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Category: Energetik – Geistheilung

Lebenshilfe durch die Erkenntnis was uns unsere Seele mitteilen möchte!

Krafttiere – Deine Begleiter durchs Leben

Krafttiere – Deine Begleiter durchs Leben

Krafttiere - Deine Begleiter durchs Leben
Krafttiere – Deine Begleiter durchs Leben

Während ich über dieses sehr sensible Thema nachdenke – und damit meine ich die Kraft und Macht der Geisttiere – spüre ich, wie meine eigene Wölfin in mir aufsteigt. Es ist ein sehr ungewohntes Gefühl, denn ich habe so lange Zeit ohne diese tierische Kraft gelebt, die jedem Menschen auf dieser wunderbaren Erde zusteht. Aber warum sind wir von diesem angeborenen Recht getrennt und wie können wir uns ermächtigen und es zurück in unser Leben holen?

Natürlich werden in der heutigen Zeit Dinge wie Krafttiere, Schamanismus und der Seelenweg als Themen abgetan, die mit Aberglauben und Esoterik zu tun haben. Aber gleichzeitig gibt es so viele Menschen da draußen, die eine tiefe Verbundenheit mit der Natur, den Tieren und den Ureinwohnern erleben. Wir können tief in unserem Inneren spüren, dass wir eine sehr kostbare Gabe verloren haben, die für die Menschheit das Natürlichste ist: unsere Fähigkeit zu sehen. Vielleicht sagst du zu dir selbst: Ich sehe sehr gut, danke. Aber ich meine nicht, dass du deine Umgebung mit den Augen siehst – ich meine, dass du die Dinge siehst, die unter den realen Dingen liegen.

Real ist in dieser Diskussion ein verwirrender Begriff, weil wir denken, dass nur die reale Welt, die Dinge, die wir anfassen können, die einzig gültige ist – aber da sind wir auf dem Holzweg. Zunächst einmal haben wir mehr als nur zwei Augen, und ich schätze das Zitat des kleinen Prinzen sehr – wir können nur mit dem Herzen sehen. Ja, hier sind wir, und das ist der Weg, den wir gehen müssen. Wir müssen die Fähigkeit zurückgewinnen, mit unserem Herzen zu sehen, mit unseren Gefühlen, mit unserer Liebe. Die Liebe ist das einzige Gefühl, das die Dinge zusammenhält, und sie ist die einzige Kraft, die wir wirklich brauchen. Wenn wir lernen, mit dem Herzen zu sehen, öffnen wir gleichzeitig unser drittes Auge – und das ist das kostbarste Geheimnis: unser drittes Auge kann nicht getäuscht werden.

Mit dieser wunderbaren Fähigkeit und einem geöffneten dritten Auge können wir uns auf den Weg machen, der uns zu den Krafttieren führt – unserem Begleiter durchs Leben. Es ist ein lebenslanger Begleiter, der dich niemals betrügen, verraten oder verletzen wird. Im Gegenteil, dein Geisttier wird dich durch das Leben und alle Herausforderungen, die dir auf deinem Weg begegnen, führen. Dein Geisttier wird dich warnen, wenn du einem Feind gegenüberstehst, den du nicht sehen kannst. Es wird dich vor diesem Feind schützen. Und dieses Geisttier wird auch deine Feinde jagen.

Du fragst vielleicht – was? Es wird jagen? Und ich kann sagen, ja, mein Freund, dieses Geisttier wird alles jagen, was es wert ist, in deinem Leben zu sterben: alte und ungesunde Muster, Menschen, die dich erschöpfen, und Situationen im Leben, die dich schwächen. Diese Jagd ist eine heilige Jagd. Es ist die Jagd, die dein Leben garantiert, denn Leben ist Veränderung. Mit dem hingebungsvollen Instinkt eines wilden Tieres wird dein Geisttier alle schädlichen Gewohnheiten in deinem Leben aufspüren, sie jagen und töten.

Wenn – und ich sage, wenn – du den Mut hast, deinem Geisttier und seinen Botschaften zu vertrauen und mit diesem Wissen zu handeln, wirst du nie wieder den falschen Weg einschlagen. Du wirst nicht mehr jedermanns Liebling sein, aber du wirst ein kraftvoller und mächtiger Mensch sein, der sehr wohl weiß, dass sich alle Dinge ändern können und du auch. Du siehst – natürlich mit deinem dritten Auge – die Notwendigkeit einer lebenslangen Veränderung und entwickelst Vertrauen in dich und dein Geisttier. Dieses Vertrauen ist die Voraussetzung für die ursprüngliche Lebensweise.

Der ewige Kreislauf

Der ewige Kreislauf

Der ewige Kreislauf
Der ewige Kreislauf

Jetzt zur Winterzeit, wenn das Leben draußen ruht und die Natur wieder Kraft sammelt um im Frühjahr mit neuem Leben hervorzubrechen, mache ich mir oft Gedanken zum Kreislauf des Lebens. In unseren Breiten gibt es vier Jahreszeiten und das hat dazu geführt, dass die alten Religionen der Kelten und Germanen auch das Leben des Menschen damit in Zusammenhang setzten. Genauso wie der Frühling dem jungen Jahr entspricht, der Sommer der Blüte und Fruchtbarkeit, der Herbst dem Ernten und sanften Welken und der Winter dem Sterben ist es im Leben eines Menschen ebenso: das Wachsen, die volle Fruchtbarkeit und Kraft, das Älterwerden und schließlich das Sterben.

Der Kreislauf im alten Glauben

Das Christentum hat den alten Glauben mit ihren Druiden, Priesterinnen und Schamanen völlig assimiliert und in ihre Religion eingebunden: das Weihnachtsfest entsprach der Wintersonnenwende, Ostern dem Frühlings- und Fruchtbarkeitsfest, Allerheiligen dem Totenfest und Pfingsten der Sommersonnenwende. Da man den heidnischen Glauben nicht völlig ausrotten konnte (glücklicherweise!), wurden die alten Feiern und Bräuche wie die Kräuterweihe oder der Maibaum, einfach ins Christentum integriert. Jedoch verlor sich dabei fast das Wissen des ewigen Kreislaufs.

Alles hat seine Zeit und das hat auch seinen Grund: im Winter sind wir nicht voll einsatzfähig, weil der Mensch ebenso ruhen sollte wie die Natur. Auch heutzutage bestimmen unsere Hormone unser Wohlbefinden und bei weniger Sonnenlicht wird mehr Melatonin, das Schlafhormon, produziert. Eine Fastenkur im Sommer, wenn es reifes Obst in Überfluss gibt, ist ebenso eine schlechte Idee. Oder eine Entgiftungskur im Herbst, wenn der Körper alles Überschüssige ansetzt um für den Winter vorzusorgen. So bestimmten früher auch die Jahreszeiten welche Arbeiten gerade anstehen: das Pflanzen, das Ernten oder die Ruhe in der Stube mit dem Spinnrad. Aber nicht nur die Jahreszeiten bestimmen den Kreislauf des Menschen…

Der kleine Kreislauf des Mondes

Nicht nur die Sonne verhält sich zyklisch, auch unser Mond. In einem regelmäßigen Kommen und Gehen bestimmt der Mond innerhalb seines 29-Tagen-Zyklus die Ebbe oder Flut, den Zyklus der Frauen und auch die Bewegung der Körpersäfte. Frauen, die regelmäßig im Mondlicht schlafen, passen ihren Zyklus allmählich an den Mond an – auch er dauert 29 Tage und kommt und geht wie der Mond. Leider leben heutzutage viele in überbeleuchteten Städten und verpassen somit das perfekte Zusammenspiel zwischen Zyklus und Mond. Aber auch die Schwangerschaft wird in Monden gemessen – nämlich 10 Monde lang. Auch das wussten unsere Vorfahren und richteten ihr Leben auch nach diesen Mondzyklen. Viele Feste wie Ostern oder Pfingsten werden auch heutzutage nach dem Mondstand angesetzt.

Die Frau im ewigen Kreislauf

Die alte Göttin, die bei den Kelten oder Germanen alles Leben wie auch Tod beherrscht hatte direkten Bezug zu den Frauen des Stammes. Sie erschien immer in ihrer Dreifaltigkeit (unschuldig darf man sich hier fragen, warum der Gott der Christen auch dreifaltig ist, obwohl das Judentum, aus dem, unser Glaube entstanden ist, keine derartige Vorstellung haben) – als Jungfrau, Mutter oder Alte. Genauso gliedert sich das Leben einer Frau – denn bevor sie Mutter ist, stellt sie die junge Frau dar, die in ihrer Jugend das erste Sprießen der Natur darstellte. Früher war diese fanatische Idee einer jungfräulichen Frau, die in die Ehe gehen muss, völlig abwegig – eine Frau war Jungfrau, bis sie ihr erstes Kind gebar und war auch erst dann verheiratet. Als Mutter stellt sie die fruchtbare Göttin, die Früchte hervorbringt, dar. Sie war heilig, denn ohne fruchtbare Frauen, konnte der Stamm nicht überleben. Schließlich ging die fruchtbare Zeit zu Ende und aus der Frau wurde die Alte. Diese standen zwischen dieser Welt und der Anderswelt – sie wussten, welche Kräuter heilen und welche töten konnten. Diese Frauen waren weise und wurden um Rat gefragt und waren somit wichtiger Bestandteil der Gesellschaft. Früher gab es kein Hadern mit dem Alter, denn jeder hatte seinen Platz und wusste, dass alles kommt und vergeht.

Der Kreislauf in unserem heutigen Leben

Wer einen Garten hat, weiß, dass alles seine Zeit hat. Man kann keine Tomaten im Herbst pflanzen, das funktioniert nicht (außer man hat ein beheiztes und beleuchtetes Glashaus). Es gibt immer ein Kommen und Gehen – aber aus dem Gestorbenen entsteht das neue Leben. Im alten Glauben wussten die Menschen, dass die Seele immer wiedergeboren wird – ja, die Hebammen hatten sogar das Talent im Neugeborenen die alte Seele eines Verstorbenen zu erkennen. Es gab keine Angst vor dem Tod, weil auch dieser nur wieder einen Anfang im Kreislauf des Lebens hat. Wer dieses Wissen in sein tägliches Leben integriert und mehr mit dem Rhythmus der Natur lebt, ist glücklicher, gesünder und wahrhaftiger!

DIY – Blütenessenzen

DIY – Blütenessenzen

Kräuter und noch vieles mehr

Es ist wirklich spannend was man alles selbst machen kann. Ich bin zufällig in einem meiner Kräuterbücher über die Herstellung von Blütenessenzen – à la Bachblüten – gestolpert. Das heißt man kann aus allen ungiftigen Blüten, die in Wald und Wiese wachsen, eigene energetische Essenzen herstellen und diese dann ähnlich der Bachblüten einnehmen. Man muss nur einige Dinge dabei beachten und auf das richtige Wetter hoffen – das ist diesen Sommer wohl die größte Herausforderung. Dabei kann man wie ein Pionier völlig neue Essenzen kreieren und im Eigenversuch herausfinden wie diese Blüte wirkt. Denn nicht nur die Pflanzenart bestimmt die Wirkung, auch der Standort, an dem diese Blüte gefunden wurde, wie bereits gesagt das Wetter und auch die Person, die diese Blüte sammelt, kann die Essenz verändern. Aus diesem Grund ist es wichtig mit der richtigen achtsamen und sensiblen Grundhaltung an die Herstellung der Essenzen zu gehen!

Wirkung der Blütenessenzen

Eine Blütenessenz ist etwas völlig anderes, als z.B. eine Tinktur. Eine Tinktur ist ein alkoholischer Auszug aus Blättern, Blüten und Wurzeln. Dabei gehen alle in Alkohol lösliche Bestandteile in diesen über und man kann diese in der Tinktur dann einnehmen. Bei Blütenessenzen geht es nicht um die grobstofflichen Wirkstoffe einer Pflanze, sondern um den Geist der Pflanze. Dieser wird mit einer speziellen Methode, die von Dr. Edward Bach zu Beginn des letzten Jahrhunderts entwickelt wurde, aus der Pflanze extrahiert und geht in Quellwasser über. Dadurch ist nur die Information der Blüte in der Essenz und diese wirkt auf einer anderen Ebene als naturheilkundliche Mittel, nämlich auf der seelischen.

Aus diesem Grund können Blütenessenzen hervorragend bei seelischen und psychischen Problemen eingenommen werden, und anders als bei Psychopharmaka, wird der zu Behandelnde nicht verändert, sondern der Blockwinkel ändert sich, die Selbstheilungskräfte werden angestoßen und man kann aus eigener Kraft gesunden. Diese Heilung geht viel tiefer und ist ganzheitlicher als bei grobstofflichen Mitteln. Jeder, der an der Wirksamkeit zweifelt, sollte einmal ein energetisches Mittel, wie etwa Blütenessenzen, einnehmen und schauen was sich tut – denn schlimmstenfalls passiert einfach gar nichts! Ich kann euch aber sagen, es tut sich viel, und bei der Einnahme meines Lieblingsmittel zurzeit – die Essenz der Johanniskrautblüte – freue ich mich über meine tägliche Portion Sonne und Lebensfreude! Also seid mutig und abenteuerlich und versucht euch an der Herstellung eurer eigenen Blütenessenz!

DIY – Blütenessenzen

Gesammelt werden nur die Blüten der Pflanzen, die zurzeit in der größten Kraft und in voller Blüte stehen. Man benötigt dringend einen voll sonnigen Tag, denn die Herstellung einer Essenz benötigt genau einen Tag und alles muss in der Sonne geschehen. Am besten man richtet sich vorher gleich alle Utensilien her: unbeschriftete Gläser oder Schüsseln (so viele wie unterschiedliche Essenzen hergestellt werden), eine Karaffe voll Quellwasser (ich nehme unser eigenes Granderwasser), eine Schere, mehrere Kaffeefilter, eine Glaskanne mit Ausgießfunktion, einen guten Schnaps mit mindestens 40% Alkohol, mehrere dunkle Arzneiflaschen mit Tropfereinsatz und Beschriftungszubehör.

  1. In der Früh werden mit der Schere die Blüten von der Pflanze geschnitten. Dabei muss die Pflanze vorher gefragt werden und in Dankbarkeit werden einige Blüten entnommen. Diese dürfen NICHT berührt werden. Ich schneide immer einen Stengel weiter unten ab, diesen nehme ich dann in die Hand und die Blüten bleiben unberührt.
  2. Die Blüten werden dann in der Sonne mit der Schere, ohne sie berühren, in die Schale oder in das Glas geschnitten. Es müssen so viele Blüten sein, damit die Oberfläche bedeckt ist.
  3. Dann wird die Schale oder das Glas mit Wasser gefüllt. Die Blüten sollen dabei nicht untertauchen – ich gieße immer seitlich ein, dann bleiben alle Blüten an der Oberfläche.
  4. Das Wasser mit den Blüten wird dann für etwa vier Stunden – am besten zwischen 11 und 15 Uhr – in der Sonne stehen gelassen.
  5. Dann wird das Wasser mittels Kaffeefilter in die leere Glaskanne umgefüllt und zu einem Viertel mit Alkohol (also drei Viertel Wasser, ein Viertel Alkohol) verdünnt.
  6. Alles in die dunkle Flasche umfüllen und beschriften. Das ist nun eure Uressenz.
  7. Zur Einnahme wird wieder ein Gemisch aus drei Vierteln Wasser und ein Viertel Alkohol hergestellt und pro 10ml wird ein Tropfen der Uressenz hinzugefügt. Man kann natürlich auch Mischungen (bis zu sieben verschiedene Blüten) herstellen.
  8. Viermal täglich vier Tropfen einnehmen – entweder direkt unter die Zunge oder in ein Wasserglas!

Alles Gute!

Christliche Feste und ihr heidnischer Ursprung

Christliche Feste und ihr heidnischer Ursprung

Christliche Feiertage und ihr heidnischer Ursprung
Christliche Feiertage und ihr heidnischer Ursprung

Alle christlichen Feste haben ihren Ursprung in den alten heidnischen Bräuchen unserer keltischen Vorfahren. Als die Christen im frühen Mittelalter anfingen Mitteleuropa zu missionieren, stießen sie auf ein mit der Natur tief verwurzeltes Völkergeflecht, das in kleinen Familien- und Clanstrukturen zusammenlebte. Unsere Vorfahren überlieferten die Bräuche und Mythen zu großen Teilen mündlich und aus diesen Gründen wissen wir leider nicht allzu viel davon.

Jedoch haben fast alle christlichen Feste so starke heidnische Züge, dass es klar ist, dass diese Rituale sehr wohl überlebt haben. Selbst die Namen erinnern an alte Götter (Ostern erinnert z.B. an die Göttin Ostara, die als germanische Eostre ein Beiname der Göttin Freya war) und allein die großen Feuer haben keine Entsprechung in der Bibel. Die frühen Christen dürften bei unseren heidnischen Vorfahren den Weg des geringsten Widerstands gegangen sein und haben die urchristlichen Feste auf die heidnischen Termine gelegt und die Brauchtümer verschmolzen.

Der keltische Jahreskreis und ihre christlichen Feste

Unsere Vorfahren rechneten mit einem Mondkalender, der jedoch durch die vier großen Sonnenfeste und die Raunächte erweitert wurde. Der Vollmond war dabei sehr wichtig und markierte einige Feste wie Imbolg, Beltane, Lammas und Samhain. Die Winter- wie auch die Sommersonnenwende und die zwei Tag-und-Nacht-Gleichen stellen ebenso wichtige Feiertage dar. So gestaltete sich der keltische Jahreskreis folgendermaßen:

Samhain – das Fest der Toten

Das neue Jahr begann zu Samhain, das auf dem 11. Vollmond unseres Kalenders liegt. Die Natur liegt im Sterben, alles kommt zur Ruhe – es ist eine Zeit der Besinnung und des Todes. Die Christen legten aus diesem Grund ihr Allerheiligen auf den 1. November, der in der Nähe des 11. Vollmondes liegt. Auch bei den Christen werden die Toten gefeiert und gedacht. Das Halloween-Fest, das am Abend zuvor gefeiert wird, hat zutiefst heidnische Züge und sollte aus diesem Grund nicht verteufelt werden – dieses Fest ist älter als alle christlichen Feiertage! Dabei sollten durch die Verkleidungen nicht nur böse Geister vertrieben werden, sondern auch selbst in die Tiefe der Seele geschaut werden – die eigenen Schatten erkunden und annehmen.

Yule – das Licht wird wiedergeboren

Die Wintersonnenwende – also die längste Nacht und der kürzeste Tag – war eines der ganz großen Feste der Kelten und Germanen, denn an diesem Tag wird die Sonne wiedergeboren und die Tage werden wieder länger. Auch die Christen feiern die Geburt der Sonne oder ihres Erlösers – und zwar die Geburt Jesu am 24. Dezember, also drei Tage danach. Da sein Geburtstag nicht genau bekannt war, wurde dieses Fest in der Nähe der Wintersonnenwende, also Yule, gelegt. In Skandinavien sind die heidnischen Bräuche noch viel stärker als bei uns. Aber auch wir stellen einen immergrünen Baum als Zeichen der Wiedergeburt ins Haus und schmücken ihn mit den übrig gebliebenen Früchten des Erntedanks. Die heilige Lucia, die besonders in Schweden im Dezember gefeiert wird, ist eigentlich die Lichtbringerin. Um das zu verschleiern wurde eine christliche Märtyrerin aus ihr gemacht.    

Raunächte – die Zeit dazwischen

Die Raunächte sind zwar kein Feiertag, aber eine ganz besondere Zeit: da die Kelten mit einem Mondkalender das Jahr berechneten, blieben am Ende des Jahres noch 11 Tage und 12 Nächte übrig bis die Sonne ihren Kreis vervollständigt hatte. Deshalb waren die Raunächte eine Zwischenzeit, in der das Tor zur Anderswelt ganz weit offenstand. In dieser Zeit wurde viel orakelt, das Wetter des nächsten Jahres vorhergesagt und Zwiesprache mit den Göttern und Verstorbenen gehalten. Auch die Christen ließen diese Tage und Nächte einziehen und machten Rau-ch-nächte aus ihnen. Es wurde viel gebetet und geräuchert, um zu hoffen, dass die Wilde Jagd mit ihren grimmigen Gesellen schnell vorüberzieht und die Tage wieder länger werden.

Imbolg – das Lichterfest

Imbolg fällt auf den zweiten Vollmond unseres Kalenderjahres und ist ein Fest der Hoffnung. Die Tage werden nun wieder länger, das Licht gewinnt immer mehr an Macht und langsam sprießen die ersten Kräuter. Es wird der Göttin Brigid gedacht, die nun wieder fruchtbar wird und den Frühling bringt. Das Christentum machte auch aus dieser alten Fruchtbarkeitsgöttin eine Heilige, derer gedacht wird. Besonders in Irland ist dieser Glaube fest verankert. Das Fest, dass die Christen Anfang Februar legten ist Maria Lichtmess. Bis zu diesem Zeitpunkt blieb früher der Weihnachtsbaum stehen und die Knechte und Mägde durften sich neue Herren suchen. Es war eine Art Neuanfang und Neubeginn. Dieses Fest wird heute nicht mehr allzu groß gefeiert, aber früher war es fest verankert in der dörflichen Gemeinde – Schulden wurden zurückbezahlt, das Bauernjahr begann wieder und man suchte sich neues Gesinde.

Ostara – die Frühjahrsgleiche

Ostern ist das höchste Kirchenfest und wird dementsprechend groß begangen. Dennoch hat auch dieses Fest starke heidnische Wurzeln, die bis heute nachhallen – die Neunkräutersuppe oder der Spinat am Gründonnerstag, der Osterhase, die Eier und das geopferte Lamm sind starke heidnische Fruchtbarkeitssymbole. Unser Osterfest ist geprägt von dieser Symbolik und allein der Kirchengang erinnert uns an die Auferstehung Christi. Aber genauso wie Jesus Christus nach dem Tod wiederauferstanden ist, macht es jetzt die Natur. Alles erwacht wieder zum Leben – also essen wir viele Wildkräuter oder Spinat. Das Ei ist ein urtümliches Symbol des Lebens und der Fruchtbarkeit und der Hase, der bis zu fünfmal im Jahr werfen kann, hat nun zu der Zeit der Frühjahrsgleiche den ersten Wurf. Die Lämmer wurden meist noch im Winter geboren und werden nun, um die Götter milde zu stimmen und das Land fruchtbar zu machen, geopfert – das Opferlamm.

Beltane – das Liebes- und Freudenfest

Unser Maibaum, der in jedem Dorf am 1. Mai aufgestellt wird, wird zwar vom Pfarrer gesegnet. Aber der lange Stamm, der den roten Kranz an seiner Spitze „durchbohrt“ spricht für sich – Beltane war bei den Kelten ein orgiastisches Fest, das am 5. Vollmond unseres Jahres stattfand und in welchem die körperliche Liebe gefeiert wurde! Ins Heu zu gehen, bedeutete nichts anderes, als nach dem rauschenden Fest mit dem Mann seiner Wahl aufs Feld zu gehen, sich dort der körperlichen Liebe hinzugeben und damit den Boden mit der Fruchtbarkeit zu segnen. Es war ein stellvertretendes Ritual für die Große Göttin und den befruchtenden Sonnengott. Der christlichen Kirche war dieses Fest, das noch lange nach der Christianisierung gefeiert wurde, ein Dorn im Auge. Die heilige Walpurga sollte das verschleiern und der erste Mai, als Tag der Arbeit, half dabei mit es noch mehr zu unterdrücken. Jedoch das Fest des Maibaumes geriet glücklicherweise nicht in Vergessenheit und das Maibaumstehlen und Maibaumklettern bei den jungen Burschen ist auch eine Art des „Balztanzes“.

Mittsommer – der Höhepunkt des Sommers

Nun sind die Tage die längsten des Jahres und die Nächte die kürzesten. Viele Kräuter und Blumen blühen und stehen nun in ihrer vollen Kraft. Aber auch mit Wehmut ist dieses Fest verbunden – die Tage werden nun wieder kürzer, aber auch die große Hitze steht noch bevor. Die Sommersonnenwende wird bei uns am Land noch oft mit großen Feuern gefeiert, denn die Sonne hat nun die größte Kraft und macht alles fruchtbar. Diese Feuer sind auch noch heute ein sehr kraftvolles Bild der Sonne und der Höhepunkt des jungen Sommers. Die christliche Kirche machte aus am 24. Juni einen christlichen Feiertag des heiligen Johannes des Täufers, der an diesem Tag angeblich geboren wurde. Auch das nun blühende Johanniskraut ist nach ihm benannt und sollte nun gesammelt werden.    

Lammas – die Hochsommerfeier

Die Kelten feierten nun das Fest des Brotes, denn das Getreide wurde eingebracht und noch viele andere Feldfrüchte. Lammas wurde am 8. Vollmondes unseres Jahres gefeiert und man nennt es auch noch Schnitterfest oder Kräuterweihe. Der 15. August, also Mariä Himmelfahrt, ist auch bei uns ein Kräuterfest, an dem die Kräuterbuschen gesammelt und geweiht werden. Diese Buschen, die aus 7, 9 oder 33 Kräuter bestehen, wurden dann im späten Herbst und Winter verräuchert, wenn schlechte Zeiten oder Unwetter übers Land zogen. Wenn zu den Raunächsten noch etwas übrig war, war es ein gutes Jahr und der Rest wurde geräuchert. Es ist auch ein Fest des Beendens, denn ab jetzt wird geerntet und die Ernte für den Winter eingebracht. Die christliche Kirche feiert die Vollendung von Maria, also ihre Aufnahme in den Himmel – auch hier wieder ein Ende. Die Römer feierten auch an diesem Tag, und zwar die Göttin Diana, also die Göttin der Jagd. 

Mabon – das Erntedankfest

Mabon fällt auf die Herbstgleiche und ist ein Fest der Dankbarkeit – die Feldfrüchte sind eingebracht und bevor der Winter kommt, ist es an der Zeit dankbar zu sein und Rückschau zu betreiben. Das Erntedankfest hat bei den Christen keinen großen Stellenwert und bis heute kein fixes Datum. Was aber besonders bei uns in den Alpen stattfindet und groß gefeiert wird ist der Almabtrieb – die Kühe und Schafe kommen ins Winterquartier, der Sommer ist vorbei. Bei den Kelten und Germanen war Mabon ein großes Fest, es wurde den Göttern gedankt, getrunken und gegessen und auf einen hoffentlich milden Winter gehofft.

Mit Erntedank geht auch das keltische Jahr dem Ende zu. Viele alten Bräuche können wir noch verwaschen an den heutigen Traditionen erkennen. Es ist wichtig diese zu feiern und nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Wer mit der Natur lebt, erkennt die Sinnhaftigkeit dieser Feste und kann sie entweder heidnisch oder christlich begehen – im Grunde ist es völlig egal, ob wir dem einen Gott huldigen, den alten Göttern oder der Natur – es hängt alles zusammen und Dankbarkeit für die Gaben, die wir erhalten sollte selbstverständlich sein! 

Waldbaden – die tiefe Verbundenheit zur Natur

Waldbaden – die tiefe Verbundenheit zur Natur

Waldbaden – die tiefe Verbundenheit zur Natur
Waldbaden – die tiefe Verbundenheit zur Natur

Ich liebe den Wald! Seit ich im waldreichen Waldviertel wohne und innerhalb weniger Minuten im Wald bin, wird die Faszination immer größer. Meine Gedanken werden ruhiger, ich kann tiefer atmen und fühle eine innere Ruhe, die ich in der Stadt nie fühlen konnte. Fast scheint mein Herzschlag sich auf den des Waldes abzustimmen und er schlägt im Gleichklang. Das Waldbaden ist ein ziemlich neuer Trend aus Asien, der aber im Grunde bei uns nur wiederbelebt werden musste. Denn wir waren hier in Mitteleuropa immer tief verbunden mit dem Wald – ist er doch unser natürlicher Lebensraum!

Die Geschichte des Waldbadens

Der Begriff Waldbaden kommt aus Japan – Shinrin-Yoku in Japanisch – und ist etwas irreführend. Denn es hat nichts mit Bädern oder nur entfernt mit Wasser zu tun. Im Grunde ist es ein sehr achtsamer und langer Spaziergang im Wald, der unser Immunsystem stärken, unser Nervensystem beruhigen und unsere Seele erfreuen soll. In der 80er Jahren begannen Studien in Japan, die die Wirkung des Waldes auf den menschlichen Körper untersuchten und diese kamen zu erstaunlichen Ergebnissen:

  • Die menschlichen Abwehrkräfte werden durch die vermehrte Bildung von Killerzellen gestärkt. Dadurch wird auch die Bildung von Krebszellen gehemmt.
  • Die Atmungsorgane werden durch die Terpene, die im Wald von den Bäumen freigesetzt werden, angeregt und schwere Lungenerkrankungen dadurch vorgebeugt.
  • Der Blutdruck wird gesenkt und dadurch auch die Herzgesundheit gefördert.
  • Chronischer Stress wird vorgebeugt und damit auch Depressionen, Burn-out oder Schlafstörungen.
  • Die grünen Farben des Waldes wirken beruhigend auf unseren Parasympathikus und führen zu einer natürlichen Ruhe.
  • Ein mehrstündiger Spaziergang im Wald wirkt bis zu sieben Tage im Körper noch nach!

Den japanischen Wissenschaftlern können wir es verdanken, dass nun immer mehr Studien zur Gesundheit des Waldes durchgeführt werden. In Japan gibt es sogar einen eigenen Studienzweig und Waldbaden ist eine oft verordnete naturheilkundliche Behandlungsform bei psychischen Problemen, Herzbeschwerden oder Atemwegserkrankungen. Der Trend des Waldbadens hat aber im Grunde nur wiederbelebt, was bei uns schon immer vorhanden war – denn, dass Spaziergänge im Wald gesund sind, wussten schon unsere Vorfahren!

Der Stellenwert des Waldes in Europa

Wie bereits erwähnt ist der Wald unser natürlicher Lebensraum – denn bevor die Römer und später auch die Kelten begannen die Baumriesen abzuholzen, war Europa von Süditalien bis in den Norden Norwegens von Wald bedeckt. Europas Wälder glichen Kathedralen, in denen uralte riesige Buchen eine mystische Waldlandschaft prägten. Heutzutage sind die Bäume unserer Wälder oft nur etwa 100 Jahre alt, aber damals war der Wald alt, mächtig und urtümlich. Die Germanen und Kelten hatten ihre heiligen Haine, Quellen und Bäume – die Dorflinde zeugt noch von dieser alten Verbindung. Jetzt finden wir oft nur noch Fichtenmonokulturen, die von Borkenkäfermassen zerstört werden. Aber der Trend zum Ursprünglichen ist wieder da – immer öfter werden Stimmen laut, die Wälder wieder zu natürlichen Mischwäldern werden zu lassen ohne menschliche Eingriffe. Dabei ist unser Wald Klimaschützer Nummer eins – ein alter Baum kann die Umgebungstemperatur um 3 bis 5 Grad senken! Ich hoffe, dass der Trend des Waldbadens auch hilft die Achtung vor dem Wald wieder zu stärken!

Waldbaden – Übungen und Meditationen

Wer mit offenen Sinnen und achtsam in den Wald geht, kann die gesundheitlichen Auswirkungen genießen und zur Ruhe kommen. Beim Waldbaden helfen auch viele Übungen dabei, den ewig plappernden Verstand zur Ruhe kommen zu lassen und wieder zu sehen – denn wir sehen heutzutage die Wunder der Natur oft leider gar nicht mehr! Ich mache in meinen Gehmeditationen im Wald gerne folgende Übungen:

  • Verwurzelung: am besten barfuß die eigenen energetischen Wurzeln in den Boden wachsen lassen.
  • Sinne öffnen: sehen, hören, riechen, schmecken und spüren der Umgebung macht uns achtsamer.
  • Baumübung: in Zwiesprache mit den Bäumen kommen, ihre Kraft erspüren und sich mit ihnen verbinden.

Das und mehr macht Waldbaden aus. Es ist eben nicht nur der tägliche Spaziergang, sondern die offene Neugier, die lautlose Erforschung und der ruhige Gang auf Waldwegen. Wir können schnell durch den Wald hetzen und aus der Kür Pflicht machen oder uns öffnen für die Wunder der Natur.

Geschenke der Hochsensibilität

Geschenke der Hochsensibilität

Geschenke der Hochsensibilität
Geschenke der Hochsensibilität

Bereits als Kind habe ich mich immer anders gefühlt, als alle anderen. Während die meisten meiner Schulkollegen es liebten laut ihre Launen heraus zu posaunen, mit ihren Geschichten anzugeben oder einfach nur andere zu ärgern, war ich oft schüchtern und liebte es meine Ruhe zu haben und zu lesen. Damals habe ich das nicht verstanden und ich konnte meine Zurückhaltung nur dann überwinden, wenn etwas Ungerechtes geschah – so war ich auch immer die einzige in der Klasse, die sich mit sadistischen Lehrern anlegte und versuchte ihr Treiben zu beenden. Die Kollegen, die sonst immer so laut und unbeherrscht waren, haben dann immer schön ihren Mund gehalten. Lange habe ich mein Verhalten nicht verstanden und war oft ein Außenseiter. Ich fühlte mich immer klein, dünnhäutig und unsichtbar – aber als ich vor ein paar Jahren zufällig auf den Begriff Hochsensibilität stieß und der Test dazu fast 100 Prozent bestätigte, konnte ich mich endlich einordnen. Heute weiß ich was für ein Geschenk meine gesteigerte Sensibilität ist, aber als Kind und noch schlimmer als Jugendliche litt ich darunter sehr.

Anzeichen einer Hochsensibilität

Genauso wie jeder Mensch anders ist, ist es auch bei Hochsensiblen. Keiner gleicht dem anderen – dennoch gibt es einige Anzeichen für Hochsensibilität, die häufig auftreten und die auch Eltern bei ihren Kindern erkennen sollten um ihnen früh den Mut und das Selbstvertrauen zu geben, das sie so dringend benötigen!

  • Unwohlsein in großem Menschenansammlungen. Das Gefühl von zu vielen Eindrücken regelrecht erdrückt zu werden. Das Bedürfnis alleine zu sein um wieder Kraft zu tanken.
  • Geräusch-, Licht- oder/und Geruchsempfindlichkeit. Schreckhaftigkeit.
  • Starke intensive Gefühlswelt, die von Büchern, Filmen oder Musikstücken sehr stark beeindruckt werden kann.
  • Probleme bei der Abgrenzung fremder Gefühle. Ein Gefühl des Ausgelaugtseins, wenn man unter Menschen mit starken Gefühlsschwankungen ist.
  • Starker Gerechtigkeitssinn.
  • Verabscheuung von Gewalt.
  • Kinder und Tiere werden besonders gerne gemocht und man kann sich gut in sie hineinfühlen.
  • Hohe Empathie – man kann die Gefühle anderer gut erkennen und oft auch selbst mitfühlen. Guter Zuhörer.
  • Große Verbundenheit mit der Natur.
  • Intensives und vielschichtiges Traumleben.
  • Suche nach dem Sinn des Lebens. Spiritualität ist sehr wichtig.
  • Überforderung im Alltag bei Stress im Job oder in der Familie. Andererseits große Ruhe in wirklich dramatischen Situationen.
  • Gutes Gefühl für Farben, Klänge und Formen.

Gute Hilfen im Alltag bei Hochsensibilität

Im Alltag kann es wichtig sein, sich besser abzugrenzen und seine empfindsame Seele zu schützen. Auch wenn das oft nicht auf Verständnis stößt, müssen wir uns doch darüber bewusst sein, dass wir uns sonst über Gebühr verausgaben, krank werden können oder schlimmstenfalls im Burnout oder in Depressionen landen. Damit das nicht geschieht, gibt es ein paar Tricks bei Hochsensibilität, die mir sehr gut helfen.

Ohne Selbstakzeptanz und Selbstliebe funktioniert es nicht – hör auf, dir darüber Gedanken zu machen, dass du anders bist und dich dafür zu schämen! Du bist besonders so wie du bist und mit deiner starken Sensibilität bist du ein riesiges Geschenk für diese Gesellschaft! Um das zu erreichen ist es wichtig die eigenen Gefühle zuzulassen und nicht zu unterdrücken. Wer auf seinen Bauch hört und ihm gestattet auch unangenehme Gefühle auszudrücken, ohne dass diese verdrängt werden, wird stärker und selbstsicherer werden. Über das Bauchgefühl habe ich bereits hier geschrieben.

Vertrauen in die eigene Wahrnehmung ist ebenfalls ein wichtiger Schritt. Wenn man jemanden kennenlernt und hat dabei ein schlechtes Gefühl – das stimmt immer! Ich kenne das zu Genüge – man lernt jemanden kennen, mag ihn auf den ersten Blick nicht, lernt ihn näher kennen, denkt man hätte sich geirrt, und dann, wenn man sein Herz ganz offen hat wird man bitter enttäuscht. Die eigene Wahrnehmung ist richtig und wahrhaftig – glaub daran und vertraue darauf!

Abgrenzung und die Schaffung eines Schutzmantels ist unerlässlich – der eigene Kraftort im Wald, auf einer Wiese oder in einer Bibliothek kann helfen, wieder zur Ruhe zu kommen. Nimm dir Zeit für dich, grenze dich ab, sage nein und schau, dass du immer in deiner Kraft bleibst. Das geht nur mit Pausen, mit Rückzug und mit kurzzeitiger Isolation. Meine Familie weiß inzwischen, wann es mir zu viel wird, und dann geben sie mir (meistens) die Möglichkeit alleine zu sein. Das ist dein Recht – nimm es dir!

Nimm dir Zeit für deinen Körper und achte auf seine Signale. Jede Krankheit hat eine Botschaft, jedes Unwohlsein will dir etwas sagen und oft werden wir krank, weil wir uns zu sehr verausgabt haben. Wenn ich überreizt bin, dann bin ich schlecht drauf, habe Hitzewallungen oder Schüttelfrost, werde immer hektischer in meinem Tun und bekomme Magenschmerzen. Wer seine eigenen Signale einer Reizüberflutung kennt, kann sofort gegensteuern und sich zurückziehen, bevor er krank wird. Bei Hochsensibilität benutzt der Körper oft Krankheit als letzten Weg, um endlich Ruhe zu bekommen, damit auch die Seele durchatmen kann!

Der Schatz der Hochsensibilität

Vieles klingt danach einfach nur eine Mimose zu sein. Nicht stark genug für die Welt – man hört oft: jetzt reiß dich endlich zusammen, hör auf zu flennen, du musst stärker sein und es kann doch nicht sein, dass du wegen der paar Menschen so nervös bist. Aber das ist nur eine Seite der Medaille – der Schatz, der dahinterliegt, ist es wert geborgen zu werden. Man betritt einen Raum und weiß ganz genau, welche Stimmung herrscht. Man sieht in die Augen eines Menschen und weiß, ob er dir guttut oder nicht. Man tröstet jemanden, der am Boden ist und findet die richtigen Worte. Hier kratze ich nur an der Oberfläche, aber bei Hochsensibilität ist der betroffene Mensch eine Bereicherung. Er ist empathisch, kann Stimmungen erkennen, sieht unter die Oberfläche, hat ein gutes Gespür für Malerei, Musik oder für Texte. Der hochsensible Mensch ist ein Künstler – jeder hat eine andere Begabung. Diesen Schatz zu heben ist das Wertvollste bei Hochsensibilität.

Ich habe lange gebraucht es zu erkennen, aber wir sind etwas Besonderes. Wir erkennen, dass dieser ganze Stress, der Konsum, die Ausbeutung der Erde und der darauf lebenden Menschen nicht richtig ist. Wir sind leise, aber viele – bis zu 20 Prozent der Menschheit ist hochsensibel! Wenn wir aufhören uns dafür zu schämen, wenn wir aufstehen und dazu stehen wie wir sind und wenn wir andere ermutigen es auch zu tun, können wir diese Erde zu etwas Besserem und Schönerem machen. Im Laufe der Geschichte gab es immer sensible Künstler, die uns alle berührten. Ich traue mich zu behaupten, auch sie waren hochsensibel. Mut haben, Grenzen setzen und zu sich selbst stehen – das wünsche ich euch!

Buchbesprechung: Räuchern für die Seele

Buchbesprechung: Räuchern für die Seele

Der Mankau-Verlag hat mir das neueste Werk zum Thema Räuchern und zwar „Räuchern für die Seele“ von Annemarie Zobernig zur Verfügung gestellt, und da wir uns mitten in den Raunächten, also den intensivsten Räuchertagen des Jahres, befinden, ist es natürlich besonders interessant. Das liebevoll gestaltete handliche Büchlein ist kompakt mit allen Basics ausgestattet, das für Beginner wichtig ist. Darüber hinaus können sich auch alte Hasen viele neue Tipps und Anregungen finden, denn Annemarie Zobernig hat das Räuchern ins neue Jahrtausend geholt und zeigt anschaulich, dass dieser alte Brauch aktueller ist denn je!

Die Geschichte des Räucherns

Ab dem Zeitpunkt als der Mensch das Feuer beherrschen konnte, räuchert er. Sei es aus medizinischen, spirituellen oder reinigenden Gründen – die Verwendung des Rauchs geht von der Steinzeit, über die Hochkulturen und die Antike, das Mittelalter und bis heute. Annemarie Zobernig zieht einen anschaulichen Bogen durch die Geschichte des Räucherns und fasziniert mit kleinen Anregungen – selbstgemachte Räucherstäbchen, die Heldenreise im Leser oder der Bau eines eigenen Tempels. Besonders der Kraft der Bäume wird viel Platz eingeräumt und die alten Kelten und Germanen dürfen mit ihren Mythen wiederauferstehen.

Die Indigo-Methode des Räucherns

Heutzutage erinnern sich wieder viele an die alten Bräuche oder hören sie von ihren Großeltern. Schöne Erinnerungen an die Weihrauchdüfte in der Kirche werden wach und oft möchte man auch selbst zum Räucherwerk greifen. Doch wie geht man es am besten an? Die Indigo-Methode, die die Buchautorin entwickelt hat, verbindet altes mit neuem Wissen und zieht die vier Elemente in das Räuchern mit ein. Achtsam zu räuchern, bedeutet ein Ritual zu vollziehen um mithilfe der zu räuchernden Pflanzen eine Wandlung zu vollziehen – sei es in Räumen oder im Menschen selbst. Damit das auch eine hohe Wirkung hat, bekommt man eine leicht verständliche Anleitung in drei Schritten: reinigen, harmonisieren und aufbauen. In Verbindung mit den richtigen Festen – wie zum Beispiel den Raunächten – wird das Räuchern so zum energie- und kraftvollen Ereignis, das die Seele erfreut.

Pflanzen, Bäume und Harze zum Räuchern

Wunderschön illustriert ist die Zusammenstellung der unterschiedlichsten Pflanzen, Harze, Rinden und Blüten zum Räuchern. Neben der Kurzbeschreibung gefallen auch die energetische Wirkung und der Effekt auf Mensch, Haus und Tier. Dabei bemerkt man, dass man fürs Räuchern keine exotischen Pflanzen oder Harze aus Afrika oder Südamerika importieren muss. Direkt auf unseren Wiesen und in unseren Wäldern finden wir alles, was wir zum Räuchern benötigen. Auch hier wird man wieder wunderschön angesprochen von den Seelenfunken der Autorin – kleine Meditationstipps oder Spiele lockern das Buch auf und man nähert sich dem Thema auf spielerische Art und Weise. Die äußeren Klappenseiten runden das Buch sehr schön ab – das Räucherritual wird in Verbindung mit den Elementen, dem Rhythmus der Natur und im Gleichgewicht der männlichen und weiblichen Energie dargestellt und fasst die energetische Wirkung des Vorgangs auf wunderbare Weise zusammen!

Klare Leseempfehlung!  

Dem Schatten in die Augen schauen

Dem Schatten in die Augen schauen

Dem Schatten in die Augen schauen
Dem Schatten in die Augen schauen

Die Schattenarbeit ist eines meiner Herzensthemen und ich habe sie bereits in diesem Artikel vorgestellt. Also sich selbst als Ganzes akzeptieren – mit allen schönen und hässlichen Seiten, die wir haben. Denn nur, wenn wir ganz sind, können wir auch als heile Seele existieren. Wie sagte Carl Gustav Jung? Ich will lieber ganz sein als gut! Und das ist auch wichtig, denn diese Eigenschaften, die wir gerne in den Schatten drängen, manifestieren sich irgendwann im Körper und werden chronische Erkrankungen hervorrufen. Außerdem hat der Schatten die unangenehme Eigenschaft immer dann an die Oberfläche zu kommen, wenn wir es ganz sicher nicht wollen – den Freud’schen Versprecher kennt wohl jeder!

Die Freiheit im Schatten finden

Wir wachsen in der Gewissheit auf, dass wir alle frei sind zu tun, was wir wollen. Dass die Demokratie die Würde jedes einzelnen Menschen schützt und ihm die Freiheit zugesteht sein Leben zu verwirklichen. Aber sind wir wirklich frei? Wie können wir jemals frei sein, wenn wir es uns nicht zugestehen wütend, gierig oder gemein zu sein? Wenn wir diese Eigenschaften an uns nicht mögen und in den Schatten drängen, können wir niemals frei sein – denn nur wer den Mut hat und die Verantwortung trägt seine Eigenschaften auszuleben oder auch nicht in vollem Bewusstsein, nur der kann völlig frei sein!

Das Gleichgewicht von Licht und Schatten

Jeder weiß es gibt keinen Schatten ohne Licht und das Licht ist immer stärker, denn der Schatten braucht das Licht! Und genauso können wir mutig und selbstbewusst unsere Schatten hervorholen und ihn mit Licht beleuchten – also ihm ganz ins Gesicht blicken. Wir brauchen keine Angst vor uns selbst haben, denn das Licht – also eigentlich die Liebe – ist immer stärker. Und genauso können wir ihn integrieren: liebe dich selbst und erkenne deinen Schatten und werde ganz. Es wird nicht funktionieren positive Affirmationen über das Dunkle zu stülpen und zu hoffen, dass sie wahr werden. Es wäre ja genauso dumm sich einfach nur zu parfümieren, wenn wir stinken und nicht zu waschen!

Jeder kennt das Symbol von Yin und Yang – und genauso sind wir auch zusammengesetzt! Wir sind duale Wesen, die nie nur gut, schön und licht sind – manchmal sind wir bösartig, hässlich oder einfach nur gemein. Oft brauchen wir diese Eigenschaften um uns zu wehren oder einen Standpunkt zu setzen. Im Schatten ist so viel Kraft – erkennen wir ihn, erlösen wir ihn und wir werden über diese Kraft verfügen können.

Hinter dem Schatten

Jeder Schatten entsteht einmal – und es ist auch sehr interessant zu schauen, wann er denn entstanden ist. Wenn wir auf die Welt kommen, existiert für uns nur das Ich. Alles ist eins, wir fühlen uns eins mit unserer Mutter und unsere Bedürfnisse bestimmen das ganze Leben. Je älter wir werden, desto mehr rückt das Du in den Vordergrund und wir erkennen, dass unsere Mutter ein eigenes Wesen mit eigenen Bedürfnissen ist. Immer mehr Menschen kommen in unser Leben und geben uns Rückmeldungen auf unser Verhalten. Wir erkennen, dass manche Eigenschaften mehr von den anderen gemocht werden, als andere – und dabei rücken diese in den Schatten. Er entsteht in unserer Kindheit und je älter wir werden, desto starrer und kleiner wird der Spielraum unserer akzeptierten Eigenschaften.

Wer das erkennt und sich einen Schattenanteil nach dem anderen wieder zurückholt, wird erkennen wie freier und beweglicher das Leben wieder wird. Wir reagieren wieder anders auf Ereignisse und erschaffen uns ein völlig neues Leben – ein selbstbestimmtes Leben, in dem ICH entscheide was ich von mir zeige, nicht der erhobene moralische Zeigefinger! Dabei werden wir mutig, selbstbewusst und ganz – wir merken, dass wir unsere Wahrheit erkennen und ausleben. Wer den Schatten beleuchtet hat wieder die Macht über sein Leben zurückgeholt und ist nicht mehr Spielball des kleinen Egos, das nur zu gerne auf unserer Schulter sitzt und uns kleinhält!

Schuld und Verantwortung

Schuld und Verantwortung

Schuld und Verantwortung
Schuld und Verantwortung

Diese Woche unterbreche in meine Reihe über Heilsteine für ein Thema, das mir ganz plötzlich in dieser starken Vollmondenergie letzte Woche in den Sinn gekommen ist: warum wollen wir Menschen so ungern Verantwortung übernehmen und warum fühlen wir uns ständig schuldig? Das fängt im Kleinen an – denn wenn die Toilette versaut ist, wollen wir, dass derjenige, der schuld ist, diese Sauerei auch beseitigt, also Verantwortung dafür übernimmt. Geht weiter in die Arbeitswelt, in der wir ständig Ausreden suchen, dass wir an den eigenen Fehlern nicht schuld sind, denn die Arbeitsanweisung war zu unkonkret – ergo wollen wir, dass unser Vorgesetzter dafür Verantwortung übernimmt. Und endet in der Politik, in der die beiden Parteien, die in der zweiten Republik fast durchgängig das Sagen hatten, am lautesten nach den Schuldigen suchen – denn Verantwortung für die Schulden (sic!), die Arbeitslosigkeit, die Wirtschaftsflaute, etc. will keiner übernehmen!

Unterschied zwischen Schuld und Verantwortung

Ich habe gelesen, dass Schuld und Verantwortung zwei Seiten derselben Medaille sind, und viele die beiden gar nicht unterscheiden können. Denn wer schuld ist, soll dafür gefälligst auch Verantwortung übernehmen. Aber so einfach ist das nicht – denn die Schuld macht uns passiv, stempelt uns als Opfer ab und hilft uns wenig die Situation zu verändern. Wenn ich meinem Partner vorwerfe die Ehe zerstört zu haben, ist das vielleicht kurzzeitig befreiend, aber hilft mir das, wenn ich der Scheidung ins Auge blicke? Hilft mir die Schuldzuweisung ein glückliches Leben zu führen? Bringt es mir etwas, mein Kind anzuschreien, weil es zum wiederholten Mal das Glas mit dem picksüßen Saft umgeschmissen hat? Denn letztendlich wird mein vierjähriges (oder auch älteres Kind) die Sauerei nicht befriedigend entfernen können – der ganze Boden wird kleben. Also muss dafür jemand Verantwortung übernehmen – die Ehefrau muss Verantwortung für ihr eigenes Leben übernehmen, es aktiv gestalten und aus der Scheidung das beste machen. Und ich werde am Boden herumkriechen und den Saft wegwischen – weil es meine Verantwortung ist, das Haus sauber zu halten – nicht meines Kindes! Es bringt nichts nach Schuldigen zu suchen, wenn ich alleine der bin, der dafür Verantwortung übernehmen muss!

Hinaus aus der Schuld hinein in die Verantwortung

Wenn ich über das Thema Schuld und Verantwortung schreibe, weiß ich ganz genau, wie es sicher 99% der Leser geht – sobald mir ein Missgeschick passiert, ich einen Fehler mache oder sich wieder irgendeine Familien-Katastrophe anbahnt sind meine ersten Gedanken: und wer ist wieder schuld? Und ich muss wieder alles ausbaden! Wie ich das hasse! Die anderen sollen auch mal! Kann mir das denn keiner abnehmen?

Tja in dieser Vollmondnacht, in der mein Schlaf, ich muss es zugeben, mehr als dürftig war, kam es mir wie Blitz: übernimm endlich Verantwortung für dein verdammtes Leben! Nimm es in die Hand, nimm es in Freude an und freue dich, dass du dein Leben aktiv gestalten kannst! Das kann dir keiner abnehmen! Und auch wenn ich mich ärgere, dass sich andere immer aus der Affäre ziehen, und nie Verantwortung nehmen, muss ich doch etwas schadenfroh sagen: dafür gestalten diese Menschen ihr Leben auch nicht aktiv, sondern lassen sich einfach treiben! Diese Menschen sind immer Opfer, immer sind die anderen schuld. Ihr Jammern begleitet sie den ganzen Tag, die ganze Welt ist verantwortlich für ihr Wohlergehen und ihr Scheitern ist nie ihre Schuld. Man sollte diese Menschen so weit als möglich aus seinem Leben verbannen! Denn zum Sündenbock muss sich keiner machen lassen! Und Verantwortung für ein anderes Leben übernehmen, muss nur die Mutter und der Vater eines kleinen Kindes, bis es das alleine kann!

Wege in die Freiheit

Ver-antwort-ung übernehmen befähigt uns dazu Antworten zu finden auf Fragen wie: wie kann ich mein Leben gestalten? Was muss ich tun um meine Wünsche, Träume und Pläne umzusetzen? Wie kann ich andere unterstützen, indem ich mir der Verantwortung, die ich trage, bewusst werde und diese in Freude trage? Wie kann ich ein Vorbild sein für meine Kinder, indem ich ihnen zeige, dass niemand Opfer des Schicksals ist? Wie kann ich das Leben auf diesem wundervollen Planeten schöner gestalten? Wie gehe ich in die Freiheit?

Ich werde mit der starken Vollmondenergie vom 12. November in meine verantwortungsvolle Freiheit gehen und nicht mehr hadern damit, dass alle immer von mir wissen wollen, was getan werden muss. Ich werde dieser Verantwortung mit Stolz tragen, denn es zeigt mir, dass mir andere vertrauen und ich anscheinend weiß wo es lang geht 😊. Starten wir ein Experiment: ein Monat lang werden wir in Freude Verantwortung übernehmen: für unsere Familie, unsere Arbeit und für das eigene Leben – wie geht es uns in einem Monat? Ich bin gespannt…

Freiheit bedeutet Verantwortlichkeit; das ist der Grund, weshalb die meisten Menschen sich vor ihr fürchten.“ George Bernard Shaw

Die Kraft der Erdung

Die Kraft der Erdung

Die Kraft der Erdung
Die Kraft der Erdung

Manche Dinge sind für mich so selbstverständlich, dass ich gar nicht daran denke sie zu empfehlen. Aber manchmal bin ich festgefahren in meinen Pflichten, hänge völlig in der Luft und bin nicht mehr in meiner Kraft. Es dauert dann einige Zeit, bis ich mich wieder daran erinnere, was eigentlich jedes Kind ganz selbstverständlich macht, indem es barfuß läuft oder in der Wiese liegt: die Kraft der Erdung in sich spüren!

Die Erdung und die Verbindung zur Natur

Energetisch sind alle Lebewesen der Erde mit ihr als Lebensspenderin verbunden. Aus der Erde beziehen wir unseren Lebensraum, unsere Nahrung, unser Wasser und unsere Luft. Aber nicht nur die Materiellen Dinge, die wir auch be-greifen können haben ihren Ursprung auf unserer Erde. Unser Planet hat eine ur-eigene Frequenz, die durch alles Leben strömt. Besonders heutzutage, in einer Zeit der vielen Frequenzen und Schwingungen, die von den Geräten des täglichen Lebens auf uns einströmen, ist es wichtig, sich wieder auf die Urfrequenz des Lebens zu besinnen. Das geschieht durch eine bewusste (aber auch unbewusste) Verbindung mit der Erde, die durch Übungen zur Erdung untermauert werden kann.

Wie funktioniert die Erdung

Im Grunde kann sich jeder Mensch ganz einfach und gänzlich unbewusst erden, indem er barfuß auf der Wiese, im Wald oder am Strand läuft. Oder einfach ein Picknick auf einer Wiese macht. Oder zelten geht und am Erdboden schläft. Auch das Trinken aus einer natürlichen Quelle im Wald erdet auf eine ganz eigene Art, wie auch wandern generell, auch wenn es nicht barfuß ist. Das alles sind wunderbare Dinge, die man in der Natur macht und sich dabei die Kraft der Erde ganz automatisch holt.

Besonders das barfuß-laufen hat noch ganz andere Wirkungen auf uns: die Fußreflexzonen, die den Körper in seiner Ganzheit an der Fußsohle darstellen, werden durch das Gehen ohne Schuhe massiert und angeregt. Dadurch können einerseits Beschwerden am Bewegungsapparat oder an den Organen gelindert werden. Aber auch die ganze Haltung wird durch barfuß-laufen verbessert und Kreuzschmerzen gelindert.

Meditative Übungen zur Erdung

Zum Schluss möchte ich noch zwei ganz bewusste Übungen zur Erdung beschreiben, die einerseits viel Kraft und Energie geben können, andererseits aber wieder Ruhe und Leichtigkeit ins Leben lassen:

  • Man stellt sich barfuß auf eine Wiese oder auf einen ebenen Waldweg. Dann schließt man die Augen und öffnet die anderen Sinne für die Umgebung. Man lauscht den Tieren und den Pflanzen, spürt wie der Wind den Körper streichelt, riecht und schmeckt die ganze Umgebung in seiner Frische. Dann stellt man sich vor wie aus den Fußsohlen Wurzeln in die Erde wachsen, sie werden immer länger und reichen tiefer ins Erdreich. Man stellt sich vor, wie die Wurzeln die kühle Erde durchdringen und Steinen ausweichen. Wenn man seine Wurzeln schön tief ins Erdreich gegraben hat, holt man sich daraus Kraft aus der Erde, unsere Lebensspenderin. Man spürt wie die Energie alle Zellen des Körpers durchströmen und nimmt sie in sich auf. Sobald man sich wieder stark und in seiner Kraft fühlt, dankt man der Erde und kann langsam seine Wurzeln wieder in die Füße einziehen. Gestärkt und erholt kann man seine Füße wieder bewegen.
  • Diese Übungen macht man am besten im Wald, aber auch eine bewaldete Wiese, auf der man seine Ruhe hat, funktioniert! Man sucht sich einen schönen Baum aus, der einen anspricht. Dann setzt oder stellt man sich an den Stamm und schließt wieder die Augen. Wieder beginnt man damit, die anderen Sinne für die Umgebung zu öffnen. Was hört man? Was spürt man? Was schmeckt oder riecht man? Dann öffnet man sich für das Lebewesen Baum, das man an seinem Rücken spürt und versucht die Kraft zu spüren, die durch ihn fließt. In Liebe bittet man den Baum etwas seiner Kraft abzweigen zu dürfen, die er aus seinen Wurzeln holt. Oft spürt man eine starke energetische Verbindung zum Baum und kann die ganz eigene Schwingung spüren. Sobald man sich gestärkt und erholt fühlt, dankt man dem Baum und bewegt sich wieder langsam.
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