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Category: Kräuterheilkunde

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Ein roter Schatz für unsere Gesundheit: Die Hagebutte

Ein roter Schatz für unsere Gesundheit: Die Hagebutte

Der Herbst ist mittlerweile überall zu sehen. Die Blätter verfärben sich in den schönsten Gelb-, Orange- und Rottönen, morgens liegt der Nebel über den Wiesen und langsam wird es auch in unseren Häusern wieder gemütlicher. Während sich die Natur auf den Winter vorbereitet, leuchten uns an Waldrändern, auf Wiesen und entlang der Wege überall kleine rote Früchte entgegen: die Hagebutten.

Ich liebe diese Zeit, denn die Natur beschenkt uns noch einmal mit einer unglaublichen Fülle, bevor sie sich zur Ruhe begibt. Die Hagebutte gehört für mich zu den wertvollsten Geschenken des Herbstes. Sie ist ein heimisches Wildobst, das Menschen schon seit Jahrtausenden sammeln und nutzen. Unsere Vorfahren wussten sehr genau, welchen Schatz sie damit in Händen hielten, besonders in Zeiten, in denen frisches Obst und Gemüse im Winter kaum verfügbar waren.

Als kleine Hommage an diese wunderbaren roten Früchte möchte ich euch heute mitnehmen in die Welt der Hagebutte. Wir schauen uns an, warum sie für unseren Körper so wertvoll ist, welche erstaunlichen Fähigkeiten sie besitzt und wie wir sie in unserer Küche und Naturapotheke verwenden können.

Ich hoffe natürlich, dass ihr nach diesem Artikel am liebsten gleich mit einem loszieht und Hagebutten sammeln möchtet!

Die Hagebutte ist gar keine Beere

Zuerst müssen wir mit einem kleinen botanischen Missverständnis aufräumen. Obwohl wir die Hagebutte gerne als Beere bezeichnen, ist sie eigentlich eine sogenannte Scheinfrucht. Das rote Fruchtfleisch entsteht überwiegend aus dem Blütenboden der Rose, während sich die eigentlichen Früchte im Inneren befinden. Es sind die kleinen, harten Nüsschen, die wir umgangssprachlich als Kerne bezeichnen.

Genau diese Nüsschen sind unglaublich interessant, denn sie enthalten wertvolle Fettsäuren und andere Pflanzenstoffe, die wir bei der Verarbeitung häufig einfach wegwerfen.

Die Hagebutte ist also nicht nur eine hübsche rote Frucht, sondern ein ganzes biologisches Schutzsystem. Mittlerweile wurden in Hagebutten etwa 129 verschiedene chemische Verbindungen beschrieben, darunter Vitamine, Carotinoide, Polyphenole, Galaktolipide, Fettsäuren und viele weitere Stoffe.

Warum die Hagebutte einen so gewaltigen Schutzcocktail besitzt

Wenn wir eine Pflanze wirklich verstehen möchten, sollten wir uns nicht nur fragen, welche Stoffe sie enthält, sondern auch, wofür sie diese benötigt.

Die Aufgabe der Hagebutte ist es, die nächste Generation der Rose zu schützen. Ihre Samen müssen Sauerstoff, Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen, UV-Licht und Mikroorganismen überstehen, und das teilweise über viele Monate hinweg, bis im Frühjahr wieder günstige Bedingungen für die Keimung herrschen.

Dafür hat die Rose ein erstaunliches Zusammenspiel verschiedener Pflanzenstoffe entwickelt. Die Hagebutte enthält besonders viel Vitamin C, außerdem Carotinoide wie Lycopin und Beta-Carotin, verschiedene Flavonoide, Catechine, Quercetin-Verbindungen, Phenolsäuren und Gerbstoffe. Dazu kommen Tocopherole, die wir als Vitamin E kennen, sowie organische Säuren, Pektine und Mineralstoffe.

In den kleinen Nüsschen befinden sich außerdem wertvolle Samenöle mit Linolsäure, Alpha-Linolensäure und Ölsäure. Gerade diese mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind allerdings empfindlich gegenüber Oxidation. Deshalb benötigt die Pflanze auch Schutzstoffe, die dazu beitragen, ihre Samen bis zur nächsten Wachstumsperiode zu bewahren.

Die Natur arbeitet dabei nie mit einem einzelnen Stoff, sondern immer mit einem ganzen Team. Wasserlösliche, fettlösliche und phenolische Verbindungen ergänzen einander und bilden gemeinsam ein komplexes Schutzsystem.

Dieses Zusammenspiel macht die Hagebutte auch für uns Menschen so interessant, und viele dieser Stoffe werden heute hinsichtlich ihrer antioxidativen und entzündungsregulierenden Eigenschaften untersucht. Sie greifen an unterschiedlichen Stellen in biologische Prozesse ein, und ihre Wirkungen lassen sich deshalb nicht einfach auf ein einziges Vitamin reduzieren.

Die Hagebutte bei Arthrose und Rheuma

Eine der spannendsten Anwendungen der Hagebutte betrifft unsere Gelenke. In der traditionellen Naturheilkunde wird sie schon lange bei rheumatischen Beschwerden eingesetzt, und mittlerweile gibt es dazu tatsächlich klinische Studien.

Das freut mich besonders, denn ich habe selbst erlebt, wie gut Hagebuttenpulver meinem Mann bei seinen Gelenkbeschwerden getan hat.

In einer randomisierten Doppelblindstudie erhielten 94 Menschen mit Knie- oder Hüftarthrose täglich fünf Gramm eines speziellen Hagebuttenpulvers aus Schalen und Samen. Bereits nach drei Wochen waren die Schmerzen gegenüber der Placebogruppe reduziert. Nach drei Monaten verbesserten sich weitere untersuchte Parameter und auch der Bedarf an zusätzlichen Schmerzmitteln ging zurück.

Eine weitere placebokontrollierte Studie mit 100 Menschen untersuchte ebenfalls ein standardisiertes Pulver aus Schalen und Samen über vier Monate. Schließlich wurden drei Studien mit insgesamt 287 Menschen in einer Metaanalyse zusammengefasst. Das Ergebnis zeigte einen kleinen bis moderaten schmerzlindernden Effekt. Die Wahrscheinlichkeit, auf die Behandlung anzusprechen, war unter Hagebuttenpulver ungefähr doppelt so hoch wie unter Placebo.

Besonders interessant ist dabei ein Stoff mit dem klingenden Namen GOPO. Dahinter verbirgt sich ein Galaktolipid, das wegen seiner möglichen entzündungsregulierenden Eigenschaften untersucht wird. Wer den vollständigen chemischen Namen wissen möchte, darf sich gerne durch 1,2-di-O-α-linolenoyl-3-O-β-D-galactopyranosyl-sn-glycerol kämpfen.

Ich denke allerdings, dass wir die Wirkung der Hagebutte nicht auf GOPO allein reduzieren sollten. Schließlich enthält sie eine ganze Reihe weiterer Stoffe, die im Zusammenspiel interessant sind.

Warum die Kerne im Hagebuttenpulver bleiben sollten

Bei den erwähnten Arthrosestudien wurde ein Pulver aus Schalen und Samen verwendet. Das ist wichtig, denn gerade die Samen enthalten Linolsäure, Alpha-Linolensäure, Tocopherole und weitere fettlösliche Begleitstoffe.

Man kann ein solches Ganzfruchtpulver auch selbst herstellen. Dafür werden die Hagebutten gesammelt, halbiert und vollständig getrocknet. Danach werden sie grob zerbrochen und in einem feinen Sieb geschüttelt beziehungsweise gerieben, damit die kleinen Härchen möglichst vollständig entfernt werden. Schalen und Nüsschen bleiben erhalten und werden anschließend sehr fein gemahlen.

Allerdings muss ich zugeben, dass das eine unglaubliche Arbeit ist. Ich habe es einmal gemacht und danach nie wieder! Seither kaufe ich lieber ein gutes Hagebutten-Ganzfruchtpulver mit Samen.

Eine Vitamin-C-Quelle, die ganze Generationen begleitet hat

Hagebutten gehörten über Jahrhunderte zu den wichtigsten heimischen Vitamin-C-Quellen. Unsere Vorfahren sammelten sie im Herbst, trockneten die Früchte oder verarbeiteten sie zu haltbaren Vorräten, um auch während des Winters davon profitieren zu können.

Besonders eindrucksvoll finde ich eine Geschichte aus dem Zweiten Weltkrieg. Als in Großbritannien Zitrusfrüchte knapp wurden, sammelte man große Mengen Hagebutten und verarbeitete sie zu Sirup. Vor allem Kinder sollten damit weiterhin ausreichend Vitamin C erhalten.

Auch in der traditionellen europäischen Pflanzenheilkunde wurden Hagebutten bei Erkältungen, Husten, Fieber, allgemeiner Schwäche, Vitaminmangel und während der Rekonvaleszenz verwendet. Ethnobotanische Untersuchungen auf dem Balkan dokumentieren zahlreiche dieser Anwendungen bis in die jüngere Vergangenheit.

Mein Hagebuttentee für die kalte Jahreszeit

Für einen klassischen Hagebuttentee verwende ich getrocknete Hagebutten mit Schalen und Nüsschen. Ich zerkleinere sie, schüttle die feinen Härchen möglichst gut heraus und gebe sie anschließend ins Wasser. Dann lasse ich alles kurz aufkochen und mindestens 20 Minuten zugedeckt ziehen.

Wer sich das Entfernen der Härchen ersparen möchte, kann den fertigen Tee auch durch einen feinen Kaffeefilter laufen lassen.

Traditionell wurde Hagebuttentee nicht nur bei Erkältungen und Schwäche, sondern auch bei Magenbeschwerden sowie Nieren- und Harnwegsproblemen verwendet. Gerade die Anwendung für Niere und Blase begegnet uns in alten Kräuterbüchern immer wieder. Für mich gehört ein warmer Hagebuttentee zu den schönsten Begleitern der kalten Jahreszeit.

Kann die Hagebutte unseren Fettstoffwechsel beeinflussen?

In einem meiner alten Kräuterbücher bin ich auf eine weitere interessante Anwendung gestoßen. Dort wurde beschrieben, dass die Hagebutte den Fettstoffwechsel ausgleichen und sogar den Cholesterinspiegel senken könne.

Natürlich wollte ich wissen, ob die moderne Forschung dazu etwas gefunden hat – und tatsächlich gibt es Untersuchungen, die sich mit dem Einfluss bestimmter Hagebuttenextrakte auf das Körperfett beschäftigen.

2015 erhielten 32 Erwachsene mit einem BMI zwischen 25 und 30 über zwölf Wochen entweder ein Placebo oder täglich 100 Milligramm eines standardisierten Hagebuttenextrakts mit mindestens 0,1 Prozent Tilirosid. Nach zwölf Wochen waren in der Hagebuttengruppe unter anderem das viszerale Bauchfett und das gesamte Bauchfett gegenüber Placebo reduziert. Auch Gewicht und BMI veränderten sich.

2026 wurde eine weitere randomisierte Untersuchung mit rund 100 übergewichtigen japanischen Erwachsenen beschrieben. Wieder kam ein standardisierter Hagebuttenextrakt mit Tilirosid zum Einsatz, und auch hier wurde nach zwölf Wochen eine Reduktion des viszeralen Bauchfetts gegenüber Placebo beobachtet.

Besonders spannend ist dabei das Tilirosid, ein Flavonoid-Glykosid, das hinsichtlich seiner Wirkung auf den Fettstoffwechsel und verschiedene metabolische Signalwege untersucht wird.

Mein wärmender Hagebutten-Stoffwechseltee

Aus dieser Beschäftigung mit der Hagebutte entstand auch eine meiner liebsten Teemischungen für den Herbst:

Dafür gebe ich drei Teelöffel getrocknete Hagebuttenschalen und Nüsschen zusammen mit einer kleinen Zimtstange und einigen Scheiben frischem Ingwer in einen Liter Wasser. Alles darf etwa eine halbe Stunde ganz sanft köcheln. Anschließend wird der Tee sorgfältig gefiltert, damit keine Härchen zurückbleiben.

Ich trinke ihn gerne über den Tag verteilt. Er wärmt wunderbar von innen, schmeckt leicht fruchtig und durch den Ingwer angenehm würzig. Und vielleicht senkt er sogar den Cholesterinspiegel…

Ein Geschenk für unsere Haut: Hagebuttenöl

Neben den innerlichen Anwendungen hat die Hagebutte auch in der Hautpflege eine lange Tradition. In meinen alten Kräuterbüchern wird Hagebuttenöl beispielsweise immer wieder für rissige Lippen empfohlen.

Dabei müssen wir allerdings zwei verschiedene Öle unterscheiden:

Hagebuttenkernöl, auch Wildrosenöl genannt, wird aus den Samen gewonnen und ist besonders reich an Linolsäure und Alpha-Linolensäure. Diese Fettsäuren sind wichtige Bestandteile unserer Hautlipide und spielen für die Hautbarriere eine bedeutende Rolle. Deshalb wird Wildrosenöl gerne für trockene und reife Haut verwendet.

Ein Hagebuttenölauszug entsteht hingegen, wenn wir Hagebuttenbestandteile in einem Trägeröl wie Mandel-, Oliven- oder Kokosöl ausziehen. Das Ergebnis ist ein wunderbar pflegendes Öl, das sich beispielsweise für Lippenbalsam oder sanfte Hautpflege eignet.

Ich habe bereits mit beiden Varianten gearbeitet und kann beide empfehlen. Besonders das Wildrosenöl liebe ich für meine tägliche Hautpflege. Den selbst gemachten Hagebuttenauszug verwende ich gerne für meinen Lippenbalsam.

Hagebutten-Lippenbalsam selbst herstellen

Für meinen Lippenbalsam gibt es zwei Möglichkeiten: einen warmen Ölauszug oder einen langsamen Kaltauszug.

Variante 1 – der warme Ölauszug

Dafür nehme ich vollständig getrocknete Hagebutten und gebe sie mit so viel Kokosöl in eine Pfanne, dass sie gut vom Fett bedeckt sind. Ich verwende dafür besonders gerne meine alte Gusseisenpfanne.

Das Öl wird auf ungefähr 60 Grad erwärmt und die Hagebutten dürfen darin etwa eine Stunde ganz sanft ausziehen. Anschließend lasse ich alles über Nacht stehen. Am nächsten Morgen erwärme ich das Kokosöl erneut, bis es wieder flüssig ist, und seihe die Hagebutten sorgfältig ab.

Auf 50 Gramm dieses Ölauszugs gebe ich vier Gramm Bienenwachs. Beides wird im Wasserbad geschmolzen und anschließend in kleine saubere Tiegel gefüllt.

Variante 2 – der Kaltauszug

Für diese Variante verwende ich frische Hagebutten. Diese werden in einem sauberen, trockenen Schraubglas mit Mandel- oder Olivenöl vollständig bedeckt und mehrere Wochen an einem warmen, lichtgeschützten Platz ausgezogen. Anschließend wird das Öl sorgfältig gefiltert.

Auf 50 Gramm Auszugsöl kommen acht Gramm Bienenwachs. Alles im Wasserbad schmelzen und in kleine Tiegel abfüllen.

Wer mag, kann für den Duft ein paar Tropfen von einem guten ätherischen Mandarinen- oder Orangenöl hinzugeben.

Die Hagebutte bei Venenbeschwerden

Eine weitere Anwendung, die ich in einem alten Kräuterbuch entdeckt habe, betrifft die Venenschwäche. Diese war mir zuvor gar nicht bekannt und hat mich natürlich sofort neugierig gemacht.

Wissenschaftliche Untersuchungen, die eine direkte Wirkung der Hagebutte bei Venenerkrankungen belegen, habe ich dazu nicht gefunden. Allerdings ist Vitamin C für die Kollagensynthese notwendig und auch unsere Gefäßwände bestehen aus Bindegewebsstrukturen. Dazu kommen verschiedene Polyphenole, die in der allgemeinen Gefäßforschung untersucht werden.

In meinem Kräuterbuch wird die Einnahme kleiner Mengen Hagebuttenpulver zu den Mahlzeiten empfohlen.

Für die äußerliche Pflege könnte ich mir außerdem einen Hagebuttenölauszug in Mandelöl vorstellen, der sanft in die Beine einmassiert wird. Gibt man noch frische, junge und zerkleinerte Kastanien hinzu, stellt das alles auf die warme Fensterbank und lässt es sechs Wochen ausziehen, hat man eine sehr wertvolle Pflege. Ätherische Öle aus Zypresse und Rosmarin können dieses edle Öl perfekt abrunden.

Hagebuttenmark – die Tomaten des Mittelalters?

Jetzt kommen wir zu einer Anwendung, die ich besonders liebe, weil sie zeigt, wie vielseitig unsere Vorfahren mit Wildobst umgegangen sind:

Aus Hagebutten wurde früher ein Mark hergestellt, das sowohl für süße als auch für herzhafte Gerichte verwendet werden konnte. Und wenn man sich die Eigenschaften dieses Marks ansieht, erinnert es ein wenig an unser heutiges Tomatenmark.

Hagebutten bringen Säure, Fruchtigkeit, eine leichte Süße, Pektine und eine intensive Farbe in die Küche. Sie enthalten sogar einen Pflanzenstoff, den wir auch aus Tomaten kennen: Lycopin.

Tomaten werden in mitteleuropäischen Hausgärten erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts regelmäßig als Nahrungsmittel angepflanzt. Bis dahin hatten die Tomaten den Ruf des „Giftapfels“ oder wurden nur als Zierpflanzen gepflanzt.

Mit Hagebuttenmark lassen sich Suppen, Saucen, Wildgerichte, Eintöpfe und Schmorgerichte wunderbar abrunden. Es ist spannend, einfach einmal das Tomatenmarks durch selbst gemachtes Hagebuttenmark zu ersetzen und zu beobachten, wie sich dadurch der Geschmack verändert.

Die Hagebutte ist eben nicht nur eine Frucht für Tee und Marmelade!

Hagebuttenmark selbst herstellen

Dafür sammelt ihr reife Hagebutten, wascht sie gründlich und entfernt Stiel- und Blütenreste. Anschließend werden die Früchte mit etwas Wasser sehr weich gekocht. Danach die Masse nur kurz mit dem Pürierstab zerkleinern. Wir wollen die Härchen schließlich nicht vollkommen atomisieren, sondern später entfernen!

Nun wird alles durch ein feines Metallsieb gestrichen. Für ein besonders glattes Mark empfehle ich, die Masse anschließend noch einmal durch ein Passiertuch zu drücken, damit Kerne und Härchen möglichst vollständig zurückbleiben.

Das fertige Mark kann portionsweise eingefroren werden. Ich finde dafür Eiswürfelformen besonders praktisch, denn damit hat man später immer genau die richtige Menge zum Kochen parat. Im Kühlschrank sollte das frische Mark innerhalb weniger Tage aufgebraucht werden. Wer es länger aufbewahren möchte, friert es am besten ein.

Selbst gemachtes Naschzeug aus Wildobst

Wenn wir schon beim Verarbeiten sind, darf eine weitere wunderbare Idee nicht fehlen: Fruchtleder!

Das ist eine fein pürierte Fruchtmasse, die dünn ausgestrichen und anschließend bei niedriger Temperatur getrocknet wird. Heraus kommt eine biegsame, fruchtige Nascherei, die sich in Streifen schneiden oder aufrollen lässt. Besonders gut lassen sich Hagebutten dafür mit Äpfeln oder Birnen kombinieren.

Die Hagebutten werden gewaschen, von Stiel- und Blütenresten befreit und gemeinsam mit geschnittenen Äpfeln oder Birnen in einen Topf gegeben. Dazu kommt nur so viel Wasser, dass nichts anbrennt. Alles etwa 15 bis 25 Minuten sanft köcheln lassen, bis die Früchte richtig weich sind. Danach kurz pürieren und sorgfältig durch ein feines Sieb streichen, damit die Kerne und vor allem die Juckhärchen entfernt werden. Das fertige Mark sollte ungefähr die Konsistenz von dickem Apfelmus haben. Falls es noch zu flüssig ist, kann man es etwas einkochen lassen.

Anschließend wird die Masse etwa drei bis fünf Millimeter dick auf eine wiederverwendbare Dörrmatte oder geeignetes Backpapier gestrichen und bei ungefähr 50 bis 60 Grad getrocknet. Je nach Dicke und Feuchtigkeit dauert das etwa sechs bis zehn Stunden.

Wer für seine Kinder gerne saures Fruchtleder machen möchte, kann die fertigen Streifen mit etwas Zucker und Zitronensäure bestreuen. So entsteht ein selbst gemachtes, fruchtiges Naschzeug, bei dem man genau weiß, was darin steckt.

Ein perfektes heimisches Wildobst-Naschzeug!

Wann sollten wir Hagebutten sammeln?

Die Frage nach dem richtigen Erntezeitpunkt begegnet mir immer wieder, denn häufig hört man, dass Hagebutten unbedingt den ersten Frost abbekommen müssen. Das stimmt so nicht.

Hagebutten können bereits vor dem ersten Frost gesammelt werden, sobald sie vollständig ausgefärbt und reif sind. Wer die Früchte trocknen, zu Pulver verarbeiten oder für bestimmte Teemischungen verwenden möchte, sollte eher feste, vollreife Hagebutten wählen.

Nach Frostperioden werden die Früchte häufig weicher, weil die Kälte ihre Zellstrukturen beeinflusst. Dadurch verändern sich Textur und Geschmack. Für Mus, Mark oder Marmelade sind solche weicheren Früchte gut zu verarbeiten.

Die Hagebutte und ihre geniale Winterstrategie

Im Herbst gibt es für Tiere ein riesiges Angebot an Früchten. Äpfel, Birnen, Zwetschken, Trauben und zahlreiche Beeren sind reif. Die Hagebutte mit ihrem eher säuerlichen, manchmal etwas herben Geschmack ist da nicht unbedingt die erste Wahl.

Doch während viele andere Früchte längst verschwunden sind, hängen die roten Hagebutten noch immer an den Sträuchern. Genau jetzt ist ihre Zeit gekommen!

Die auffällige rote Farbe macht sie für Vögel und andere Tiere gut sichtbar. Manche Rosenarten behalten ihre Früchte besonders lange, sodass sie auch während der kalten Jahreszeit noch Nahrung anbieten können.

Wenn das übrige Angebot knapper wird, werden diese Früchte für verschiedene Tiere besonders interessant. Sie fressen das Fruchtfleisch und können dabei zur Verbreitung der Samen beitragen. Damit beginnt die nächste Generation der Rosen möglicherweise weit entfernt von der Mutterpflanze.

Ein Geschenk des Herbstes

Je länger ich mich mit der Hagebutte beschäftige, desto mehr begeistert mich diese unscheinbare rote Frucht. Wir finden sie an Waldrändern, entlang von Wegen und auf Wiesen, oft in unglaublichen Mengen.

In ihr steckt so viel mehr als nur Vitamin C! Ihre Inhaltsstoffe erzählen von Schutz und Überleben, ihre traditionelle Verwendung von der Erfahrung unserer Vorfahren und ihre heutige Erforschung zeigt, dass wir noch lange nicht alles über unsere heimischen Pflanzen wissen.

Besonders schön finde ich ihre Verbindung zum Jahreslauf – während die Blätter fallen und sich die Natur auf den Winter vorbereitet, leuchten die Hagebutten noch immer in kräftigem Rot. Sie erinnern uns daran, dass der Herbst nicht nur eine Zeit des Abschieds ist, sondern auch eine Zeit der Fülle und der Vorbereitung.

Also nehmt bei eurem nächsten Herbstspaziergang doch einmal ein kleines Körbchen mit, sammelt ein paar der leuchtend roten Früchte und probiert eines der Rezepte aus!

Die Goldrute zwischen Harnwegen, Candida & der Zellseneszenz

Die Goldrute zwischen Harnwegen, Candida & der Zellseneszenz

Ich denke, jeder kennt die Goldrute, die im Spätsommer und Herbst leuchtend gelb blüht und uns noch einmal die strahlende Sonne bringt, bevor sich der trübe Herbst über das Land legt. Dennoch ist es gar nicht so einfach, über die Goldrute zu sprechen oder zu schreiben, denn heutzutage kennt fast jeder nur noch den Neophyten, und zwar die Kanadische Goldrute. Unsere Vorfahren jedoch haben mit der Echten Goldrute, die versteckt am Waldrand stand, ihre Erfahrungsmedizin betrieben, und darüber werde ich euch jetzt einmal etwas erzählen.

Heydnisch Wundkraut

Unsere Vorfahren nannten die Echte Goldrute „Heydnisch Wundkraut“ und verwendeten sie tatsächlich für die Wundpflege. Obwohl die Wirkung auf Niere und Blase ebenso lange bekannt ist, hatte diese Anwendung dennoch Vorrang. Dabei wurden frische Blätter auf Wunden gelegt, Abkochungen aus dem blühenden Kraut für die Wundpflege angewandt sowie pulverisierte Goldrute auf Geschwüre gegeben. Das ist doch spannend, wo wir heutzutage die Goldrute eigentlich nur noch für die Harnwege anwenden. Was wussten unsere Vorfahren und finden wir heute auch Spuren davon?

Die Goldrute für die Zellseneszenz

Die Zellseneszenz ist ein Phänomen, das im menschlichen Körper vorkommt:

Unsere Zellen teilen sich nicht unbegrenzt. Manche gehen irgendwann in einen Zustand über, in dem sie sich nicht mehr teilen, aber weiterhin im Gewebe vorhanden sind. Das ist grundsätzlich nichts Schlechtes, sondern kann ein wichtiger Schutzmechanismus sein. Zum Problem wird es aber dann, wenn sich solche seneszenten Zellen im Gewebe ansammeln, denn dort sitzen sie nicht einfach still herum, sondern können verschiedene Botenstoffe ausschütten und damit ihre Umgebung beeinflussen. Unter anderem können dadurch auch Entzündungsprozesse gefördert werden.

In einer Laboruntersuchung wurde die Wirkung von Echtem Goldrutenextrakt auf menschliche Hautfibroblasten untersucht, und was man gefunden hat, ist mehr als spannend: Der Extrakt hat die Botenstoffe abgeschwächt, die unter anderem für Entzündungen verantwortlich sein können. Diese Forschungen sind noch nicht so weit, dass wir wissen, was Goldrutenextrakt genau kann, aber auch eine verjüngende Wirkung wird nicht ausgeschlossen.

Das ist doch genial, oder? Vor Jahrhunderten haben Menschen aus Beobachtung gelernt, dass die Goldrute bei der Wundheilung und der Neubildung von Haut unterstützt, und heute finden wir in einem Labor erste Hinweise darauf!

Alte Anwendung des „Heydnisch Wundkrauts“

Wer bei kleinen Wunden, Hautproblemen oder Geschwüren seinen Körper mit der Goldrute unterstützen möchte, geht nach der traditionellen Anwendung so vor:

Man kocht eine kleine Handvoll frisches Goldrutenkraut (Blätter und Blüten) oder zwei Teelöffel getrocknetes Kraut mit 250 ml Wasser auf, lässt es anschließend etwa 10 Minuten zugedeckt ziehen und danach vollständig abkühlen. Diese Abkochung kann nun mit sterilen Kompressen auf die Haut aufgebracht werden. Man sollte diese Abkochung nicht aufheben, sondern jedes Mal neu zubereiten!

Goldrute gegen den Candida-Pilz

Viele Menschen in der westlichen Welt haben mit dem Candida-Pilz zu kämpfen. Der an sich recht harmlose Pilz breitet sich manchmal invasiv aus und befällt vor allem Darm, Mund und Genitalbereich. Besonders im Darm kann dieser Pilz einen regelrechten Biofilm bilden und viele Beschwerden hervorrufen.

Dass der Candida-Pilz überhaupt in der Lage ist, Biofilme zu bilden, liegt an seiner Fähigkeit, seine rundlichen Hefezellen in längliche Hyphen umzubauen. Diese Hyphenform begünstigt Biofilme und beginnt gerne, in Gewebe einzudringen – die invasive Vermehrung ist dabei kaum aufzuhalten, wie viele aus eigener leidvoller Erfahrung wissen.

2012 haben französische Forscher einen wässrigen Extrakt der Echten Goldrute untersucht und dabei Spannendes entdeckt:

Der Extrakt tötet den Candida-Pilz zwar nicht ab, hemmt aber die Umwandlung in die invasive Hyphenform. Das heißt, dass dieser Laborversuch gezeigt hat, dass Goldrute in der Lage ist, ein Gleichgewicht im Mikrobiom wiederherzustellen – sogar bestehende Biofilme wurden deutlich gehemmt. Das ist eine ganzheitliche Herangehensweise und zeigt, dass man den eigentlich recht harmlosen Candida-Pilz keineswegs ausrotten muss, um gesund zu werden.

Aus der Goldrute selbst wurden laut Untersuchung sechs verschiedene Triterpensaponine isoliert. Drei davon wurden zu diesem Zeitpunkt sogar neu beschrieben. Vier dieser sechs Saponine hemmen deutlich den Wechsel von der harmloseren Hefeform in die invasivere Hyphenform des Candida.

Natürlich war das ein Laborversuch – aber Versuch macht klug. Solltest du unter Candida leiden, schadet es keinesfalls, wenn du eine Kur mit Goldrutentee machst bzw. auch Goldrutentinktur in deine Kur einbaust. Zusammen mit Zucker- sowie Obstfasten und starkem Verzicht auf Kohlenhydrate sehe ich eine reale Chance, den Candida-Pilz zu erziehen und Beschwerden abzuschwächen.

Das Unsegenkraut unserer Vorfahren

Nach der ganzen Wissenschaft nun zurück zu unseren Vorfahren: Durch ihre goldene Farbe wurde die Goldrute auch als Unsegenkraut beschrieben. Sie galt als starke Schutzpflanze und laut volkskundlichen Überlieferungen soll sie vor Unheil und negativen Einflüssen schützen. Teilweise wurde sie sogar als Amulett getragen.

Das Tragen von Schutzkräutern als Amulett ist eine alte magische Praxis und kann wunderbar mit in die heutige Zeit genommen werden. Man kann sich selbst ein kleines Baumwollsäckchen nähen (das bringt viel Kraft in den Anhänger) und darin die achtsam gesammelte und getrocknete Goldrute mit sich herumtragen. Wem das zu aufwendig ist, den interessiert vielleicht folgende uralte Anwendung:

🔥 Räuchern mit Goldrute

Dafür braucht ihr nur einige getrocknete Blüten und Blätter der Goldrute. Gebt eine kleine Menge auf ein Räuchersieb oder Räucherkohle und geht mit dem Rauch durch euer Zuhause. Wichtig ist hierbei, ganz bewusst zu Türen und Fenstern zu gehen, also genau dorthin, wo die Grenze zwischen innen und außen liegt. Dabei könnt ihr einfach euren eigenen Gedanken formulieren, zum Beispiel:

Was zu mir gehört, darf bleiben.

Was mir nicht guttut, darf gehen.

Mein Zuhause ist mein geschützter Raum.

Danach gut lüften und die angenehme Atmosphäre genießen.

Die verschiedenen Formen der Goldrute

Wie eingangs kurz erwähnt, gibt es unterschiedliche Formen der Goldrute. Die Echte Goldrute ist teilweise gar nicht mehr so leicht zu finden, wurde aber bei den oben genannten Versuchsreihen angewandt. Diese Pflanze ist eher klein, hat lanzettenförmige Blätter und kleine, goldene Blüten. Außerdem ist sie die Pflanze unserer Ahnen:

Seit einigen Jahren verbreiten sich die Riesengoldrute und vor allem die Kanadische Goldrute invasiv in Europa. Sie stammen aus Nordamerika und sind Neophyten, also Pflanzen, die ursprünglich nicht in Mitteleuropa vorkamen. Ihre Inhaltsstoffe sind denen der Echten Goldrute sehr ähnlich und auch sie sind mächtige Heilpflanzen. Dabei wird die Kanadische Goldrute bis zu 2 Meter groß, hat viele leuchtende Blütenrispen, kleine lanzettenförmige Blätter und einen behaarten Stängel:

Mir ist es wichtig, diese Neophyten nicht einfach auszureißen, denn Kanadische und Riesen-Goldrute sind keineswegs wertlose Verwandte unserer Echten Goldrute. Auch sie enthalten zahlreiche interessante Pflanzenstoffe wie Flavonoide, Phenolsäuren, Saponine und ätherische Öle. Bei der Kanadischen Goldrute wurden unter anderem Quercetin, Kaempferol und verschiedene Chlorogensäure-Derivate nachgewiesen.

Auch im offiziellen europäischen Arzneibuch werden Kanadische und Riesen-Goldrute als Heilpflanzen geführt. Die beiden invasiven Arten sind also nicht einfach nur lästiges Unkraut. Mittlerweile beschäftigt sich sogar die Forschung mit der Frage, ob besonders die Kanadische Goldrute stärker als Rohstoff genutzt werden könnte, beispielsweise für pharmazeutische Anwendungen oder andere Bereiche der Bioökonomie.

Bevor wir sie ausrupfen, sollten wir uns also fragen, was uns diese neuen Pflanzen mit ihrem Erscheinen vielleicht sagen wollen!

Goldrute zwischen Harnwegen, Candida & der Zellseneszenz

Jetzt habe ich eigentlich gar nichts über die überragende Wirkung auf Niere, Blase und Harnwege berichtet, dafür aber weit über den Tellerrand geblickt. Wir haben uns die wohltuende Anwendung auf die Haut angesehen, den Candida-Pilz näher beleuchtet und sind vor allem auf die uralten Anwendungen unserer Vorfahren näher eingegangen.

Für mich ist die Goldrute wie die aufgehende Sonne am Ende des Sommers – sie verspricht Licht, Heilung und Wiedergeburt in einer Zeit, in der sich die Natur langsam auf den Sterbeprozess vorbereitet. Ich liebe die optimistische Energie, die die Goldrute in die Welt bringt, denn sie zeigt uns, dass das Ende nie das wahre Ende ist.

Hjortron – Die Sonne des Nordens

Hjortron – Die Sonne des Nordens

Meine erste Hjortron werde ich wohl nie vergessen…

Kurz nachdem wir nach Schweden gezogen waren, nahm ich an einer Wanderung des örtlichen Wandervereins teil. Irgendwann blieb jemand stehen und zeigte auf eine kleine, orange Beere mitten im Morr. Alle griffen begeistert zu und natürlich wollte ich sie auch probieren. Voller Neugier biss ich hinein – und war kurz davor, sie sofort wieder auszuspucken.

Sie schmeckte irgendwie… vergoren.

Mein erster Gedanke war, dass die Beere wohl schon schlecht geworden sein musste. Die Schweden lachten laut über mich und erklärten mir, dass genau dieser Geschmack typisch für Hjortron sei. Erst viel später sollte ich verstehen, dass diese wilde nordische Beere ihren ganz eigenen Charakter besitzt. Sie schmeckt bei weitem nicht so lieblich wie Himbeeren oder Erdbeeren. Sie ist eigenwillig, aromatisch und erzählt mit jedem Bissen von Mooren, Wind und kurzen Sommern.

Heute liebe ich Hjortron. Besonders auf einer frisch gebackenen schwedischen våffla mit hjortronsylt gehört sie für mich zu den schönsten Geschmackserlebnissen des Nordens. Ihre eigentliche Geschichte, die ich heute erzählen möchte, geht außerdem weit über ihren Geschmack hinaus.

Eine Überlebenskünstlerin im hohen Norden

Die Hjortron wächst dort, wo viele andere Pflanzen keine Chance haben. Moore gehören zu den anspruchsvollsten Lebensräumen Europas. Die Böden sind nährstoffarm, nass und sauer. Der skandinavische Sommer ist kurz und die Zeit, in der eine Pflanze blühen, Früchte bilden und ihre Samen ausreifen lassen kann, dauert oft nur wenige Wochen.

Gerade deshalb beeindruckt mich die Hjortron so sehr. Sie verschwendet keine Energie. Jeder Sonnenstrahl, jede warme Woche und jeder günstige Tag werden genutzt, um ihre Zukunft zu sichern.

Dabei entwickelt sie erstaunliche Schutzstrategien. Ihre leuchtend orange Farbe verdankt sie den Carotinoiden, die ihre Zellen vor Lichtschäden schützen. Denn, obwohl die Sommer in Schweden kurz sind, ist die Sonne hier erbarmungslos. Dazu kommen große Mengen an Vitamin C und Vitamin E sowie eine ganze Reihe wertvoller Polyphenole. Die Natur arbeitet dabei nie mit einem einzelnen Stoff, sie arbeitet immer im Team.

Eine Beere, die mit unserem Mikrobiom zusammenarbeitet

Besonders spannend finde ich jene Stoffe, die wir auf den ersten Blick gar nicht bemerken oder die noch gar nicht wirklich erforscht sind. Hjortron enthält sogenannte Ellagitannine und Ellagsäure.

Diese Stoffe gelangen nicht einfach in unseren Körper und erledigen dort ihre Arbeit. Zuerst kommen unsere Darmbakterien ins Spiel. Sie bauen die Ellagitannine Schritt für Schritt um und können daraus unter anderem Urolithin A bilden. Genau dieser Stoff wird heute intensiv erforscht, weil er im Zusammenhang mit unseren Mitochondrien, dem Zellrecycling und Zellverjüngung steht.

Die Kunst des Bewahrens

Besonders spannend finde ich bei der Hjortron aber noch etwas ganz anderes:

Die Beere enthält von Natur aus Benzoesäure. Viele Menschen kennen Benzoesäure als umstrittenen Konservierungsstoff auf Lebensmittelverpackungen. Die Hjortron hat diesen Schutzmechanismus jedoch selbst ganz natürlich entwickelt.

Im feuchten Moor, wo Pilze, Bakterien und Hefen ideale Bedingungen finden, verschafft ihr diese natürliche Konservierung einen entscheidenden Vorteil. Die Früchte bleiben länger genießbar und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass Tiere sie finden und ihre Samen verbreiten.

Eine Beere, die sich selbst konserviert? Ja, das ist erstaunlich!

Auch ihre vielen Polyphenole erzählen dieselbe Geschichte. Sie schützen die Zellen der Pflanze vor den Herausforderungen eines rauen Lebensraums. Dass diese Stoffe auch mit unseren Zellen interagieren können, liegt vor allem daran, dass Pflanzen und Menschen vor ähnlichen biologischen Herausforderungen stehen und deshalb dieselbe biochemische Sprache sprechen. Auf dieser wunderbaren Erde ist einfach alles miteinander verbunden.

Der Schatz des Nordens

Über viele Jahrhunderte war Hjortron für die Menschen des Nordens weit mehr als eine besondere Delikatesse. In Regionen, in denen der Winter lang und frisches Obst monatelang kaum verfügbar war, gehörte sie zu den wertvollsten Wildpflanzen überhaupt. Ihr hoher Gehalt an Vitamin C machte sie zu einer wichtigen Nahrungsquelle und half dabei, lange Winter und Seereisen zu überstehen.

Hjortronmarmelade kommt mit sehr wenig Zucker aus, weil sie sich selbst konserviert – im jahrhundertelang sehr armen Schweden war dies eine Überlebensstrategie der Menschen. Man brauchte nur wenig Rohstoffe, um eine sehr gesunde, nährstoffreiche und süße Nahrung im Winter zu haben.

Auch die Samen wurden niemals leichtfertig behandelt. Auf jeder Pflanze wächst genau nur eine einzige Beere und wer eine Hjortron pflückt, hält nicht nur eine Beere in der Hand, sondern die nächste Generation dieser Pflanze. Gerade deshalb genießt sie in Schweden bis heute einen besonderen Stellenwert. Die kommerzielle Nutzung der Wildbestände wird zunehmend eingeschränkt, um die empfindlichen Moorlandschaften zu schützen und auch kommenden Generationen diese außergewöhnliche Pflanze zu erhalten.

Wenn ich heute Hjortron sammle, tue ich das mit großem Respekt. Ich nehme nur so viel mit, wie ich wirklich brauche, und freue mich über jede Beere, die am Strauch bleibt. Sie gehört den Vögeln, den Tieren des Moores und der Zukunft dieser Pflanze genauso wie uns.

Die Botschaft der Hjortron

Bei der Hjortron denke ich vor allem an eins: an Resilienz.

Diese kleine Beere versucht nicht, den langen Winter zu besiegen. Sie versucht auch nicht, ewig zu leben. Sie nutzt ihre kurze Zeit so klug, dass das Wertvolle möglichst lange erhalten bleibt. Sie schützt ihre Früchte, ihre Samen und damit ihre Zukunft.

Was wir daraus mitnehmen können, ist, dass Gesundheit nicht bedeutet, das Altern aufzuhalten oder immer jünger zu werden. Gesundheit bedeutet, das Wertvolle in uns zu bewahren – unsere Kraft, unsere Beweglichkeit, unsere Freude und unsere Fähigkeit, immer wieder neu aufzublühen.

Die Hjortron wächst dort, wo der Sommer nur für kurze Zeit zu Gast ist. Gerade deshalb hat sie gelernt, jeden Sonnenstrahl zu nutzen und ihn in etwas Kostbares zu verwandeln.

Das ist die schönste Botschaft, die sie uns mit auf den Weg gibt.

Mädesüß – Die Pflanze des Flusses und des Neubeginns

Mädesüß – Die Pflanze des Flusses und des Neubeginns

Es gibt Pflanzen, die entdeckt man ganz bewusst. Man liest über sie in einem Buch, kauft Samen oder bekommt sie von einer Freundin geschenkt. Und dann gibt es Pflanzen, die finden einen selbst.

So ging es mir mit dem Mädesüß.

Ich spazierte an einem kleinen Bach entlang, als plötzlich ein unglaublich süßer Duft in der Luft lag. Er erinnerte mich an Honig, an eine blühende Sommerwiese und an warme Sonnentage. Ich blieb stehen und suchte nach der Pflanze, die diesen betörenden Geruch verströmte. Zwischen den Gräsern entdeckte ich schließlich zarte, cremeweiße Blüten, die wie kleine Wölkchen über der Wiese schwebten. So filigran und leicht, dass man sie fast übersehen hätte.

Seit diesem Tag begleitet mich das Mädesüß. Je mehr ich über diese Pflanze lernte, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass sich hinter ihren unscheinbaren Blüten eine Geschichte verbirgt, die heute kaum noch jemand kennt.

Eine Pflanze, die seit Jahrhunderten den Menschen begleitet

Mädesüß gehört zu den alten Heilpflanzen Europas und spielte über viele Jahrhunderte eine weit größere Rolle als heute. Unsere Vorfahren gaben seine Blüten in Met und in Kräuterbier, sie streuten sie auf den Boden ihrer Häuser und Kirchen und schmückten mit ihnen Hochzeiten. Gleichzeitig taucht das Mädesüß in manchen Regionen auch bei Begräbnissen und anderen Übergangsritualen auf.

Das wirkt auf den ersten Blick widersprüchlich. Wie kann dieselbe Pflanze sowohl eine Hochzeitsblume als auch eine Pflanze des Abschieds sein?

Mädesüß begleitet die großen Übergänge des Lebens. Es steht für Veränderung, für Wandel und für den ständigen Fluss, der alles Lebendige miteinander verbindet. Dass diese Pflanze fast ausschließlich dort wächst, wo Wasser fließt, erscheint dann gar nicht mehr wie ein Zufall.

Wer einmal bewusst auf Mädesüß achtet, wird es fast immer an Bachufern, Quellen, Gräben oder feuchten Wiesen entdecken. Es liebt die Bewegung des Wassers und wächst genau dort, wo nichts stillsteht.

Viel mehr als die natürliche Vorlage für Aspirin

Die meisten Menschen kennen Mädesüß heute nur aus einem einzigen Grund: Es enthält natürliche Salicylate. Diese Stoffe führten später zur Entwicklung der Acetylsalicylsäure, die wir heute unter dem Namen Aspirin kennen.

Doch genau hier beginnt für mich die eigentliche Geschichte erst.

Denn Mädesüß enthält noch viele weitere wertvolle Pflanzenstoffe. Ellagitannine, Flavonoide, Quercetin- und Kaempferol-Verbindungen, Gerbstoffe, Schleimstoffe und ätherische Öle machen diese Pflanze zu einem kleinen biochemischen Wunderwerk.

Besonders spannend finde ich dabei einen scheinbaren Widerspruch. Aspirin kann den Magen reizen, während Mädesüß in der traditionellen Volksheilkunde seit Jahrhunderten gerade bei Magenbeschwerden eingesetzt wurde. Die Erklärung könnte in der natürlichen Zusammensetzung der Pflanze liegen. Während die Salicylate entzündungshemmende Eigenschaften besitzen, liefern Schleimstoffe und Gerbstoffe gleichzeitig einen schützenden Ausgleich für die Schleimhäute. Die Natur denkt eben selten in Einzelstoffen – sie arbeitet immer im Zusammenspiel.

Die spannendste Wirkung entsteht erst nach der Verdauung

Je tiefer ich in die Forschung eintauchte, desto faszinierter war ich. Viele der wertvollen Inhaltsstoffe des Mädesüß wirken nämlich gar nicht direkt in unserem Körper. Sie müssen zuerst von unseren Darmbakterien verarbeitet werden.

Unsere Darmflora zerlegt die großen Pflanzenstoffe in kleinere Bestandteile und erschafft dabei völlig neue Verbindungen. Aus den Ellagitanninen entstehen unter anderem die sogenannten Urolithine – allen voran Urolithin A. Und genau dieser Stoff sorgt derzeit in der modernen Altersforschung für großes Interesse.

Forscher untersuchen, welchen Einfluss Urolithin A auf unsere Mitochondrien haben könnte – die kleinen Kraftwerke jeder einzelnen Körperzelle. Besonders spannend ist dabei die sogenannte Mitophagie. Das klingt zunächst kompliziert, beschreibt aber einen sehr natürlichen Vorgang. Alte oder beschädigte Mitochondrien werden erkannt, abgebaut und durch neue ersetzt. Es ist gewissermaßen ein Recyclingprogramm unserer Zellen.

Mich begeistert dieser Gedanke. Die Pflanze liefert nicht den fertigen Wirkstoff, sie liefert lediglich die Vorstufe. Den eigentlichen Star erschafft unser Mikrobiom. Die Geschichte des Mädesüß beginnt also tatsächlich im Darm.

Eine Pflanze, die Darm, Gehirn und Erinnerungen verbindet

Noch etwas hat mich bei meinen Recherchen fasziniert.

Der Duft des Mädesüß spielte früher eine ebenso große Rolle wie seine Heilwirkung. Häuser wurden mit den Blüten ausgelegt, Kirchen mit ihnen geschmückt und Feste von ihrem süßen Aroma begleitet. Das erscheint heute fast romantisch, besitzt aber auch eine erstaunlich moderne Seite.

Gerüche gelangen ohne Umwege in jene Bereiche unseres Gehirns, die für Erinnerungen und Emotionen verantwortlich sind. Jeder von uns kennt das Gefühl, wenn ein bestimmter Duft plötzlich längst vergessene Bilder aus der Kindheit wieder lebendig werden lässt.

Genau hier schließen sich für mich mehrere Kreise. Die moderne Forschung beschäftigt sich intensiv mit der Darm-Hirn-Achse. Sie untersucht, wie eng Darmflora, Stoffwechsel, Gehirn und Emotionen miteinander verbunden sind. Unsere Vorfahren kannten diese wissenschaftlichen Zusammenhänge natürlich nicht. Dennoch nutzten sie das Mädesüß genau dort, wo Menschen Trost, Freude, Gemeinschaft oder einen Neubeginn brauchten.

Zwei meiner liebsten Rezepte mit Mädesüß

Je mehr ich mich mit dieser Pflanze beschäftige, desto lieber verwende ich sie auch in der Küche. Besonders gerne bereite ich daraus ein Mädesüß-Oxymel zu. Dafür fülle ich frische Blüten locker in ein Glas und übergieße sie mit 3 Teilen hochwertigem Honig und einem Teil naturtrübem Apfelessig. Nach zwei bis drei Wochen wird das Oxymel abgeseiht und kühl gelagert. Ein Esslöffel in einem Glas Wasser ergibt ein wunderbar erfrischendes Sommergetränk, das Tradition, Genuss und moderne Erkenntnisse rund um Polyphenole und Darmflora auf wunderschöne Weise miteinander verbindet.

Ein zweites Lieblingsrezept ist mein augenzwinkernd genannter „Anti-Aging-Wein„. Dafür lasse ich frische Mädesüßblüten einige Tage in einem guten Weißwein ziehen und seihe sie anschließend wieder ab. Natürlich ist dieser Name kein Heilversprechen, aber ich liebe den Gedanken, alte Kräuterweine wiederzuentdecken und dabei Genuss mit jahrhundertealter Pflanzenkunde zu verbinden.

Die eigentliche Botschaft des Mädesüß

Je länger ich mich mit dieser Pflanze beschäftige, desto weniger sehe ich in ihr einfach nur eine Heilpflanze gegen Schmerzen- für mich ist Mädesüß die Pflanze des Flusses.

Sie erinnert uns daran, dass Gesundheit nicht nur entsteht, indem wir ständig Neues aufbauen. Genauso wichtig ist es, Altes loszulassen, zu recyceln und Raum für Neues zu schaffen. Unsere Darmflora verändert sich jeden Tag. Unsere Zellen erneuern sich. Erinnerungen werden umgeschrieben, Wunden heilen und selbst ein Fluss ist niemals derselbe wie am Tag zuvor.

Mädesüß wächst genau deshalb dort, wo Wasser fließt – weil es uns jeden Sommer daran erinnert, dass das Leben niemals im Festhalten seine größte Kraft entfaltet. Die größte Kraft entsteht dort, wo wir bereit sind, in Bewegung zu bleiben. Dort, wo Altes gehen darf und Neues entstehen kann. Genau darin liegt für mich die eigentliche Weisheit dieser wunderbaren Pflanze.

Die Magie des Holunders

Die Magie des Holunders

Es gibt nicht viele Bäume, die mich so faszinieren wie der Holunder. Seine Magie ist so spürbar, dass man ganz demütig wird, wenn man vor einem solchen majestätischen Baum steht. Es ist weder sein Aussehen noch seine Größe – es ist die Energie, die Magie, Geheimnis und eine tiefe Verbindung zur Mutter Natur verspricht. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Holunder gerade in üppiger Blüte steht oder ob man im Herbst seine leicht giftigen Beeren sammelt – jedes Mal, wenn man mit dem Holunder in Verbindung tritt, kann man seine Kraft spüren.

Früher galt es als Unglück, einen Holunderbaum zu fällen. Kaum jemand hätte das gewagt. Ganz im Gegenteil – wenn sich kein Holunder in der Nähe eines Hauses befand, wurde oft ganz bewusst einer gepflanzt. Warum war das so? Weil man glaubte, dass die Seele der Mutter Natur oder genauer gesagt die Kraft von Frau Holle in diesem Baum wohnte. Wer den Baum fällte, zog ihren Zorn auf sich und musste mit ihrer Strafe rechnen.

Sie galt als Hüterin der ungeborenen und verstorbenen Kinder – und davon gab es in früheren Zeiten viele. Deshalb sorgte die Herrin des Hauses dafür, dass stets etwas Milch oder Brot als Opfergabe unter dem Holunderbaum lag. Was heute vielleicht seltsam oder gar lächerlich erscheint, war damals ein tiefer und ernsthafter Glaube.

Die Heilkraft des Holunders

Da dieser Artikel die Magie des Holunders einfangen soll, möchte ich nicht allzu tief in die Wirkstoffe eintauchen, die ihn zu einer so wertvollen Heilpflanze machen. Um das große Ganze zu betrachten: Der Holunder beeinflusst unsere Gesundheit auf vielfältige Weise.

Hippokrates nannte den Holunder seinen „Medizinschrank“, und tatsächlich gehört er zu den am besten erforschten Heilpflanzen überhaupt. Seine Blüten und Beeren sind reich an Antioxidantien und Vitaminen, die unser Immunsystem unterstützen. Holunder wirkt entzündungshemmend, schützt das Herz und hilft dabei, Stress zu reduzieren. In der Volksheilkunde wird er seit Jahrhunderten bei Grippe, Fieber, Kopfschmerzen, Schmerzen und Husten eingesetzt.

Doch noch spannender sind die Wirkungen, die unseren Geist berühren. Denn der Holunder hat einen tiefen Einfluss auf unser Nervensystem. Die ruhige Aura, die diesen magischen Baum umgibt, hilft uns dabei, zur Ruhe zu kommen, loszulassen und wieder in eine tiefe Verbindung mit uns selbst zu treten.

Das Besondere ist: Beim Holunder kann man sich nicht selbst belügen. Man kann die Dinge, die man nicht sehen möchte, nicht verdrängen. Und man kann keine Maske tragen – das ist unmöglich. Der Holunder bringt die Wahrheit ans Licht, und man muss ihr begegnen.

Seine tiefste Magie ist die Magie der eigenen Authentizität. Sie durchbricht die Oberfläche und befreit uns – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn der Holunder ist auch für seine reinigende Wirkung bekannt.

Dem Holunder begegnen

Wenn du eine Verbindung zum Holunder aufbauen möchtest, sind Demut und Achtsamkeit die wichtigsten Schlüssel. Die Kraft dieses Baumes ist so tief und so alt, dass man sich auch den eigenen Wunden stellen muss. Man muss sich seiner selbst ebenso bewusst sein wie des Baumes.

Die Seele, die im Holunder lebt, ist mit den alten Geschichten von Verlust und Trauer verbunden, und in ihr liegt eine uralte Weisheit. Um diese Energie wirklich zu verstehen, muss man bereit sein, allen Schmerz an die Oberfläche kommen zu lassen und vollkommen ehrlich zu sein. Erst dann hat man das große Geschenk, dem Holunder auf seiner tiefsten Ebene zu begegnen.

Der Baum kann Frieden schenken und dabei helfen loszulassen. Das Leben ist ständige Veränderung, und der Holunder ist einer seiner größten Unterstützer, denn er steht zwischen den Lebenden und den Toten. Wenn wir den uralten Kreislauf von Leben und Tod verstehen, finden wir Trost in allem, was uns im Leben begegnet. Die wichtigste Botschaft, die der Holunder uns mitgibt, lautet:

Alles wird sich verändern. Überall. Und für immer.

Ein altes Rezept für Unsichere

Nimm vorsichtig einen Zweig von einem Holunderbaum. Warte, bis die Sonne hinter dem Horizont versinkt, und schneide den Zweig behutsam der Länge nach auf, sodass du zum Mark gelangst. Dann schabe das Mark langsam von oben nach unten aus dem Zweig und flüstere dabei:

„Hilf mir, all meinen Kummer und all meinen Schmerz loszulassen.“

Du kannst dabei auch ganz konkret die Gefühle benennen, die du gehen lassen möchtest. Gib das herausgelöste Mark anschließend in fließendes Wasser und beobachte, wie es davontreibt. Mit ihm verschwinden auch die Gefühle, die du hineingeflüstert hast.

Bedanke dich bei der Seele des Holunders und sprich den restlichen Abend und die ganze Nacht kein Wort mehr. Wenn die Sonne am nächsten Morgen wieder aufgeht, wird aus Unsicherheit Gewissheit.

Was bleibt von der Weisheit des Holunders?

Die Magie des Holunders ist uralt, doch seine Kraft hat bis in unsere moderne Zeit überlebt. Eigentlich verbindet der Holunder die alte mit der neuen Welt. Denn wir können unser Leben nur dann wirklich erfolgreich gestalten, wenn wir bereit sind, aus der Vergangenheit zu lernen.

Was können wir von jenen Zeiten lernen, als die Menschen noch tief mit den Pflanzen und den Geistern verbunden waren?

Wir können lernen, dass alles miteinander verbunden ist – das Alte und das Neue, das Gute und das Schlechte, das Licht und der Schatten. Wir leben in einer dualen Welt, und der Holunder steht zwischen all diesen Polen.

Mein bescheidener Versuch, die Magie des Holunders in Worte zu fassen, hat dich vielleicht dazu inspiriert, selbst die Verbindung zu diesem besonderen Baum zu suchen. Still zu werden in einer lauten Welt ist eine große Kraft. Eine Kraft, die uns letztlich wieder zu uns selbst führen kann. Und der Holunder ist einer der kraftvollsten Begleiter, die man sich auf diesem Weg wünschen kann.

Heilpflanzenmagie – das vergessene Wissen der Pflanzenwesen

Heilpflanzenmagie – das vergessene Wissen der Pflanzenwesen

Heilkräuter sind nicht einfach nur Pflanzen – sie sind lebendige Wesen voller Bewusstsein, Weisheit und tiefer Verbindung zur Seele der Erde. Wer sich ihnen mit offenem Herzen nähert, dem eröffnen sie ein ganz eigenes Universum aus sanfter Kraft, feiner Führung und alter Magie.

Die Fabel von der Konferenz der Tiere

In einer alten indianischen Überlieferung heißt es, dass die Tiere eines Tages eine große Konferenz abhielten. Sie waren wütend auf die Menschen, die das Gleichgewicht der Erde störten, Tiere töteten und den heiligen Kreislauf missachteten. Also beschlossen sie, sich zu rächen: Sie schickten Krankheiten, Plagen und Schmerzen zu den Menschen.

Doch die Pflanzen hörten von diesem Plan. Und während die Tiere beschlossen, was sie den Menschen antun würden, kamen die Pflanzen zusammen – und jede einzelne erklärte: „Ich werde ein Heilmittel sein.“

Diese Geschichte berührt unser Herz ganz tief, denn sie erinnert uns daran, dass die Pflanzen uns nie verlassen haben. Sie stehen auf der Seite des Lebens – auch dann, wenn wir sie vergessen haben. Sie tragen Heilung in sich. Für den Körper, für die Seele, für die Verbindung mit dem Großen Ganzen.

Der lange Weg des Kräuterwissens

Die Kräuterkunde ist so alt wie die Menschheit selbst. Unsere Vorfahren lebten als Nomaden, immer verbunden mit der Natur, und sie kannten die Heilpflanzen, die auf ihren Wegen wuchsen. Manche begleiteten sie über weite Strecken – der Beifuß etwa, ist heute auf der gesamten Nordhalbkugel zu finden, weil er immer mit den wandernden Menschen gezogen ist.

Mit dem Sesshaftwerden begann eine neue Zeit: Die Hecken – lebendige Grenzräume zwischen Kultur und Wildnis – wurden zum Reich der weisen Frauen. Hier wuchsen zum Beispiel Holunder, Himbeere, Weißdorn – kraftvolle Pflanzen, in deren Nähe die Heilkundigen lebten. Man nannte sie „Heckensitzerinnen“ – die späteren Hexen.

Doch mit dem Aufkommen von Angst, Kontrolle und Machtmissbrauch durch die römisch-katholische Kirche kam auch die große Zeit der Hexenverfolgung. Viele Frauen verloren ihr Leben – und mit ihnen verschwand ein altes, magisches, überliefertes Wissen. Was blieb, wanderte in die Klöster – wo es rationalisiert, strukturiert und männlich gemacht wurde. Aus dem lebendigen Wesen der Pflanze wurde ein „Wirkstoff“.

Mit der Aufklärung und der modernen Medizin verloren die Heilpflanzen weiter an Bedeutung. Man vertraute auf Chemie: Quecksilber, Arsen und synthetische Medikamente verdrängten das grüne Wissen. Heute sehen wir eine kaputte Schulmedizin auf ihrem Höhepunkt.

Doch jetzt – in dieser Zeit des Erinnerns – kehrt es zurück. Das Wissen der Pflanzen ist nicht verloren. Es lebt weiter im morphogenetischen Feld – und es beginnt, wieder durch unsere Seelen zu sprechen.

Die Seele der Pflanze

Wenn wir uns wirklich mit einer Heilpflanze verbinden, spüren wir: Da ist mehr. Da ist ein Wesen, ein Bewusstsein, eine Präsenz.

In der schamanischen Tradition reist man zu den Pflanzen, begegnet ihnen in Träumen oder in der Stille der Meditation. Viele berichten davon, wie Pflanzen ihnen direkt „gesprochen“ haben – durch Bilder, Gefühle, Eingebungen, Symbole.

Pflanzen haben – so sagen es indigene Völker – ein gemeinsames Seelenbewusstsein. Während wir Menschen eine individuelle, inkarnierte (in carne – ins Fleisch gegangen) Seele sind, haben Tiere einen Tiergeist – eine Gruppenseele, die sich durch viele Körper ausdrückt. Quält man ein Tier, quält man alle.

Die Pflanzenseelen aber sind mit dem Sternenbewusstsein verbunden. Ihre Seele wohnt nicht in der Wurzel, im Blatt oder in der Blüte – sie wohnt im Kosmos – und ist mit dem kosmischen Bewusstsein verbunden. Wer mit Pflanzen kommuniziert, der kommuniziert mit der kosmischen Intelligenz. Und wer lauscht, der hört sie.

Pflanzenmagie im Alltag

Heilpflanzen wirken nicht nur durch Tees und Tinkturen – sondern durch ihre Anwesenheit, durch Rituale, durch das, was sie uns zeigen. Hier ein paar Beispiele, wie du ihre Magie ganz einfach in dein Leben einladen kannst:

Kräuterbeutel:

Schneide aus Stoff einen Kreis, ziehe eine Kordel hindurch und fülle ihn mit getrockneten Kräutern, kleinen Heilsteinen, Hölzchen, Blüten oder Muscheln. Lass dich intuitiv führen – und trag ihn bei dir als Schutz, Erinnerung oder Segen. Unter dem Kopfpolster kann ein Kräuterbeutel dich zu luziden Träumen führen.

Heiliges Kräuterbündel:

Zur Sommersonnenwende sammle sieben Kräuter, die dich rufen. Binde sie zu einem Bündel, segne diesen und hänge ihn bei dir kopfüber auf. Dieses Kräuterbündel ist magisch, wird dich heilen, begleiten und schützen.

Kräuterasche:

Verabschiede ein altes magisches Kräuterbündel, das seine Arbeit getan hat, durch Verbrennung. Die übrig gebliebene Asche ist magisch – du kannst sie als energetisches Heilmittel verwenden: immer dann, wenn es dir nicht gut geht, nimm eine Messerspitze davon unter die Zunge ein. Achte darauf, dass das Bündel nur ungiftige Kräuter enthält!

7 magische Heilpflanzen

Beifuß (Artemisia vulgaris)

Heilwirkung: Verdauungsfördernd, entkrampfend, menstruationsregulierend

Mystik & Magie: Schwellenpflanze, Schutzbegleiter, Wegbereiterin ins Unsichtbare

Anwendung: In der Räucherung zur energetischen Reinigung & Raumöffnung, als Ritualkraut in der Sommersonnenwende, als Amulett gegen dunkle Energien

Ich bin die Deva des Beifuß.
Ich komme zu dir, wenn du bereit bist, Altes abzustreifen und deinen eigenen Weg zu gehen.
Ich reinige, kläre und stärke dich an Übergängen – zwischen Welten, Lebensphasen und Entscheidungen.
Ich bin dein Schutzmantel und deine Weggefährtin, wenn du mutig in deine Wahrheit trittst.

Schafgarbe (Achillea millefolium)

Heilwirkung: Wundheilend, blutstillend, hormonell ausgleichend

Mystik & Magie: Herzöffnerin, Seelenpflaster, Hüterin der inneren Ordnung

Anwendung: In Tees & Bädern zur seelischen Stabilisierung, als Räucherpflanze bei Ahnenarbeit, getrocknet unter dem Kopfkissen zur Traumheilung

Ich bin die Deva der Schafgarbe.
Ich berühre dein Herz und umhülle deine Wunden mit Licht.
Ich helfe dir, dich selbst zu sehen – sanft, liebevoll und ganz.
Wo etwas in dir zerbrochen ist, bringe ich Verbindung.
Ich bin die Hüterin deines inneren Gleichgewichts.

Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Heilwirkung: Antidepressiv, nervenstärkend, antiviral

Mystik & Magie: Lichtbringerin, Sonnenkraft, Seelenstärkerin

Anwendung: Öl oder Tee zur seelischen Aufrichtung, Sonnenwendkraut zur Segnung & Lebensfreude, Schutzpflanze gegen dunkle Gedanken

Ich bin die Deva des Johanniskrauts.
Ich leuchte in dunkle Winkel deiner Seele und erinnere dich an dein inneres Licht.
Ich bin Sonnenkraft und Zuversicht, auch wenn das Außen sich verdunkelt.
Ich öffne dir die Tür zur Freude – und begleite dich durch Schatten hindurch ins Leben zurück.

Eisenkraut (Verbena officinalis)

Heilwirkung: stoffwechselanregend, entzündungshemmend, schleimlösend

Mystik & Magie: Pflanze der Rede, geistigen Klarheit & feinstofflichen Präsenz

Anwendung: Ritualpflanze zur Öffnung des Kehlchakras, zur Segnung von Wasser, zur Unterstützung bei klarer Kommunikation & Wahrheit

Ich bin die Deva des Eisenkrauts.
Ich bringe dir Klarheit im Denken und Wahrheit im Sprechen.
Ich stärke deinen Geist, damit deine Worte aus der Tiefe kommen.
Ich helfe dir, dich innerlich aufzurichten – kraftvoll, klar und verbunden mit deinem inneren Wissen.

Salbei (Salvia officinalis)

Heilwirkung: antibakteriell, entzündungshemmend, schweißhemmend

Mystik & Magie: Weisheitsbringer, Ahnenpflanze, Schutzkräuterin

Anwendung: In der Räucherung zur energetischen Reinigung & Weisheitsverbindung, als Tee bei Schwellenzeiten oder zur inneren Klärung

Ich bin die Deva des Salbei.
Ich reinige dich – innen wie außen – von allem, was dir nicht mehr dient.
Ich bin Weisheit und Erinnerung, ich trage das Wissen der Ahninnen in mir.
Wenn du dich verlaufen hast, bringe ich dich zurück zu deiner inneren Stimme.

Engelwurz (Angelica archangelica)

Heilwirkung: schleimlösend, verdauungsfördernd, stärkend bei Erschöpfung

Mystik & Magie: Lichtbringerin in dunklen Zeiten, Ahnenpflanze, Hüterin des inneren Feuers

Anwendung: Schutzamulett bei Reisen, Öl oder Duft in dunklen Zeiten, Räucherpflanze zur Seelenstärkung

Ich bin die Deva der Engelwurz.
Ich bin dein Anker im Sturm, dein Licht im Nebel.
Ich verbinde dich mit deiner Urkraft und der Weisheit deiner Vorfahren.
Ich stehe an deiner Seite, wenn du dich erinnerst, wer du bist – und dich aufrichtest in deiner Größe.

Alant (Inula helenium)

Heilwirkung: auswurffördernd, antibakteriell, wärmend

Mystik & Magie: Sonnenkraft, Mutpflanze, energetische Aufrichtung

Anwendung: In der Räucherung zur Stärkung des Selbstwerts, zur Aktivierung von Kraftzentren, als Räucherharz in Zeiten der Erschöpfung

Ich bin die Deva des Alant.
Ich wecke deinen Mut und entzünde dein inneres Feuer.
Ich bringe dir Wärme, Standfestigkeit und den Glanz deiner wahren Kraft.
Mit mir erinnerst du dich an das Strahlen, das du in die Welt bringst – hell, weich und kraftvoll zugleich.

Meditation: Die Begegnung mit deiner Seelenpflanze

Setze oder lege dich bequem hin. Schließe sanft deine Augen. Spüre den Boden unter dir – dein Körper wird ruhig, dein Atem fließt. Lass mit jedem Ausatmen alle Gedanken und Sorgen los.

Stell dir vor, du gehst barfuß durch einen alten, wilden Garten. Das Licht ist weich, die Luft erfüllt von Pflanzenduft. Du gehst achtsam – jede Pflanze flüstert dir leise zu. Eine von ihnen zieht deine Aufmerksamkeit auf sich. Sie ruft dich.

Geh auf sie zu. Wie sieht sie aus? Wie fühlt sie sich an? Vielleicht nimmst du einen Duft wahr, ein Wort, ein Bild, ein Gefühl. Lass sie mit dir sprechen. Was möchte sie dir zeigen oder schenken?

Bedanke dich bei ihr. Vielleicht darfst du ein Blatt, eine Blüte, ein Licht mitnehmen. Dann verlasse langsam den Garten. Kehre zurück – mit deinem Atem, mit deinem Körper – und bring die Pflanze in dein Herz.

Lass Raum offen zum Nachspüren.

Die Pflanzen sind bereit. Bist du es auch?

Wenn du dich erinnerst, erinnern sie sich an dich.
Und gemeinsam könnt ihr Wunder wirken.

Herbstliche Rituale zur Stärkung von Körper und Geist

Herbstliche Rituale zur Stärkung von Körper und Geist

Der Herbst ist eine magische Zeit des Übergangs. Die Natur zeigt uns, wie sie sich auf die kalten Monate vorbereitet – Blätter verfärben sich und fallen herab, die Tage werden kürzer, und die Luft kühler. Es ist die perfekte Gelegenheit für uns, innezuhalten, uns zu reinigen und unsere Abwehrkräfte zu stärken. Doch die Stärkung des Immunsystems bedeutet mehr als nur Vitamine zu sich zu nehmen. Es ist eine ganzheitliche Praxis, die sowohl unseren Körper als auch unseren Geist und unsere Seele umfasst. In diesem Beitrag lade ich dich dazu ein, herbstliche Rituale und Praktiken kennenzulernen, die dir helfen, gestärkt und ausgeglichen in die dunkle Jahreszeit zu gehen.

Rituale für die innere und äußere Reinigung

Der Herbst ist die Zeit des Loslassens. Die Bäume werfen ihre Blätter ab und bereiten sich auf den Winter vor. Auch wir können diese Jahreszeit nutzen, um uns von alten Lasten zu befreien – sei es auf physischer, emotionaler oder energetischer Ebene.

  • Räucherrituale: Ein kraftvolles Ritual, um sowohl den physischen Raum als auch die energetischen Felder zu reinigen, ist das Räuchern mit Heilkräutern. Weißer Salbei, Beifuß und Wacholder sind besonders geeignet, um alte Energien zu vertreiben und Platz für Neues zu schaffen. So kannst du nicht nur dein Zuhause, sondern auch dein inneres Selbst von alten Lasten befreien. Willst du mehr wissen, hier geht’s zu meinem Blog-Artikel übers Räuchern.
  • Herbstliche Detox-Kur: Eine sanfte Detox-Kur kann helfen, den Körper zu reinigen und das Immunsystem zu stärken. Dies könnte eine Woche mit leichten, basischen Lebensmitteln sein, die den Körper entlasten, oder das Trinken von Kräutertees wie Brennnessel oder Löwenzahn, die die Entgiftung unterstützen.
  • Energetische Reinigung und Schutz: Nimm dir Zeit für ein energetisches Reinigungsritual. Stell dir vor, wie du mit dem Ausatmen negative Energien loslässt und dich mit neuer, frischer Energie auffüllst, während du wieder einatmest. Ein solches Ritual kann dir helfen, emotionalen Ballast loszulassen, deine Abwehrkräfte zu stärken und eine tägliche Meditationsroutine einzubauen.

Deine 7-Tage-Detox-Kur zu Hause

  1. Viel Wasser trinken: 2-3 Liter täglich, um die Entgiftung zu unterstützen.
  2. Leicht verdauliche, pflanzenbasierte Mahlzeiten: Fokus auf Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Nüsse und Samen.
  3. Keine verarbeiteten Lebensmittel: Vermeide Zucker, Koffein, Alkohol und verarbeitete Produkte.
  4. Kräutertees: Brennnessel, Löwenzahn oder grüner Tee unterstützen Leber und Nieren.
  5. Leichte Bewegung: Spaziergänge oder sanftes Yoga fördern Kreislauf und Verdauung.

Tag 1-3: Vorbereitung

MorgenMittagSnackAbend
Heißes Wasser mit Zitrone & Ingwer, Haferflocken mit Beeren & MandelnKürbissuppe, Rucola-Salat mit Apfelessig-DressingApfel oder NüsseGedünstetes Gemüse mit Olivenöl und Quinoa/Reis,
Brennnessel- oder Löwenzahntee

Tag 4-5: Intensivierung

MorgenMittagSnackAbend
Warmwasser mit Apfelessig, Grüner Smoothie (Grünkohl, Banane, Ingwer)Linsensuppe, gedämpfter BrokkoliKarottensticks mit HummusGedünsteter Fisch oder Tofu mit Gemüse, grüner Salat

Tag 6-7: Regeneration

MorgenMittagSnackAbend
Warmwasser mit Kurkuma & Pfeffer, Obstsalat mit Walnüssen & ZimtOfengemüse (Süßkartoffeln, Karotten) mit Kräutern, kleiner gemischter SalatApfelstücke mit MandelmusHirse oder Quinoa mit gebratenem Gemüse, Brennnesseltee

Zusätzliche Tipps:

  • Bewegung: Täglich 30 Minuten spazieren oder Yoga.
  • Schlaf: 7-8 Stunden pro Nacht.
  • Achtsamkeit: 10 Minuten Meditation oder Atemübungen täglich.

Diese sanfte Detox-Kur stärkt Leber, Nieren und das Immunsystem und bringt den Körper in Balance.

Ernährung im Einklang mit den Herbstenergien

Unsere Vorfahren wussten bereits, dass jede Jahreszeit besondere Anforderungen an unsere Ernährung stellt. Im Herbst, wenn die Tage kühler werden, ist es wichtig, wärmende und nährende Lebensmittel zu sich zu nehmen, um Körper und Seele zu stärken.

  • Wärmende Herbstgerichte: Suppen und Eintöpfe aus saisonalen Gemüsesorten wie Kürbis, Karotten und Pastinaken sind ideal, um den Körper von innen heraus zu wärmen. Ingwer, Kurkuma und Zimt sind wärmende Gewürze, die nicht nur den Geschmack verfeinern, sondern auch das Immunsystem unterstützen.
  • Fermentierte Lebensmittel: Fermentierte Nahrungsmittel wie Sauerkraut, Kimchi oder Kefir enthalten natürliche Probiotika, die die Darmflora stärken und somit das Immunsystem unterstützen. Nutze die Herbstzeit, um selbst zu fermentieren und deinen Körper auf die kälteren Monate vorzubereiten.
  • Saisonale Ernte nutzen: Die Natur bietet uns im Herbst eine Fülle an Nahrungsmitteln, die perfekt auf unsere Bedürfnisse abgestimmt sind. Äpfel, Birnen, Nüsse und Beeren sind reich an Vitaminen und Antioxidantien und helfen, das Immunsystem zu stärken und den Körper zu nähren.

Rezept für einen wärmenden, vegetarischen Gemüseeintopf nach den 5 Elementen

Hier ist ein einfaches Rezept für einen köstlichen Eintopf, der nach den Prinzipien der 5 Elemente aus der TCM zubereitet wird:

Zutaten

  • 1 kleiner Kürbis, gewürfelt (Element Erde)
  • 2 Karotten, in Scheiben geschnitten (Element Erde)
  • 1 Süßkartoffel, gewürfelt (Element Erde)
  • 1 Zwiebel, gehackt (Element Metall)
  • 2 Knoblauchzehen, gehackt (Element Metall)
  • 1 Stück Ingwer, gerieben (Element Feuer)
  • 1 TL Kurkuma (Element Feuer)
  • 1 Bund Petersilie, gehackt (Element Holz)
  • 1 Handvoll Spinat oder Grünkohl (Element Holz)
  • 1 L Gemüsebrühe (Element Wasser)
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • 2 EL Olivenöl

Zubereitung

  1. Erhitze das Olivenöl in einem großen Topf. Füge Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer hinzu und brate sie bei mittlerer Hitze an, bis sie weich sind.
  2. Füge Kürbis, Karotten und Süßkartoffel hinzu und rühre alles gut um. Lasse das Gemüse einige Minuten anbraten.
  3. Streue Kurkuma darüber und rühre alles gut um, bis das Gemüse gleichmäßig bedeckt ist.Gieße die Gemüsebrühe hinzu und bringe alles zum Kochen. Reduziere dann die Hitze und lasse den Eintopf etwa 20 Minuten köcheln, bis das Gemüse weich ist.Füge Petersilie und Spinat hinzu und lasse den Eintopf noch ein paar Minuten ziehen, bis das Gemüse zusammengefallen ist.
  4. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und heiß servieren.

Guten Appetit!

Die heilende Kraft der Natur nutzen

Der Herbst lädt uns ein, unsere Verbindung zur Natur zu vertiefen. Durch den bewussten Aufenthalt in der Natur können wir unser Immunsystem stärken und unseren Geist beruhigen.

  • Waldbaden: Diese japanische Praxis, auch als Shinrin Yoku bekannt, beinhaltet das bewusste Eintauchen in die Atmosphäre des Waldes. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Waldbaden den Blutdruck senkt, Stress reduziert und das Immunsystem stärkt. Ein Spaziergang im herbstlichen Wald kann Wunder für Körper und Geist wirken.
  • Herbstliche Spaziergänge und Meditationen: Gehe hinaus und erlebe die Schönheit des Herbstes mit allen Sinnen. Nimm die Farben, Gerüche und Geräusche wahr und lass sie auf dich wirken. Nutze diese Zeit auch für eine achtsame Meditation im Freien, um dich zu erden und deine innere Balance zu finden.
  • Wurzeln sammeln und -verarbeitung: Der Herbst ist eine gute Zeit, um Wurzeln zu sammeln und zu verarbeiten. Finde Brennnesselwurzeln, Löwenzahnwurzeln, Schafgarbewurzeln und Hagebutten und in deiner Umgebung und nutze sie, um Tees oder Tinkturen herzustellen, die deine Gesundheit unterstützen.

Rezept für einen stärkenden Ingwer-Kurkuma-Shot

Mit der Kraft von Ingwer und Kurkuma unterstützt dieser Shot dein Immunsystem und hilft, gestärkt durch die kalte Herbstzeit zu kommen:

Zutaten

  • 50 g frischer Ingwer
  • 20 g frische Kurkuma
  • 1 Apfel (Bio)
  • 1 Zitrone (Bio)
  • 1 Prise schwarzer Pfeffer
  • 100 ml Wasser (optional)

Zubereitung

  1. Schneide den Ingwer und Kurkuma in kleine Stücke.
  2. Schneide den Apfel in Viertel.
  3. Schäle die Zitrone.
  4. Gib den Ingwer, die Kurkuma und den Apfel zusammen mit der Zitrone und einer Prise Pfeffer (um die Aufnahme des Curcumins aus der Kurkuma zu verbessern) und dem Wasser in einen Hochleistungsmixer.
  5. Mixe alles zu einer feinen Flüssigkeit.
  6. Wenn du möchtest, dann seihe die Flüssigkeit durch ein feines Sieb oder ein Baumwolltuch, um einen klaren Shot zu erhalten.
  7. Fülle die Flüssigkeit in eine Flasche und bewahre diese im Kühlschrank auf. Täglich einen Shot in der Früh auf nüchternen Magen trinken.

Dieser Ingwer-Kurkuma-Shot kombiniert die antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften von Kurkuma mit der immunstärkenden Kraft des Ingwers und den Vitaminen von Apfel und Zitrone. Die Zugabe von schwarzem Pfeffer erhöht die Bioverfügbarkeit des Curcumins, während der Apfel dem Shot eine natürliche Süße verleiht. Dieser Shot ist ideal, um dich in der herbstlichen Jahreszeit vor Erkältungen zu schützen und dein Immunsystem zu stärken.

Der Herbst ist eine Zeit des Übergangs, die uns die Möglichkeit gibt, uns auf das Wesentliche zu besinnen und uns zu stärken. Durch bewusste Rituale, eine angepasste Ernährung und eine tiefe Verbindung zur Natur können wir unser Immunsystem auf ganzheitliche Weise unterstützen. Nutze diese Jahreszeit, um dich auf allen Ebenen zu stärken und vorbereitet in die dunklere Jahreszeit zu gehen.

DIY – Ivan Chai Tea

DIY – Ivan Chai Tea

Der Ivan Chai Tea ist die russische Variante des schwarzen Tees. Es ist das Weidenröschen, das gerne auf verbrannten Böden wächst (deshalb auch Feuerblume) und den Norden Europas mit Feldern an rosa Blüten überzieht. Diese wunderbare Blume ist voll an Nährstoffen und Antioxidantien. Durch das Fermentieren werden diese Inhaltsstoffe besser verfügbar und wir können von den gesundheitlichen Vorteilen enorm profitieren. Gekaufter Ivan Chai Tea ist teuer, aber wir können ihn auch selber herstellen. Es geht ganz leicht!

Heilwirkung des Weidenröschens

Schon unsere Vorfahren trunken Weidenröschentee gegen viefältigste Beschwerden. Am russischen Zarenhof war er bekannt gegen Migräne, Schwindel, Magenschmerzen, Kater oder allgemein schlechtem Gesamtzustand bei wenig Lebenskraft. Mit dem Aufkommen des Kommunimus verschwand dieser Tee, jedoch die ländliche Bevölkerung behielt es bei, diesen Tee täglich zu trinken und langsam wurde der Tee wieder zum Aushängeschild der russischen Naturmedizin. In den letzten Jahrzehnten gab Russland mehrere Studien in Auftrag, die bewiesen, dass der Weidenröschentee zurecht als der Tee der Hundertjährigen bezeichnet wird.

Die Verdauung normalisiert sich mit täglichem Genuss und Giftstoffe werden aus dem Körper ausgeschwemmt. Der sehr hohe Vitamin C Anteil kommt besonders beim fermentierten Ivan Chai zum Tragen, denn durch das Fermentieren werden die Stoffe aus den Zellwänden gelöst und sind leichter verfügbar. Allgemein besitzt die Pflanze enorm viele Antioxidantien.

Laut einer russischen Studie aus den 70er Jahren hemmt das Weidenröschen Krebszellen ohne Nebenwirkungen und stimuliert die körpereigenen Frasszellen. Die heilende Wirkung auf die männliche Prostata (sogar bei Krebsleiden) entdeckte Maria Treben wieder. Dabei stärkt die Pflanze die Manneskraft und schenkt Männern wieder ein gesundes hormonelles Gleichgewicht. Jedoch auch Frauen profitieren vom Weidenröschentee, denn er stärkt die Nieren und schenkt somit Lebenskraft.

DIY – Ivan Chai Tea

Ich habe nun zum ersten Mal Weidenröschen fermentiert und den berühmten Ivan Chai Tea hergestellt, denn – ihr seht es am Foto oben – unsere Wiese hinter unserem Haus in Schweden ist voll mit blühendem Weidenröschen. Wie habe ich es gemacht?

Die Blätter der Weidenröschens werden gepflückt und luftig für ein paar Stunden angetrocknet.

Dann werden die Blätter auf einem sauberen Tuch mit einem Nudelholz ausgewalkt, damit der Pflanzensaft austritt

Das Tuch wird besprüht, eingewickelt und in eine Plastiktüte für 3 Tage zum Fermentieren gegeben.

Dann werden die Blätter schnell, bei etwa 40 Grad im Ofen und offener Tür, getrocknet.

Den Tee genießen.

Der Ivan Chai Tea ist wunderbar fruchtig und ein gesunder Ersatz für Schwarztee. Seine Inhaltsstoffe machen ihn zum Tee der Hundertjährigen. In Russland wird der Tee jeden Tag getrunken und gilt als Wundermittel.

DIY – Veilchensalbe

DIY – Veilchensalbe

DIY – Veilchensalbe
DIY – Veilchensalbe

Die Veilchensalbe nach Hildegard von Bingen ist ein tolles Naturprodukt, das traditionell bei der Narbenpflege, irritierter Haut, Geschwüren oder Myomen, Warzen, Zysten, Hämorrhoiden oder Kopfschmerzen verwendet wird. Das überlieferte Rezept wird aus Veilchensaft, Ziegenfett und Rosenöl hergestellt und ist manchmal noch in dieser alten Rezeptur zu kaufen. Heutzutage haben wir jedoch eine viel größere Auswahl an pflegenden Fetten und Ölen als zur Zeit Hildegards und aus diesem Grund habe ich das Salbenrezept einerseits mit aktuellen Zutaten versehen und andererseits eine Herstellungsweise gewählt, die schonend mit den Ressourcen unserer Natur umgeht – denn für 20g Veilchensaft brauchen wir sehr viel an frischem Grün und dezimieren so die wilden Veilchen in unseren Wäldern!

Das Veilchen

Der wunderbar duftende und violette Frühlingsbote ist besonders im April aber, wie bei uns im kühleren Waldviertel, auch im Mai in der Natur zu finden. Wir finden Veilchen in schattigen Wiesen, am lichten Waldrand, rund um Bäume oder an schattigen Hecken. Die ausdauernde Pflanze treibt jeden Frühling aufs Neue aus und ist mit ihren kleinen violetten Blüten leicht zu übersehen. Sie duftet mit einem leichten sanften Aroma und ihr Gehalt an Salicylsäure, das auch im Aspirin enthalten ist, ist einer der Gründe für die heilende Wirkung bei Kopfschmerzen, Husten und Erkältung. Die Frühlingsblume hilft darüber hinaus noch gegen Müdigkeit, Nervosität und Verdauungsproblemen. Bei allen möglichen Problemen mit der Haut kann die Veilchensalbe verwendet werden, sie ist aber auch ein wunderbares Hautpflegemittel und kann als tägliche Hautpflege verwendet werden. Dabei ist besonders die Narbenpflege hervorzuheben, denn diese werden weicher und blasser bei längerer Anwendung.

DIY – Veilchensalbe

Wer einen Frühlingsspaziergang in der Natur macht kann, so wie ich, immer ein kleines Glas mitnehmen, das wunderbar dazu geeignet ist, zarte Blüten zu sammeln und mit nach Hause zu nehmen. Für die Salbe benötigt man etwa 30 – 40 Blütenköpfe, 20g Kokosöl, 10g Mandelöl, 3g Bienenwachs, 3g Kakaobutter und 2 Tropfen ätherisches (und echtes!) Geranienöl – am besten in Bioqualität. Kokosöl habe ich anstatt des traditionellen Ziegenfetts genommen, weil ich mir ungerne das Fett von Tieren ins Gesicht schmiere und Kokosöl sehr pflegend ist. Das Mandelöl ist sehr hautpflegend und zieht leicht ein und die Konsistenzgeber Bienenwachs und Kakaobutter machen die Salbe etwas fester. Das Geranienöl habe ich anstatt des sehr teuren Rosenöls verwendet, da es ähnliche Eigenschaften hat, aber um einiges weniger kostet! Eigentlich werden auf diese Menge 5 Tropfen verwendet, aber ich wollte den zarten Duft der Veilchen nicht überdecken – bei 2 Tropfen kann man es noch riechen!

  1. Die gesammelten und ausgeschüttelten (Insekten!) Veilchenblüten werden in ein sterilisiertes Marmeladeglas mitsamt dem Kokosöl gegeben und im Wasserbad auf etwa 60 Grad erhitzt. Etwas im heißen Wasserbad stehen und dann über Nacht ziehen lassen.
  2. Am nächsten Tag das Kokosöl mit den Blüten wieder im Wasserbad erhitzen auf etwa 60 Grad und dann durch ein feines Sieb abgießen.
  3. Das Mandelöl hinzugießen und wieder warten bis die Masse warm ist.
  4. Dann kommen die Konsistenzgeber Bienenwachs und Kakaobutter dazu.
  5. Wenn alles gut geschmolzen und eine homogene Masse geworden ist, eine kurze Löffelprobe machen – etwas von der heißen Salbe auf einen kalten Teller geben und die Konsistenz überprüfen. Sie sollte nicht zu fest, aber auch nicht zu weich sein.
  6. Die Salbe etwas abkühlen lassen und bei etwa 40 Grad (ein bisschen wärmer als handwarm) das Geranienöl hinzufügen.
  7. Die Salbe wird in ein sterilisiertes Salbendöschen gefüllt. Nach dem Abkühlen beschriften.

Die Salbe ist sehr fetthaltig und pflegend – für die Gesichts- und Körperpflege aus diesem Grund mit nassen Händen verteilen, dann zieht sie gut ein und fettet nicht stark nach. Sie duftet wunderbar, pflegt ganz toll und kann in der Erkältungszeit bei Husten auch auf die Brust geschmiert werden. Bei Kopfschmerzen in die Schläfen einmassieren.

Gutes Gelingen!

Die Aroniabeere – das Antioxidationswunder

Die Aroniabeere – das Antioxidationswunder

Die Aroniabeere – das Antioxidationswunder
Die Aroniabeere – das Antioxidationswunder

Ich habe von einer ganz lieben Freundin 3kg Aroniabeeren bekommen zum Einkochen, und dachte ich erzähle euch etwas über diese erstaunliche Beere! Während viele exotische Früchte als Vitalstoffwunder herhalten müssen, ist diese heimische Beere tatsächlich eine. Lediglich ihr herber Geschmack ist oft ein Hindernis – roh schmeckt sie recht pelzig, aber als Sirup oder Gelee eingekocht ist sie bekömmlich, schmeckt sehr gut und ist überaus gesund.

Vitamin- und Vitalstoffbombe Aroniabeere

Die Aroniabeere ist in Russland und den osteuropäischen Ländern schon lange bekannt, wird aber auch hierzulande immer bekannter. Das schuldet sie besonders ihrem hohen Anteil an Antioxidantien in ihren Inhaltsstoffen. Die Aroniabeere hat einen hohen OPC Gehalt und beinhaltet Vitamin C, A, E, K und mehrere B-Vitamine. Außerdem enthält sie noch Eisen, Jod, Kalium, Kalzium und Magnesium. Diese Vitamine sind für den Körper leicht zum Aufnehmen und helfen bei vielen Zivilisationskrankheiten.

Die Aroniabeere wirkt dabei gegen Magen-Darm-Erkrankungen, Bluthochdruck und Harnwegsinfekte. Aber das Erstaunlichste ist ihre Wirkung gegen Krebs. Durch ihren hohen Anteil an sekundären Pflanzenstoffen wie Bioflavonoide, schützt sie den Körper vor unkontrollierten Zellwucherungen. Die enthaltene Ellagsäure regeneriert unsere Zellen und hat eine krebsschützende Wirkung. In der Aroniabeere sind darüber hinaus noch Phenole und Anthocyane enthalten, die entgiftend wirken und die Zellen vor freien Radikalen schützen können. Darüber hinaus hilft sie bei Diabetes, Grauer Star, Demenz, Parkinson und vorzeitiger Alterung.

Rezepte mit der Aroniabeere

Die Aroniabeere ist sehr anspruchslos, wächst leicht im Garten und vermehrt auch recht schnell. Die Früchte der Aroniabeere werden im August und September reif und können dann gleich weiterverarbeitet werden. Die Sträucher werden bis zu 20 Jahre alt und können aber durch Stecklinge immer weiter vermehrt werden.

Aroniabeeren-Sirup

Der Aroniabeeren-Sirup schmeckt sehr gut, denn er senkt durch seine Süße das Herbe der Beeren. Für den Sirup einen Kilo Aroniabeeren etwa eine halbe Stunde auf kleiner Stufe dünsten und die Beeren dabei zerdrücken. Dann die abgekühlte, noch warme, Masse durch ein Tuch oder ein feines Haarsieb drücken, damit nur der Saft übrigbleibt. Den Saft einer Zitrone, das Mark einer Vanilleschote und ein halbes Kilo braunen Zucker hinzugeben und alles nochmal aufkochen lassen. Noch heiß in sterilisierte Flaschen füllen. Der Sirup schmeckt sehr erfrischend mit Wasser oder Soda aufgespritzt und ist durch die enthaltenen Antioxidantien überaus gesund.

Aroniabeeren-Gelee
Aroniabeeren-Gelee

Aroniabeeren-Gelee

Aus den Beeren kann man auch ein Gelee machen, das ein gesunder und sehr schmackhafter Brotaufstrich ist. Dafür 750gr Aroniabeeren in 0,75 Liter naturtrüben Apfelsaft aufkochen und etwa 20 Minuten köcheln lassen. Dann durch ein Tuch ausdrücken und den aufgefangenen Saft (sollte in etwa ein Liter sein) mit einem Kilo Gelierzucker aufkochen und gelieren lassen. Heiß in sterilisierte Gläser füllen, verschließen, auf den Kopf stellen und nach 5 Minuten wieder umdrehen.

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