Zeitpunkt ist, um dein Instrument zu üben.

Sogar lästige Prokrastination kann man mit guter Tagesplanung überwinden. Denn wenn du bereits am Morgen weißt, was du den ganzen Tag über tun musst – und vor allem wann –, dann ist das ein unglaublich wirkungsvoller mentaler Trick. Unser Gehirn liebt Ordnung, Struktur und Organisation. Und was unser Gehirn ebenfalls liebt, sind Checklisten, die man abhaken kann. Das ist tatsächlich unglaublich befriedigend.

Also: Plane deinen Tag, erstelle eine Checkliste und dann lass uns dein neues Leben beginnen.

Die Kraft von Gewohnheiten darf wirklich nicht unterschätzt werden. Tatsächlich gehören sie zu den mächtigsten Werkzeugen überhaupt, wenn es darum geht, das Leben zu erschaffen, das man sich wirklich wünscht. Meine Gewohnheiten haben mein Leben komplett zum Positiven verändert, weil ich mir heute ganz bewusst Zeit für die Dinge nehme, die ich liebe und in denen ich wachsen möchte.

Seinen Tag zu planen, klingt anfangs vielleicht etwas seltsam, aber ehrlich gesagt war es für mich ein absoluter Wendepunkt. Man hat plötzlich genug Zeit für die Dinge, die man tun muss – aber eben auch für die Dinge, die man liebt. Und genau das wünschen wir uns doch alle.

Tägliche Gewohnheiten – selbst die kleinsten – können uns tatsächlich dabei helfen, zu dem Menschen zu werden, der wir wirklich sein möchten.

CDL und DMSO bei Borreliose – wie geht es mir ein Jahr später?!

CDL und DMSO bei Borreliose – wie geht es mir ein Jahr später?!

CDL und DMSO bei Borreliose
CDL und DMSO bei Borreliose

Es ist kaum zu glauben, dass mein ursprünglicher Bericht über CDL und DMSO bei Borreliose (siehe hier) schon wieder fast ein Jahr her ist. Seitdem ist doch einiges passiert, und da ich schon mehrmals gefragt wurde wie es mir heute geht, kommt hier mein Nachbericht. Eines vorweg – die Einnahme von CDL und DMSO war mein Durchbruch und ich bin bis heute *aufholzklopf* beschwerde- und symptomfrei. Dennoch schaue ich weiterhin sehr auf meine Gesundheit und überlasse sie nicht dem Zufall 😉 Doch erst einmal der Reihe nach…

Einnahme von CDL und DMSO nach dem Protokoll bei Borreliose

Wie bereits berichtet habe ich mit einer groben Putzkur gegen die Borrelien angefangen:

Man beginnt mit einem Milliliter CDL dreimal täglich vermischt mit einem Milliliter DMSO in etwa 150 ml Wasser vermengt. Da das Mittel auch gut über die Mundschleimhaut aufgenommen werden soll, habe ich es die ersten Tage zuerst gespült und dann erst hinuntergeschluckt. Man steigert sich im Laufe der Woche auf insgesamt 4ml dreimal täglich vermengt mit einem Milliliter DMSO vermengt in Wasser. Nach einer Woche soll dann der Körper grob gereinigt sein.

Danach bin ich auf die wöchentliche Einnahme umgestiegen und zwar für etwa drei Monate:

Einmal in der Woche wird in der Früh auf nüchternen Magen alle halben Stunden 3ml CDL und 1ml DMSO in Wasser vermengt drei Stunden lang eingenommen. Damit soll der Körper für drei Stunden mit dem Mittel geflutet werden und die akuten Beschwerden beenden. CDL wirkt nur etwa eine halbe Stunde, danach zerfällt es im Körper zu ungiftigen Stoffen, unter anderem Salz. Danach braucht der Körper wieder Erholung.

Die Symptome der Borreliose wurden bei mir immer weniger und schwächer und nach schließlich drei Monaten habe ich auch mit dieser Einnahme aufgehört – bis heute. Das heißt ich bin etwa ein halbes Jahr beschwerde- und symptomfrei. Ich habe weder Nerven- oder Gelenksschmerzen, keinen Nebel im Kopf, keine Erschöpfung mehr und auch meiner Verdauung geht es um einiges besser. Außerdem treten keine Schwellung oder Wanderröte mehr auf, mein Tinnitus ist fast weg und die typischen Grippesymptome hatte ich seitdem nur einmal – und da war es wirklich ein grippaler Infekt!

Unterstützung des Immunsystems bei Borreliose

Um mein Immunsystem weiterhin gut zu unterstützen, haben sich bei mir seitdem einige Mittel durchgesetzt, die ich nun seit mehr als einem halben Jahr immer abwechsle. Ich nehme immer von Montag bis Freitag in der ersten Woche jeden Morgen 5 Tropfen Jod (weitere Infos dazu – siehe hier) in etwas Traubensaft. Dazu nehme ich noch Selen, einen Vitamin B-Komplex und Magnesium. In der zweiten Woche steige ich auf Balsamterpentinöl um (weitere Infos dazu – siehe hier) und nehme 20 Tropfen jeden Morgen auf einen Esslöffel Rohrzucker. In dieser Woche nehme ich abends Heilerde oder Zeolith um die abgetöteten Bakterien oder Parasiten „aufzusaugen“. Und in der dritten Woche nehme ich jeden Morgen einen Teelöffel Natron (weitere Infos dazu – siehe hier) auf nüchternen Magen. Am Samstag und Sonntag hat mein Körper Pause und ich nehme gar nichts ein. Mir geht es mit diesem Einnahmeprogramm richtig gut und ich werde es sicher noch einige Zeit beibehalten.

Ernährung, Bewegung und Schlaf bei Borreliose

Immer wieder baue ich kleine Fastenkuren ein – lasse Fleisch und Zucker weg, esse nur Obst und Gemüse oder faste gleich 5 Tage lang. Das unterstützt auch das Immunsystem hervorragend, weil das Verdauungssystem entlastet wird und besser arbeiten kann – denn die Gesundheit sitzt im Darm! Damit ich abgehärtet bin, versuche ich so oft wie möglich an die frische Luft zu kommen, gehe viel spazieren und laufen. Außerdem mache ich einmal wöchentlich Yoga und Qigong. Ich schaue des Weiteren, dass ich unter der Woche um 22 Uhr im Bett bin und 8 Stunden Schlaf bekomme. Außerdem höre ich sehr auf meinen Körper – bin ich müde, gönne ich mir ein kleines Nachmittagsschläfchen!

Seelische Pflege bei Borreliose

Ich kann es gar nicht oft genug sagen, aber die Seelenpflege und Schattenarbeit ist ein wichtiger Bestandteil zur Gesundheit, besonders bei Borreliose! Der Mangel an Grenzen, die Unfähigkeit Nein zu sagen und der offene Einlass von Dingen oder Menschen, die nicht guttun, sind Ursache Nummer eins bei Borreliose. Ich betrachte mittlerweile die Borreliose als meinen Freund, denn sie hat mir gezeigt was ich ändern muss. Meine Offenheit anderen gegenüber, meine Hochsensibilität aber auch meine Hilfsbereitschaft sind gute Eigenschaften, aber ich muss genauso einen Schutzpanzer entwickeln, der mich vor zu viel Energieraub schützt. Ich darf Nein sagen und muss kein schlechtes Gewissen haben – dafür brauche ich auch keine Ausreden mehr, wie die schlechte Gesundheit. Außerdem habe ich keine Angst mehr vor dieser Krankheit, denn ich weiß, dass meine Gesundheit nur in meiner Hand liegt und ich habe die Macht darüber. Das ist ein gutes Gefühl!

Tipps für mehr Ruhe und Entspannung

Tipps für mehr Ruhe und Entspannung

Tipps für mehr Ruhe und Entspannung
Tipps für mehr Ruhe und Entspannung

Nachdem ich in meinem letzten Blog-Artikel (siehe hier) über hilfreiche Tipps für mehr Energie geschrieben habe, möchte ich heute auf die Entspannung und Gelassenheit näher eingehen. Natürlich bedingt das eine das andere – ohne Ruhe hat man keine Energie. Und wenn man sich körperlich richtig auspowert, ist man hinterher meist sehr ruhig. Aber leider sind wir in unserer heutigen Gesellschaft ständig dazu aufgefordert immer erreichbar, verfügbar, sofort einsetzbar und leistungsfähig zu sein. Das geht dann meist auf Kosten unserer Ruhe, die wir oft nicht mal in der Nacht finden – ruhelos wälzen wir uns hin und her und sind am nächsten Tag noch weniger leistungsfähig. Dennoch kann man diesem Phänomen etwas entgegensetzen und wieder mehr Ruhe und Entspannung ins Leben bringen!

Digitales Fasten für mehr Ruhe

Man sollte sich selbst einen Tag einmal beobachten und zählen wie oft man das Smartphone in der Hand hat oder Nachrichten, etc. checkt – es ist erschreckend! Ich nehme mich da selbst nicht aus – sehr oft falle ich wieder in eine richtige Handysucht und habe das blöde Gerät ständig in der Hand. Aber ich merke schnell wie meine Batterien immer leerer werden und auch mein Schlaf leidet darunter. Aus diesem Grund richte ich dann immer wieder eine Woche ein, in der ich fast keinen Kontakt zu diesen Medien habe: das Handy wird nur zu drei fixen Zeiten am Tag gecheckt, der Computer bleibt aus (außer in der Arbeit), keine Online-Nachrichten, kein Facebook, etc.

Die Umgewöhnung dauert etwa ein bis zwei Tage und dann hat man auch kein Bedürfnis mehr danach. Im Urlaub gehe ich sogar soweit, dass ich das Telefon im Zimmer lasse und nur einmal am Tag checke – fertig. Was passiert in dieser Zeit – ich führe mehr tatsächliche Unterhaltungen, lese Bücher, gehe spazieren und bin bei allem was ich tue mehr bei der Sache. Ich werde ruhiger, gelassener und entspanne mich immer mehr. Dabei schlafe ich besser, die Gedanken werden ruhiger und dadurch habe ich auch mehr Energie für die wichtigen Dinge. Ich kann digitales Fasten nur jedem ans Herz legen!

Yoga und Qigong für mehr Ruhe

Die langsamen Bewegungsabläufe und der Energiefluss, der vermehrt durch den Körper strömt, bewirkt eine tiefe Ruhe bei Yoga oder Qigong. Natürlich muss man jetzt kein Yogi sein, der sich total verrenkt, sondern einfach ein paar Übungen in einem guten Kurs erlernen und zuhause öfter durchführen. Die Herzfrequenz wird gesenkt, die Durchblutung verbessert und der ewige Gedankenfluss stockt ebenso. Ich mache schon seit Jahren Yoga und seit November bin ich in einem tollen Kurs, der auch Qigong-Elemente enthält – ich bin begeistert! Das ist meine Ruhezeit in der Woche, die mich total runterholt und der Schlaf danach ist göttlich!

Meditationen oder Tagträumen für mehr Ruhe

Meditationen haben den Ruf eines angestrengten Sitzens im Schneidersitz mit den Händen auf den Knien und ewig wird OM rezitiert… Ich kann das nicht und komme so auch überhaupt nicht zur Ruhe – mein Geist braucht Beschäftigung, damit meine Seele zur Ruhe kommt. Aus diesem Grund liebe ich geführte Meditationen, die dich in Bilderwelten voller Farbe, Gerüche und Geräusche entführen und den Geist in Staunen versetzen. Auch Tagträume versetzen den Körper in eine tiefe Entspannung und können dazu beitragen mehr Ruhe und Gelassenheit ins Leben zu lassen. Ich nehme mir gerne beim Einschlafen die Zeit und mache eine Reise in meinen Körper – erforsche Blockaden, schicke Farben in gewissen Bereiche und fühle in mich hinein welche Körperteile mehr Aufmerksamkeit brauchen. Darüber schlafe ich oft ein und es beruhigt und entspannt mich.

Fasten für mehr Ruhe

Gerade jetzt zur Fastenzeit ist der Verzicht wieder aktuell – und egal ob wir völlig auf Nahrung verzichten, Saftfasten, Obst- und Gemüsefasten oder Basenfasten – der Körper braucht dabei mehr Ruhe zur Entgiftung, unsere Sinne sind schärfer, aber auch sensibler und auch unser Geist reagiert auf den Verzicht. Eine Fastenwoche bringt viel Ruhe in den Tag, denn wir sind meist nicht ganz so leistungsfähig, brauchen mehr Wärme und beschäftigen uns viel mehr mit uns selbst. Die Träume werden intensiver, tatsächlich entgiftet auch die Seele beim Fasten. Wer sich Zeit nimmt eine Brühe zu schlürfen, bringt automatisch mehr Gelassenheit ins Leben und da man mehr Zeit für sich hat – immerhin müssen wir nicht wirklich kochen – setzt sich der Fokus wieder aufs Wesentliche. Ich kann Fasten sehr empfehlen – und wer es nicht schafft überhaupt nicht zu essen, der reduziert seine Lebensmittel zum Beispiel nur auf Obst und Gemüse, auch das entlastet uns ganzheitlich!

Das Bauchgefühl und der Stress

Das Bauchgefühl und der Stress

Das Bauchgefühl und der Stress
Das Bauchgefühl und der Stress

Mein Bauch und ich sind nicht immer gute Freunde. Viel zu oft mache ich nur das, was mir mein Kopf rät und schiebe das Rumoren in meinem Bauch weit von mich. Es kommt auch oft irgendwie ungelegen – der Bauch ist einfach mit vielen Dingen, die wir tagtäglich so tun müssen nicht einverstanden. Aber ich traue es mich ja kaum zu schreiben (ich möchte ja nicht, dass er noch selbstbewusster wird) – aber ja, zu 99% hat mein Bauch einfach recht. Warum die Natur das so eingerichtet hat, warum unser Kopf immer lauter wird und warum wir keine Balance finden – diese Fragen versuche ich zu klären!

Das Bauchgefühl und unser Bauchgehirn

Wir haben nicht nur ein riesiges Nervengeflecht im Kopf, auch Gehirn genannt, sondern genauso in unserem Bauch. Dieses Geflecht ist sogar umfangreicher als in unserem Rückenmark. Dabei stehen unsere beiden Gehirne im ständigen Austausch – und zwar lustigerweise öfter in die eine als in die andere Richtung. Das heißt zu 90% sendet der Bauch ans Gehirn, aber nur zu 10% in die andere Richtung. Wir bemerken das eigentlich gar nicht bewusst, aber unser Bauch trifft oft schon die Entscheidung, bevor wir noch anfangen können darüber nachzudenken.

Evolutionstechnisch zu erklären ist unser Bauchgehirn mit der Tatsache, dass Essen und Verdauen immer schon fürs Überleben elementar war, aus diesem Grund könnte unser Bauch so sensibel sein. Aus spiritueller Sicht ist unser Bauch das nötig Gegengewicht zum Kopf – denn Gedanken und Emotionen sind zwei Gegenspieler, die sich aber gegenseitig brauchen. Ein verkopfter Mensch wird bei jeder Entscheidung das Für und Wider abwägen aber letztlich nie zu einer Entscheidung kommen – alles durchzudenken macht die Sache meist nicht besser. Ein Bauchmensch tut immer das, was ihm gerade in den Sinn kommt, ohne an die Folgen zu denken – auch nicht das Wahre! Nur in Kombination kann es funktionieren – nur leider hat sich der Kopf immer mehr in den Mittelpunkt geschlichen, während der Bauch zwar schreit, aber oft nicht mehr gehört wird.

Das Bauchgefühl in unserer heutigen Gesellschaft

Es fängt schon im Kindergarten an: wenn sich zwei Kinder nicht verstehen, dürfen sie diese Auseinandersetzung nicht körperlich ausfechten und sind dann entweder beste Freunde oder gehen einander aus dem Weg – nein, man muss darüber reden, Argumente finden, die Hände schütteln – also schön zivilisiert handeln, wir sind ja keine Höhlenmenschen mehr. Das stimmt aber so nicht, denn eigentlich sind wir schon noch genauso wie vor Tausenden vor Jahren, nur halt mittlerweile im Anzug, schön zivilisiert also. Wie dünn aber diese Decke ist, merkt man immer, wenn eine schlimme Katastrophe geschieht – Menschen kämpfen dann mit allen (!) Mitteln um ihr Überleben und das ihrer Nächsten. Und wer übernimmt dann die Führung? Auf jeden Fall nicht unser Verstand…

Das soll jetzt natürlich kein Plädoyer dafür sein, sich in Zukunft die Köpfe einzuschlagen, nur, weil man sich um den Parkplatz streitet – soll aber zeigen, dass unser Verstand uns genauso schnell verlässt, wenn es ums Wesentliche geht. Und das Wesen ist nun einmal nicht der Kopf und die Gedanken, sondern unsere Emotionen und unser Bauch. Wenn wir wieder die Evolution zurate ziehen, sehen wir, dass das Bauchgehirn auch lange vor dem Kopfgehirn vorhanden war, aber nur das Letztere hat uns zu Menschen gemacht. Ratio und Emotio zusammen ergibt ein unschlagbares Team – aber heutzutage darf man seinen Gefühlen kaum nachgeben. Dieser Frust schlägt sich dann lustigerweise oft in Fressattacken um – also holt sich der Bauch letztendlich auf andere Art und Weise sein Gehör!

Unser Bauchgefühl und die Balance

Wie Getriebene arbeiten wir tagaus und tagein. Wir erwachen in der Früh und schon rattert der Kopf und zählt uns auf, was wir heute zu erledigen haben. Viel zu oft hasten wir mit dem Gedanken – nur das muss ich noch machen und dann… Ja, was ist und dann? Meistens setzen wir uns zur „Ent-spannung“ (also eigentlich loslassen der Spannung) hin und starren aufs Smartphone, in den Fernseher, in den Laptop und werden weiterhin mit Informationen überflutet. Da gibt es keine Ent-spannung, nur eine Ver-spannung. Dabei geben wir unserem Verstand immer mehr Macht und Einfluss, er wird immer mehr gefüttert und gemästet, kann keine Informationen mehr aufnehmen. Der Bauch schreit schon gar nicht mehr Halt – er verweigert entweder seine Arbeit (Verstopfung), weil er nichts mehr verarbeiten kann, oder lässt es einfach ungehindert durchfließen (Durchfall), weil aufnehmen kann er ebenso nichts mehr. Manchmal passiert sogar beides im Wechsel…

Nun, wie finden wir noch eine Balance von Ratio und Emotio? Fragt euch einmal, wann ihr euch das letzte Mal einfach nur hingesetzt habt und nichts (!) gemacht habt – kein Smartphone, Essen, Buch, TV, etc. – einfach gar nichts. Nur sitzen und entspannen. Ich wette, die meisten schlafen nach spätestens 5 Minuten ein (ich übrigens auch). Wir sind einfach erschöpft, ausgelaugt, kaputt. Wer jetzt anfängt mit Yoga, Meditation oder autogenes Training – das sind schöne Dinge, aber da müssen wir wieder lernen, da gibt es wieder Informationen, da rattert gleich wieder der Kopf.

Ich habe die Antwort bis jetzt auch noch nicht wirklich gefunden, weiß nur, dass ich am besten abschalten kann, wenn ich mich in den Wald setze und nur höre, fühle, rieche und spüre. Ob das der richtige Weg ist, weiß ich nicht, aber da fühle ich mich als Mensch und ich kann kurz entspannen. Lange funktioniert es leider nicht, bevor wieder das Gedankenkarussell kommt, aber eine kurze Verschnaufpause ist es. Was ich auch versuche, ist, mich konsequent bei jedem Tun auf den Bauch zu konzentrieren – ist er damit einverstanden, fühlt es sich gut an? Es sind kleine Schritte, aber jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt!

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