Jetzt im Mai treiben die Bäume wieder voll aus und auch die Fichten bekommen ihre hellgrünen neuen Triebe – bei uns in Österreich auch Maiwipferl genannt. Durch die Sonne, die längeren Tage und das milde Frühlingswetter stehen die Fichten im Saft und ihre enorme Kraft findet sich in diesen grünen Trieben wieder. Außerdem sind sie vollgepackt mit ätherischen Ölen und helfen aus diesem Grund gut gegen Husten, Schnupfen und Halsschmerzen. Schon seit jeher wird im Frühjahr der Maiwipferlsirup für den nächsten Herbst und Winter angesetzt – das ist ganz einfach und ist sehr gesund!
Die Fichte
Die Fichte ist bei uns in Österreich ein weit verbreiteter Nadelbaum, denn sie wächst schnell und ihr Holz kann sehr gut weiterverarbeitet werden. Ihre Nadeln wirken antiseptisch und antibakteriell. Durch den hohen Gehalt an ätherischen Ölen und Terpentinöl wird sie vornehmlich bei Atemwegserkrankungen eingesetzt. Aber auch bei Gelenksbeschwerden, Rheuma oder Muskelbeschwerden kann die Fichte verwendet werden – z.B. als Tinktur aus den jungen Trieben. Ihre bekannteste Wirkung ist aber natürlich im sogenannten Maiwipferlsirup, der gut schmeckt und sehr gut hilft!
DIY – Maiwipferlsirup
Die kleinen hellgrünen Triebe der Fichte werden am besten an einem sonnigen und warmen Tag gesammelt. Bitte von jedem Baum nur eine kleine Anzahl sammeln, damit man ihm nicht schadet und er trotzdem gesund weiterwachsen kann! Dann braucht man noch ein Glas mit Deckel und Zucker.
Die gesammelten Maiwipferl ausschütteln um eventuelle Insekten zu entfernen.
Das Glas auswaschen und mit kochendem Wasser sterilisieren.
Dann eine ca. 1 bis 2cm hohen Schicht Zucker (ich nehme den braunen Rohrzucker) ins Glas füllen, darüber eine Schicht Maiwipferl, dann wieder Zucker und so weiter bis das Glas voll ist. Die letzte Schicht muss Zucker sein und alle Triebe müssen voll bedeckt sein, damit nichts schimmeln kann!
Dann für etwa 8 Wochen an einen kühlen Ort stellen, der eine gleichbleibende Temperatur hat, z.B. in den Keller. Früher hat man die Gläser vergraben, damit das Klima immer gleichbleibt.
Nach den 8 Wochen den nun daraus entstandenen Maiwipferlsirup über ein feinmaschiges Sieb abseihen und in dunkle Flasche füllen.
Bei Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen nimmt ein Erwachsener je nach Bedarf einen Esslöffel voll, ein Kind einen Teelöffel. Will man eine Tinktur zum Einreiben herstellen, legt man die jungen Fichtentriebe in Alkohol ein und lässt diese etwa vier Wochen an einem dunklen Ort stehen, immer wieder schütteln!
Nun wachsen überall die Wildkräuter und Brennnessel, Löwenzahn, Sauerampfer, Giersch und Spitzwegerich sind allerorts zu sammeln. Der Spitzwegerich blüht noch nicht und hat alle Kraft im Kraut, also kann man zurzeit gut einen Spitzwegerich-Sirup für die Erkältungszeit im Herbst und Winter ansetzen. Der Sirup kann bei Husten, Schnupfen und Heiserkeit eingenommen werden. Besonders Kinder lieben den milden und süßen Geschmack und man muss nicht diskutieren, damit der Saft eingenommen wird – ganz im Gegenteil, meine Kleine meint oft sie hat Husten, damit sie den Sirup bekommt 😉
Der Spitzwegerich
Jeder kennt Spitzwegerich – er wächst mit seinen lanzettenförmigen Blättern auf allen Wiesen und Wegen. Selbst wenn man darauf tritt, richtet er sich wieder auf und ist nicht umzubringen. Er wirkt antibakteriell, schleimlösend und entzündungshemmend. Die Blätter schmecken auch gut im Wildkräutersalat, ganz leicht nach Pilzen. Wer in der Natur von einem Insekt gestochen wurde oder in Brennnessel gegriffen hat, kann ein Blatt Spitzwegerich darüber rollen, bis der Saft austritt – er beruhigt die Hautreizung sofort. Die Samen des Wildkrauts können ähnlich wie Leinsamen eingenommen werden und regulieren die Verdauung.
DIY – Spitzwegerich-Sirup
Man benötigt nicht viel für den Sirup – nur ein etwas größeres Glas mit Schraubverschluss (Gurkenglas), etwa zwei Handvoll Spitzwegerichblätter und braunen Rohrzucker:
An einem klaren und trockenen Tag (am besten vormittags) junge Spitzwegerichblätter sammeln und ausschütteln, damit alle Tierchen fliehen können. Bitte darauf achten, dass die Sammelstelle an keinem Hundeklo ist!
Das Schraubglas entweder auskochen zum Sterilisieren oder mit Alkohol auswischen.
In das Glas eine etwa ein bis zwei Zentimeter hohe Schicht Zucker geben, darauf die etwas zerkleinerten Spitzwegerichblätter (etwa genauso hoch und gut andrücken), dann wieder Zucker und so weiter bis das Glas voll ist. Die letzte Schicht sollte Zucker sein.
Gut drücken und schauen, dass alle Blätter mit Zucker bedeckt sind.
Das Glas am besten entweder im Dunkeln (Keller oder ein dunkles Zimmer) aufstellen oder in Erde eingraben. Dafür etwa zur Hälfte in die Erde setzen an einer schattigen Stelle.
Es dauert etwa 6 bis 8 Wochen, dass sich der Zucker aufgelöst hat und der Sirup entstanden ist.
Sollte nicht alles flüssig sein, in einem Wasserbad erwärmen und dann durch ein Tuch seihen – fertig.
Der Sirup kann bei Husten löffelweise eingenommen werden und sollte an einem dunklen Ort gelagert werden. Gutes Gelingen!
Heute möchte ich etwas über eines meiner Lieblingsgewürze sprechen – den Ingwer. Woher diese hoch wirksame und schmackhafte Wurzel stammt, ist nicht eindeutig klar, es wird aber der asiatische Raum vermutet. In China und Indien wird Ingwer bereits seit über 4.000 Jahren kultiviert und besitzt in diesen Ländern eine weite Verbreitung in der medizinischen Anwendung. Auch Hildegard von Bingen empfahl Ingwer schon im 9. Jahrhundert als stärkendes Mittel und bei Verdauungsbeschwerden oder Gicht. Laut TCM wirkt er wärmend und ist besonders in den Wintermonaten empfehlenswert – aber auch im Sommer kann man eine schmackhafte Limonade aus Ingwer zubereiten!
Kurzbeschreibung von Ingwer
Die ausdauernde und schilfartige Pflanze erreicht eine Höhe von bis zu 1,5 Metern und wächst in einem warmen und feuchten Klima. Dabei kann das Kraut bis zu einer Seehöhe von 1.500 Metern wachsen. Ingwer ist im asiatischen Raum, in Australien, Afrika, Frankreich und Südamerika verbreitet. Man kann ihn sehr gut selbst aus den Wurzelstöcken ziehen – im Frühjahr oder Herbst werden die Wurzelabschnitte etwa 10 Zentimeter tief in die Erde eingegraben und diese benötigen dann etwa 8 bis 10 Monate bis sie erntefertig sind. Die Pflanze benötigt viel Wasser und auch eine schützende Mulchschicht wird gerne angenommen.
Verwendung von Ingwer
Verwendet wird die frische oder getrocknete Wurzel, am besten in Bio-Qualität. Frisch ist die Wirksamkeit um einiges höher. Man kann Ingwer geschnitten im heißen Wasser wie Tee ziehen lassen, einen frisch gepressten Wurzelsaft im Entsafter herstellen oder auch eine alkoholische Tinktur ansetzen. Der Ingwersaft kann auch äußerlich bei Brandwunden oder Hautinfektionen verwendet werden, da er antibakteriell und antifugal wirkt. Die interessanteste Verwendungsmöglichkeit ist natürlich im Essen – man kann die Wurzel in vielen süßen wie auch pikanten Gerichten verwenden, verleiht dabei dem Gericht eine angenehme Schärfe und hat nebenbei die Wirkung des Ingwers täglich in der Nahrung. Kandierter Ingwer kann bei Halsschmerzen wie ein Hustenbonbon gelutscht werden. Hier habe ich auch über ein hochwirksames pflanzliches Antibiotikum geschrieben, dessen Hautbestandteil ebenfalls der Ingwer ist: Meistertonikum.
Wirkung von Ingwer
Die traditionelle Anwendung ist natürlich bei Erkältungen oder Grippe: eine heiße Limonade mit Zitrone, Ingwer und Honig ist nicht nur sehr schmackhaft, sondern auch sehr wirksam, da es Hitze in den Körper bringt. Aber auch bei Übelkeit und Verdauungsbeschwerden kann Ingwer verwendet werden. Ingwer ist antibakteriell, schleimlösend, schweißtreibend, entgiftend und entzündungshemmend. Bei Infektionen mit Escherichia coli, Helicobacter pylori, Listerien, Salmonellen, Staphylococcen, Candida und Hepatitis kann Ingwer verstärkend eingenommen werden. Dabei kommt nämlich die wichtigste Eigenschaft zum Tragen: er wirkt erweiternd auf die Blutgefäße, regt den Kreislauf an und dadurch sind andere Kräuter wirksamer. Ingwer ist genauso gut schmerzstillend wie Ibuprofen und wirkt wie ein Codein-Sirup gegen Husten. Auch die Darmflora wird positiv beeinflusst und die Toxizität von Giften wie Schwermetallen verringert. Ein wunderbares natürliches Antibiotikum, das am besten täglich verwendet wird!
Ich möchte mit einer neuen Reihe beginnen und ich werde euch natürliche Antibiotika vorstellen. Das Tolle an diesen Pflanzen und Naturmitteln ist, dass Bakterien dagegen keine Resistenzen entwickeln können, wie es leider bereits bei fast allen verfügbaren Antibiotika mittlerweile der Fall ist. Das Penicillin wurde vor 100 Jahren entdeckt und die Angst vor Infektionskrankheiten ist damit verschwunden – leider sterben heutzutage wieder bis zu 5.000 Menschen alleine in Österreich jährlich an multiresistenten Keimen in Krankenhäusern!
Kurzbeschreibung der Wacholder
Der Wacholderstrauch ist in der nördlichen Hemisphäre verbreitet und wächst bis zu einer Seehöhe von 4.000 Metern. Früher fand man die immergrüne Pflanze in fast allen Hausgärten, vereinte sie doch eine ganze Hausapotheke in sich. Da sie sehr langsam wächst und die Beeren drei Jahre benötigen, bis sie erntereif sind, wird sie heute leider nicht mehr oft angebaut. Der aufrechte Strauch kann eine Höhe von bis zu 18 Metern erreichen und hat eine rotbraune bis graue Rinde. Die Nadeln der Wacholder sind spitz und kurz. Von April bis Juni blüht der Baum und die daraus entstehenden Beeren sind im ersten Jahr grün, im zweiten blaurot und im dritten Jahr schwarz. Dann können sie geerntet werden. Die Wacholder wächst auch wild und wenn man Sträucher kennt, kann man regelmäßig Beeren ernten oder ganz einfach im eigenen Garten anbauen.
Verwendung der Wacholder
Man verwendet die Beeren wie auch die Nadeln, aber auch die Rinde und Wurzeln enthalten Wirkstoffe. Meist werden die Beeren roh gekaut, als Tinktur zubereitet, als Tee oder Auszug, als zerstoßenes Pulver, zur Inhalation im heißen Wasser oder ganz konzentriert im ätherischen Öl verwendet. Bei Erkältungen oder der Grippe kann man die Wacholderbeeren inhalieren oder ein paar Tropfen des ätherischen Öls mit Wasser vermengen und in eine Nasensprayflasche geben. Wenn man das bereits beim ersten Halskratzen macht, verhindert man oft noch die sich anbahnende Erkältung. Bei Magenproblemen oder grundsätzlich bei Problemen im Verdauungsbereich kann man die Beeren gut kauen und als Brei hinunterschlucken – das wurde auch früher in Pestzeiten gemacht um sich vor der Ansteckung zu schützen wie auch intensive Räucherungen. Das Pulver kann auf schlecht heilende Wunden oder als Vorbeugung einer Infektion auf die Haut gegeben werden. Das ätherische Öl kann mit einem Trägeröl vermischt und auf schmerzende und rheumatische Gelenke aufgetragen werden.
Wirkung der Wacholder
Zwar wird in älteren Büchern vor der Nierenverträglichkeit gewarnt, jedoch wird beim täglichen Gebrauch von Kräuterheilkundigen nichts davon berichtet. Ganz im Gegenteil wird dem Wacholdertee eine nierenschützende Wirkung zugesagt. Die Wacholder hilft gegen Enterobacter, Bacillus, Staphylococcus und gegen Candida. Die im Wacholder enthaltenen Monoterpen-Kohlenwasserstoffe sind antibakteriell, antifugal, antiseptisch und antirheumatisch. Dabei sollen die Wacholderbeeren sogar den Biofilm von Bakterien durchdringen können – das ist besonders im Verdauungsbereich wichtig! Sie wirken darüber hinaus gegen Blähungen, entwässernd, senken die Blutfettwerte wie auch den Blutzucker und wirken antioxidativ. Bei Erkältungen, Grippe, Magen-Darm-Problemen, Nieren- oder Blasenentzündungen, chronische Lungenerkrankungen, Gelenksbeschwerden, Pilzbefall oder Parasitenbefall können die Wacholderbeeren angewendet werden.
CDL und DMSO bei Borreliose – wie geht es mir ein Jahr später?!
Es ist kaum zu glauben, dass mein ursprünglicher Bericht über CDL und DMSO bei Borreliose (siehe hier) schon wieder fast ein Jahr her ist. Seitdem ist doch einiges passiert, und da ich schon mehrmals gefragt wurde wie es mir heute geht, kommt hier mein Nachbericht. Eines vorweg – die Einnahme von CDL und DMSO war mein Durchbruch und ich bin bis heute *aufholzklopf* beschwerde- und symptomfrei. Dennoch schaue ich weiterhin sehr auf meine Gesundheit und überlasse sie nicht dem Zufall 😉 Doch erst einmal der Reihe nach…
Einnahme von CDL und DMSO nach dem Protokoll bei Borreliose
Wie bereits berichtet habe ich mit einer groben Putzkur gegen die Borrelien angefangen:
Man beginnt mit einem Milliliter CDL dreimal täglich vermischt mit einem Milliliter DMSO in etwa 150 ml Wasser vermengt. Da das Mittel auch gut über die Mundschleimhaut aufgenommen werden soll, habe ich es die ersten Tage zuerst gespült und dann erst hinuntergeschluckt. Man steigert sich im Laufe der Woche auf insgesamt 4ml dreimal täglich vermengt mit einem Milliliter DMSO vermengt in Wasser. Nach einer Woche soll dann der Körper grob gereinigt sein.
Danach bin ich auf die wöchentliche Einnahme umgestiegen und zwar für etwa drei Monate:
Einmal in der Woche wird in der Früh auf nüchternen Magen alle halben Stunden 3ml CDL und 1ml DMSO in Wasser vermengt drei Stunden lang eingenommen. Damit soll der Körper für drei Stunden mit dem Mittel geflutet werden und die akuten Beschwerden beenden. CDL wirkt nur etwa eine halbe Stunde, danach zerfällt es im Körper zu ungiftigen Stoffen, unter anderem Salz. Danach braucht der Körper wieder Erholung.
Die Symptome der Borreliose wurden bei mir immer weniger und schwächer und nach schließlich drei Monaten habe ich auch mit dieser Einnahme aufgehört – bis heute. Das heißt ich bin etwa ein halbes Jahr beschwerde- und symptomfrei. Ich habe weder Nerven- oder Gelenksschmerzen, keinen Nebel im Kopf, keine Erschöpfung mehr und auch meiner Verdauung geht es um einiges besser. Außerdem treten keine Schwellung oder Wanderröte mehr auf, mein Tinnitus ist fast weg und die typischen Grippesymptome hatte ich seitdem nur einmal – und da war es wirklich ein grippaler Infekt!
Unterstützung des Immunsystems bei Borreliose
Um mein Immunsystem weiterhin gut zu unterstützen, haben sich bei mir seitdem einige Mittel durchgesetzt, die ich nun seit mehr als einem halben Jahr immer abwechsle. Ich nehme immer von Montag bis Freitag in der ersten Woche jeden Morgen 5 Tropfen Jod (weitere Infos dazu – siehe hier) in etwas Traubensaft. Dazu nehme ich noch Selen, einen Vitamin B-Komplex und Magnesium. In der zweiten Woche steige ich auf Balsamterpentinöl um (weitere Infos dazu – siehe hier) und nehme 20 Tropfen jeden Morgen auf einen Esslöffel Rohrzucker. In dieser Woche nehme ich abends Heilerde oder Zeolith um die abgetöteten Bakterien oder Parasiten „aufzusaugen“. Und in der dritten Woche nehme ich jeden Morgen einen Teelöffel Natron (weitere Infos dazu – siehe hier) auf nüchternen Magen. Am Samstag und Sonntag hat mein Körper Pause und ich nehme gar nichts ein. Mir geht es mit diesem Einnahmeprogramm richtig gut und ich werde es sicher noch einige Zeit beibehalten.
Ernährung, Bewegung und Schlaf bei Borreliose
Immer wieder baue ich kleine Fastenkuren ein – lasse Fleisch und Zucker weg, esse nur Obst und Gemüse oder faste gleich 5 Tage lang. Das unterstützt auch das Immunsystem hervorragend, weil das Verdauungssystem entlastet wird und besser arbeiten kann – denn die Gesundheit sitzt im Darm! Damit ich abgehärtet bin, versuche ich so oft wie möglich an die frische Luft zu kommen, gehe viel spazieren und laufen. Außerdem mache ich einmal wöchentlich Yoga und Qigong. Ich schaue des Weiteren, dass ich unter der Woche um 22 Uhr im Bett bin und 8 Stunden Schlaf bekomme. Außerdem höre ich sehr auf meinen Körper – bin ich müde, gönne ich mir ein kleines Nachmittagsschläfchen!
Seelische Pflege bei Borreliose
Ich kann es gar nicht oft genug sagen, aber die Seelenpflege und Schattenarbeit ist ein wichtiger Bestandteil zur Gesundheit, besonders bei Borreliose! Der Mangel an Grenzen, die Unfähigkeit Nein zu sagen und der offene Einlass von Dingen oder Menschen, die nicht guttun, sind Ursache Nummer eins bei Borreliose. Ich betrachte mittlerweile die Borreliose als meinen Freund, denn sie hat mir gezeigt was ich ändern muss. Meine Offenheit anderen gegenüber, meine Hochsensibilität aber auch meine Hilfsbereitschaft sind gute Eigenschaften, aber ich muss genauso einen Schutzpanzer entwickeln, der mich vor zu viel Energieraub schützt. Ich darf Nein sagen und muss kein schlechtes Gewissen haben – dafür brauche ich auch keine Ausreden mehr, wie die schlechte Gesundheit. Außerdem habe ich keine Angst mehr vor dieser Krankheit, denn ich weiß, dass meine Gesundheit nur in meiner Hand liegt und ich habe die Macht darüber. Das ist ein gutes Gefühl!
Nachdem ich in meinem letzten Blog-Artikel (siehe hier) über hilfreiche Tipps für mehr Energie geschrieben habe, möchte ich heute auf die Entspannung und Gelassenheit näher eingehen. Natürlich bedingt das eine das andere – ohne Ruhe hat man keine Energie. Und wenn man sich körperlich richtig auspowert, ist man hinterher meist sehr ruhig. Aber leider sind wir in unserer heutigen Gesellschaft ständig dazu aufgefordert immer erreichbar, verfügbar, sofort einsetzbar und leistungsfähig zu sein. Das geht dann meist auf Kosten unserer Ruhe, die wir oft nicht mal in der Nacht finden – ruhelos wälzen wir uns hin und her und sind am nächsten Tag noch weniger leistungsfähig. Dennoch kann man diesem Phänomen etwas entgegensetzen und wieder mehr Ruhe und Entspannung ins Leben bringen!
Digitales Fasten für mehr Ruhe
Man sollte sich selbst einen Tag einmal beobachten und zählen wie oft man das Smartphone in der Hand hat oder Nachrichten, etc. checkt – es ist erschreckend! Ich nehme mich da selbst nicht aus – sehr oft falle ich wieder in eine richtige Handysucht und habe das blöde Gerät ständig in der Hand. Aber ich merke schnell wie meine Batterien immer leerer werden und auch mein Schlaf leidet darunter. Aus diesem Grund richte ich dann immer wieder eine Woche ein, in der ich fast keinen Kontakt zu diesen Medien habe: das Handy wird nur zu drei fixen Zeiten am Tag gecheckt, der Computer bleibt aus (außer in der Arbeit), keine Online-Nachrichten, kein Facebook, etc.
Die Umgewöhnung dauert etwa ein bis zwei Tage und dann hat man auch kein Bedürfnis mehr danach. Im Urlaub gehe ich sogar soweit, dass ich das Telefon im Zimmer lasse und nur einmal am Tag checke – fertig. Was passiert in dieser Zeit – ich führe mehr tatsächliche Unterhaltungen, lese Bücher, gehe spazieren und bin bei allem was ich tue mehr bei der Sache. Ich werde ruhiger, gelassener und entspanne mich immer mehr. Dabei schlafe ich besser, die Gedanken werden ruhiger und dadurch habe ich auch mehr Energie für die wichtigen Dinge. Ich kann digitales Fasten nur jedem ans Herz legen!
Yoga und Qigong für mehr Ruhe
Die langsamen Bewegungsabläufe und der Energiefluss, der vermehrt durch den Körper strömt, bewirkt eine tiefe Ruhe bei Yoga oder Qigong. Natürlich muss man jetzt kein Yogi sein, der sich total verrenkt, sondern einfach ein paar Übungen in einem guten Kurs erlernen und zuhause öfter durchführen. Die Herzfrequenz wird gesenkt, die Durchblutung verbessert und der ewige Gedankenfluss stockt ebenso. Ich mache schon seit Jahren Yoga und seit November bin ich in einem tollen Kurs, der auch Qigong-Elemente enthält – ich bin begeistert! Das ist meine Ruhezeit in der Woche, die mich total runterholt und der Schlaf danach ist göttlich!
Meditationen oder Tagträumen für mehr Ruhe
Meditationen haben den Ruf eines angestrengten Sitzens im Schneidersitz mit den Händen auf den Knien und ewig wird OM rezitiert… Ich kann das nicht und komme so auch überhaupt nicht zur Ruhe – mein Geist braucht Beschäftigung, damit meine Seele zur Ruhe kommt. Aus diesem Grund liebe ich geführte Meditationen, die dich in Bilderwelten voller Farbe, Gerüche und Geräusche entführen und den Geist in Staunen versetzen. Auch Tagträume versetzen den Körper in eine tiefe Entspannung und können dazu beitragen mehr Ruhe und Gelassenheit ins Leben zu lassen. Ich nehme mir gerne beim Einschlafen die Zeit und mache eine Reise in meinen Körper – erforsche Blockaden, schicke Farben in gewissen Bereiche und fühle in mich hinein welche Körperteile mehr Aufmerksamkeit brauchen. Darüber schlafe ich oft ein und es beruhigt und entspannt mich.
Fasten für mehr Ruhe
Gerade jetzt zur Fastenzeit ist der Verzicht wieder aktuell – und egal ob wir völlig auf Nahrung verzichten, Saftfasten, Obst- und Gemüsefasten oder Basenfasten – der Körper braucht dabei mehr Ruhe zur Entgiftung, unsere Sinne sind schärfer, aber auch sensibler und auch unser Geist reagiert auf den Verzicht. Eine Fastenwoche bringt viel Ruhe in den Tag, denn wir sind meist nicht ganz so leistungsfähig, brauchen mehr Wärme und beschäftigen uns viel mehr mit uns selbst. Die Träume werden intensiver, tatsächlich entgiftet auch die Seele beim Fasten. Wer sich Zeit nimmt eine Brühe zu schlürfen, bringt automatisch mehr Gelassenheit ins Leben und da man mehr Zeit für sich hat – immerhin müssen wir nicht wirklich kochen – setzt sich der Fokus wieder aufs Wesentliche. Ich kann Fasten sehr empfehlen – und wer es nicht schafft überhaupt nicht zu essen, der reduziert seine Lebensmittel zum Beispiel nur auf Obst und Gemüse, auch das entlastet uns ganzheitlich!
Ich weiß nicht, ob es euch auch so geht, aber spätestens im Februar, wenn die Tage wieder länger werden, bin ich müde, ausgelaugt und erschöpft. Mir kommt es so vor, als ob der Winter nie enden würde und ich gar nicht genug Schlaf bekommen kann. Erst gegen Mai wird es dann wieder besser und die Sonne und Wärme tanken meine Batterien auf. Jedoch kann man einiges gegen diese Frühjahrsmüdigkeit machen und seinen Energielevel wieder erhöhen. Meine Tipps für mehr Energie kann man aber auch zu jeder anderen Jahreszeit umsetzen!
Bewegung und Schlaf für mehr Energie
Natürlich ist das der erste Tipp, ohne den halt nichts geht – ohne Bewegung an der frischen Luft und guten ausreichenden Schlaf geht es nicht. Wenn wir viel in der Natur unterwegs sind, laden wir unsere Batterien automatisch auf – gute Waldluft reinigt unsere Lungen und auch unseren Kopf. Nach einer schönen Wandertour oder eine Runde Laufen sind wir zwar körperlich erschöpft, aber unser Geist ist wach und aufnahmefähig. Das Licht und die Sonne tun ihr übriges um unsere Laune zu heben und die Energie zu steigern – das hilft auch um abends zur Ruhe zu kommen und mindestens 8 Stunden gut durchschlafen zu können. Dabei ist der Schlaf zwischen 22 und 0 Uhr der erholsamste und wichtigste!
Frische Kräuter und wenig Fleisch für mehr Energie
Es hat einen guten Grund, warum man nach der Faschingszeit eine Fastenpause einlegt – der Verzicht auf Fleisch und schwere Kost wie auch auf zuckerhaltige Kuchen oder Getränke stärkt unseren Körper nach dem Winter und gibt ihm mehr Energie fürs Frühjahr. Bei uns zuhause ist es in der Fastenzeit so: es gibt kein Fleisch bis Ostern und auch keine Süßigkeiten. Das Lustige dabei ist, dass alle (besonders meine beiden Mädels) am Anfang sehr drüber jammern, aber dann nach einiger Zeit keinen Gusto mehr verspüren darauf. Wenn dann zu Ostern eine deftige Jause am Tisch steht, essen wir gar nicht viel davon. Um den Körper und auch die Entgiftungsorgane, die im Frühjahr besonders viel zu tun haben, mit mehr Energie zu versorgen, sind frische Kräuter wie Brennnessel, Löwenzahn und ganz besonders der Bärlauch (siehe hier) zu empfehlen. Es gibt tolle Rezepte für Wildkräuter und sie sind nicht nur gesund, sondern auch sehr schmackhaft, versorgen uns mit Vitaminen und Mineralien und helfen gegen die Müdigkeit im Frühjahr.
Reinigende Hilfen für mehr Energie
Wie bereits gesagt eignet sich das Frühjahr besonders für Reinigungs- und Entgiftungskuren. Ich verwende sehr gerne meine Kernseife (siehe hier) um meine Haut von Säuren und Fetten zu befreien. Dadurch können Gifte über die Haut wieder nach draußen gelangen und der Körper wird entlastet. Genauso hilft regelmäßiges Bürsten um die Lymphen anzuregen. Das Ölziehen ist ein uraltes Mittel aus dem Ayurveda, das uns mehr Energie verleiht und den Körper über den Mundraum reinigt – dabei wird ein Esslöffel Sonnenblumen- oder Kokosöl in den Mund genommen und bis zu 10 Minuten durch die Zähne gezogen, gespült und bewegt. Danach wird es ausgespuckt und man kann ganz normal Zähneputzen – das hilft auch sehr gut gegen unreine Haut! Salzbäder helfen ebenfalls alte und schwere Energie aus dem Körper zu ziehen, um wieder lebendiger und frischer zu sein. Sie reinigen wunderbar – und zwar nicht nur in körperlicher, sondern besonders auch in energetischer Hinsicht!
Singen für mehr Energie
Ja, ihr habt richtig gehört: Singen stärkt unsere Schilddrüse, die besonders auch dafür zuständig ist, Hormone zu produzieren und uns mit mehr Energie zu versorgen. Es ist egal, wie gut wir singen könne, aber lauthalses Singen unterstützt und stärkt uns. Man kann natürlich auch Mantras (siehe hier) und den Urlaut OM singen – aber auch aktuelle Lieder erfüllen ihren Zweck. Der ganze Körper kommt in Schwingung und wird mit mehr Energie versorgt. Auch das Tönen von den Vokalen U – O – A – E – I ist wunderbar dazu geeignet und stärkt unsere Chakren.
Die richtige Atmung für mehr Energie
Die Atmung ist elementar für unseren Körper und versorgt uns jeden Tag und jede Nacht mit Energie und Sauerstoff. Ich finde es ziemlich egal, ob man durch den Mund oder die Nase atmet (außer, dass die Nase die Atemluft mehr reinigt) – wichtig ist eine tiefe Bauchatmung! Wir atmen zu flach und oft zu schnell. Tiefe und langsame Atmung in den Bauch beruhigt, stärkt und entgiftet. Besonders beim Sport sollte man darauf achten, tief in den Bauch zu atmen. Vor dem Schlafengehen ist eine tiefe Atmung, die bewusst durchgeführt wird, ein wunderbares Mittel um alle Gedanken loslassen zu können und gut einzuschlafen. Tiefe Bauchatmung lässt alte, verkrampfte Emotionen an die Oberfläche kommen und hilft sie loszulassen – dabei reinigt man seinen Körper auch davon und die Entgiftungskur findet auf allen Ebenen statt!
Die Grippewelle hat Österreich fest im Griff und aus diesem Grund möchte ich euch gerne ein paar Tipps geben, wie ihr euer Immunsystem schnell und kostengünstig stärkt ohne viel Geld für Nahrungsergänzungsmittel ausgeben zu müssen. Wir werden besonders in der kalten Jahreszeit öfter krank, weil wir weniger Sonnenlicht bekommen, eigentlich mehr Schlaf bräuchten, aber trotzdem genauso viel leisten müssen wie im Sommer, obwohl unser Körper auf Sparflamme läuft. Mit wenig Aufwand, aber großer Wirkung helfen wir dem Körper besser gegen Bakterien gewappnet zu sein – denn eines ist klar, egal wie oft wir Hände waschen oder kranke Menschen meiden, wir werden täglich mit Krankheitserreger konfrontiert und unser Immunsystem arbeitet ohne unser Wissen rund um die Uhr um uns zu schützen!
Wie funktioniert unser Immunsystem
Es ist erstaunlich welche Prozesse im Körper ablaufen, die ohne unser Zutun oder Wissen uns tagtäglich schützen. Sobald über die Atemwege, über die Haut oder unser Verdauungssystem körperfremde Zellen eindringen, werden sofort sogenannte Fress- oder Killerzellen an den entsprechenden Ort gebracht um diese zu bekämpfen. Der Körper erkennt die Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten dadurch, dass sogenannte Antigene (meist körperfremde Eiweiße) an spezielle Rezeptoren der Abwehrzellen andocken und diese die Information sofort weitergeben. Bei der angeborenen Abwehr werden jegliche fremden Zellen bekämpft, die erworbene Abwehr lernt mit jeder Infektion dazu und bildet Antikörper, die im erneuten Fall der Ansteckung sofort zur Stelle sind und die Krankheitskeime bekämpfen.
Allgemeine Ratschläge zur Stärkung des Immunsystems
Es gibt es viele einfache Möglichkeiten um das Immunsystem zu stärken:
Genügend Schlaf: Auch, wenn es eigentlich normal sein sollte, bekommen wir selten genügend Schlaf. Dabei ist die Schlafenszeit zwischen 22 und 0 Uhr am erholsamsten und wichtigsten und unter 8 Stunden sollte die Schlafdauer im Winter niemals fallen. Auch ein gelegentliches Nachmittagsschläfchen (und wenn nur am Wochenende) kann den Körper stärken. Wenn wir schlafen, hat der Körper mehr Energie und das Immunsystem kann besser arbeiten – nicht ohne Grund sagen wir, dass wir Schlaf gesundwerden.
Temperaturreize: Spätestens seit Sebastian Kneipp wissen wir, wie gesund verschiedene Kälte- oder Wärmereize für den Körper sind. Das kann ganz einfach sein, und muss nicht im Rahmen einer teuren Kur geschehen. Nachdem wir uns warm oder heiß (wie warm man es mag) geduscht oder gebadet haben, werden mittels Dusche die Beine (erst rechts, dann links) von unten nach oben abgeduscht. Immer abwechselnd – einmal so heiß man es aushält und dann wieder kalt. Wichtig ist es, dass man die Dusche mit kaltem Wasser beendet und die noch nassen und kalten Füße sofort in Wollsocken packt. Auch die Sauna oder eine Infrarotkabine sind sehr gesund, aber Wechselduschen reichen ebenso!
Barfußlaufen: Auch im Winter ist es wichtig barfuß zu laufen. Das kann man ebenfalls mit einem Kältereiz kombinieren – einfach in der Früh nach dem Aufstehen im Schnee oder in der nassen und kalten Wiese stapfen. Dann schnell wieder hinein und Wollsocken anziehen – die Füße sind dann nach kurzer Zeit wieder total warm.
Warme Füße und Nieren: Wolle ist ein natürlicher Stoff und reguliert die Temperatur besonders gut. Aus diesem Grund sollte man im Winter Wollsocken tragen – gerne auch selbstgestrickte! Das ist günstig und macht auch Spaß. Warme Füße (die zweiten Nieren unseres Körpers) sind sehr wichtig im Winter – genauso wie warme Nieren. Um die untere Rückenpartie kann man auch einen Hüftgürtel aus Wolle darunter tragen. Das ist sehr angenehm und die Nieren können besser arbeiten!
Viel Bewegung an der frischen Luft: Ein Spaziergang im Wald macht die Nase frei und uns warm. Dick eingepackt sollte täglich wenigstens eine halbe Stunde draußen verbracht werden – das Licht hebt unsere Stimmung, auch wenn die Sonne recht schwach ist.
Essens- und Trinktipps für ein starkes Immunsystem
Im Winter sollte man einige Tipps beherzigen, damit der Körper und unser Immunsystem gestärkt und nicht noch mehr belastet werden. Viele Tipps sind nicht nur gesund, sondern schonen sogar unsere Geldbörse!
Regional, saisonal und biologisch: Im Grunde sollte man nur Lebensmittel kaufen, die gerade Saison haben und nicht aus entfernten Kontinenten stammen. Im Winter Erdbeeren zu essen oder Weintrauben aus Südafrika belasten unseren Körper mehr, als dass die enthaltenen Vitamine ihn stärken. Denn Früchte, die im warmen Klima wachsen oder vielleicht sogar nur dort gedeihen wie tropische Früchte, kühlen unseren Körper aus. Eingelagerte Äpfel oder Sauerkraut hingegen wärmen den Körper und versorgen ihn im Winter mit den notwendigen Vitaminen. Salate aus Karotten, Sellerie oder Feldsalat sind gesund, saisonal und geben uns das, was wir dringend benötigen!
Warm essen und trinken: Es ist eine Umgewöhnung, aber in der kalten Jahreszeit ist es eine große Erleichterung für uns so oft wie möglich warm zu essen und zu trinken. Jedes kalte Wasser muss vom Körper mühsam aufgewärmt werden und das belastet. Heißes Wasser ist sehr gesund und entgiftet den Körper. Warme Eintöpfe machen satt und warm. Es gibt kaum etwas Besseres als ein warmes Gulasch im Winter – ich liebe Eintöpfe und Suppen, und es gibt tausende Rezepte. Außerdem sind solche Gerichte leicht aufzuwärmen und man kann vorkochen – das spart Zeit und Geld!
Wärmende Gewürze: Eintöpfe, Suppen, warme Kompotte oder Porridge sollten im Winter gut gewürzt werden mit wärmenden Gewürzen wie Nelken, Zimt, Kardamom, Chili, Pfeffer, Kurkuma oder Ingwer. Das schmeckt gut und diese Gewürze haben oft auch einen gesunden Einfluss auf uns – Kurkuma z.B. ist eines der gesündesten Gewürze überhaupt und entgiftet unseren Körper!
Ingwer: Ursprünglich kommt die Ingwerwurzel aus China, kann aber auch bei uns angebaut werden. Selbst auf der Fensterbank kann die Wurzel vermehrt werden und man hat den ganzen Winter genügend Vorrat. Ich gebe in mein heißes Wasser immer ein paar Stücke Ingwer hinein, denn er ist für das Immunsystem ein Allrounder – Ingwer ist antibakteriell und antifungizid. Seine ätherischen Öle helfen gegen Erkältungen und Atemwegserkrankungen.
Knoblauch & Zwiebel: Die schwefelhaltigen Gewürze sind ein natürliches Antibiotikum und stärken unseren Darm, wo der Sitz unseres Immunsystems ist. Besonders Knoblauch ist ein Universalmittel bei verschiedensten Erkrankungen. Wer erkältet ist, kann frisch geschnittenen Zwiebel neben das Bett stellen – die Nase wird frei und die ätherischen Öle reinigen die Atemwege.
Vitamin D: Auch, wenn teure Nahrungsergänzungsmittel oft kontraproduktiv sind, sehe ich das bei Vitamin D anders (siehe diesen Blog-Artikel). Wir sind heutzutage viel zu wenig an der Sonne (auch im Sommer) und durch den exzessiven Gebrauch von Sonnenschutzmittel, ist unser Vitamin D-Spiegel einfach zu niedrig. Dabei benötigen wir es so dringend für ein funktionierendes Immunsystem! Von Oktober bis April kann sogar durch die Sonne keines gebildet werden – aus diesem Grund empfehle ich in der kalten Jahreszeit zur Einnahme von Vitamin D!
Bereits als Kind habe ich mich immer anders gefühlt, als alle anderen. Während die meisten meiner Schulkollegen es liebten laut ihre Launen heraus zu posaunen, mit ihren Geschichten anzugeben oder einfach nur andere zu ärgern, war ich oft schüchtern und liebte es meine Ruhe zu haben und zu lesen. Damals habe ich das nicht verstanden und ich konnte meine Zurückhaltung nur dann überwinden, wenn etwas Ungerechtes geschah – so war ich auch immer die einzige in der Klasse, die sich mit sadistischen Lehrern anlegte und versuchte ihr Treiben zu beenden. Die Kollegen, die sonst immer so laut und unbeherrscht waren, haben dann immer schön ihren Mund gehalten. Lange habe ich mein Verhalten nicht verstanden und war oft ein Außenseiter. Ich fühlte mich immer klein, dünnhäutig und unsichtbar – aber als ich vor ein paar Jahren zufällig auf den Begriff Hochsensibilität stieß und der Test dazu fast 100 Prozent bestätigte, konnte ich mich endlich einordnen. Heute weiß ich was für ein Geschenk meine gesteigerte Sensibilität ist, aber als Kind und noch schlimmer als Jugendliche litt ich darunter sehr.
Anzeichen einer Hochsensibilität
Genauso wie jeder Mensch anders ist, ist es auch bei Hochsensiblen. Keiner gleicht dem anderen – dennoch gibt es einige Anzeichen für Hochsensibilität, die häufig auftreten und die auch Eltern bei ihren Kindern erkennen sollten um ihnen früh den Mut und das Selbstvertrauen zu geben, das sie so dringend benötigen!
Unwohlsein in großem Menschenansammlungen. Das Gefühl von zu vielen Eindrücken regelrecht erdrückt zu werden. Das Bedürfnis alleine zu sein um wieder Kraft zu tanken.
Starke intensive Gefühlswelt, die von Büchern, Filmen oder Musikstücken sehr stark beeindruckt werden kann.
Probleme bei der Abgrenzung fremder Gefühle. Ein Gefühl des Ausgelaugtseins, wenn man unter Menschen mit starken Gefühlsschwankungen ist.
Starker Gerechtigkeitssinn.
Verabscheuung von Gewalt.
Kinder und Tiere werden besonders gerne gemocht und man kann sich gut in sie hineinfühlen.
Hohe Empathie – man kann die Gefühle anderer gut erkennen und oft auch selbst mitfühlen. Guter Zuhörer.
Große Verbundenheit mit der Natur.
Intensives und vielschichtiges Traumleben.
Suche nach dem Sinn des Lebens. Spiritualität ist sehr wichtig.
Überforderung im Alltag bei Stress im Job oder in der Familie. Andererseits große Ruhe in wirklich dramatischen Situationen.
Gutes Gefühl für Farben, Klänge und Formen.
Gute Hilfen im Alltag bei Hochsensibilität
Im Alltag kann es wichtig sein, sich besser abzugrenzen und seine empfindsame Seele zu schützen. Auch wenn das oft nicht auf Verständnis stößt, müssen wir uns doch darüber bewusst sein, dass wir uns sonst über Gebühr verausgaben, krank werden können oder schlimmstenfalls im Burnout oder in Depressionen landen. Damit das nicht geschieht, gibt es ein paar Tricks bei Hochsensibilität, die mir sehr gut helfen.
Ohne Selbstakzeptanz und Selbstliebe funktioniert es nicht – hör auf, dir darüber Gedanken zu machen, dass du anders bist und dich dafür zu schämen! Du bist besonders so wie du bist und mit deiner starken Sensibilität bist du ein riesiges Geschenk für diese Gesellschaft! Um das zu erreichen ist es wichtig die eigenen Gefühle zuzulassen und nicht zu unterdrücken. Wer auf seinen Bauch hört und ihm gestattet auch unangenehme Gefühle auszudrücken, ohne dass diese verdrängt werden, wird stärker und selbstsicherer werden. Über das Bauchgefühl habe ich bereits hier geschrieben.
Vertrauen in die eigene Wahrnehmung ist ebenfalls ein wichtiger Schritt. Wenn man jemanden kennenlernt und hat dabei ein schlechtes Gefühl – das stimmt immer! Ich kenne das zu Genüge – man lernt jemanden kennen, mag ihn auf den ersten Blick nicht, lernt ihn näher kennen, denkt man hätte sich geirrt, und dann, wenn man sein Herz ganz offen hat wird man bitter enttäuscht. Die eigene Wahrnehmung ist richtig und wahrhaftig – glaub daran und vertraue darauf!
Abgrenzung und die Schaffung eines Schutzmantels ist unerlässlich – der eigene Kraftort im Wald, auf einer Wiese oder in einer Bibliothek kann helfen, wieder zur Ruhe zu kommen. Nimm dir Zeit für dich, grenze dich ab, sage nein und schau, dass du immer in deiner Kraft bleibst. Das geht nur mit Pausen, mit Rückzug und mit kurzzeitiger Isolation. Meine Familie weiß inzwischen, wann es mir zu viel wird, und dann geben sie mir (meistens) die Möglichkeit alleine zu sein. Das ist dein Recht – nimm es dir!
Nimm dir Zeit für deinen Körper und achte auf seine Signale. Jede Krankheit hat eine Botschaft, jedes Unwohlsein will dir etwas sagen und oft werden wir krank, weil wir uns zu sehr verausgabt haben. Wenn ich überreizt bin, dann bin ich schlecht drauf, habe Hitzewallungen oder Schüttelfrost, werde immer hektischer in meinem Tun und bekomme Magenschmerzen. Wer seine eigenen Signale einer Reizüberflutung kennt, kann sofort gegensteuern und sich zurückziehen, bevor er krank wird. Bei Hochsensibilität benutzt der Körper oft Krankheit als letzten Weg, um endlich Ruhe zu bekommen, damit auch die Seele durchatmen kann!
Der Schatz der Hochsensibilität
Vieles klingt danach einfach nur eine Mimose zu sein. Nicht stark genug für die Welt – man hört oft: jetzt reiß dich endlich zusammen, hör auf zu flennen, du musst stärker sein und es kann doch nicht sein, dass du wegen der paar Menschen so nervös bist. Aber das ist nur eine Seite der Medaille – der Schatz, der dahinterliegt, ist es wert geborgen zu werden. Man betritt einen Raum und weiß ganz genau, welche Stimmung herrscht. Man sieht in die Augen eines Menschen und weiß, ob er dir guttut oder nicht. Man tröstet jemanden, der am Boden ist und findet die richtigen Worte. Hier kratze ich nur an der Oberfläche, aber bei Hochsensibilität ist der betroffene Mensch eine Bereicherung. Er ist empathisch, kann Stimmungen erkennen, sieht unter die Oberfläche, hat ein gutes Gespür für Malerei, Musik oder für Texte. Der hochsensible Mensch ist ein Künstler – jeder hat eine andere Begabung. Diesen Schatz zu heben ist das Wertvollste bei Hochsensibilität.
Ich habe lange gebraucht es zu erkennen, aber wir sind etwas Besonderes. Wir erkennen, dass dieser ganze Stress, der Konsum, die Ausbeutung der Erde und der darauf lebenden Menschen nicht richtig ist. Wir sind leise, aber viele – bis zu 20 Prozent der Menschheit ist hochsensibel! Wenn wir aufhören uns dafür zu schämen, wenn wir aufstehen und dazu stehen wie wir sind und wenn wir andere ermutigen es auch zu tun, können wir diese Erde zu etwas Besserem und Schönerem machen. Im Laufe der Geschichte gab es immer sensible Künstler, die uns alle berührten. Ich traue mich zu behaupten, auch sie waren hochsensibel. Mut haben, Grenzen setzen und zu sich selbst stehen – das wünsche ich euch!
Der Mankau-Verlag hat mir das neueste Werk zum Thema Räuchern und zwar „Räuchern für die Seele“ von Annemarie Zobernig zur Verfügung gestellt, und da wir uns mitten in den Raunächten, also den intensivsten Räuchertagen des Jahres, befinden, ist es natürlich besonders interessant. Das liebevoll gestaltete handliche Büchlein ist kompakt mit allen Basics ausgestattet, das für Beginner wichtig ist. Darüber hinaus können sich auch alte Hasen viele neue Tipps und Anregungen finden, denn Annemarie Zobernig hat das Räuchern ins neue Jahrtausend geholt und zeigt anschaulich, dass dieser alte Brauch aktueller ist denn je!
Die Geschichte des Räucherns
Ab dem Zeitpunkt als der Mensch das Feuer beherrschen konnte, räuchert er. Sei es aus medizinischen, spirituellen oder reinigenden Gründen – die Verwendung des Rauchs geht von der Steinzeit, über die Hochkulturen und die Antike, das Mittelalter und bis heute. Annemarie Zobernig zieht einen anschaulichen Bogen durch die Geschichte des Räucherns und fasziniert mit kleinen Anregungen – selbstgemachte Räucherstäbchen, die Heldenreise im Leser oder der Bau eines eigenen Tempels. Besonders der Kraft der Bäume wird viel Platz eingeräumt und die alten Kelten und Germanen dürfen mit ihren Mythen wiederauferstehen.
Die Indigo-Methode des Räucherns
Heutzutage erinnern sich wieder viele an die alten Bräuche oder hören sie von ihren Großeltern. Schöne Erinnerungen an die Weihrauchdüfte in der Kirche werden wach und oft möchte man auch selbst zum Räucherwerk greifen. Doch wie geht man es am besten an? Die Indigo-Methode, die die Buchautorin entwickelt hat, verbindet altes mit neuem Wissen und zieht die vier Elemente in das Räuchern mit ein. Achtsam zu räuchern, bedeutet ein Ritual zu vollziehen um mithilfe der zu räuchernden Pflanzen eine Wandlung zu vollziehen – sei es in Räumen oder im Menschen selbst. Damit das auch eine hohe Wirkung hat, bekommt man eine leicht verständliche Anleitung in drei Schritten: reinigen, harmonisieren und aufbauen. In Verbindung mit den richtigen Festen – wie zum Beispiel den Raunächten – wird das Räuchern so zum energie- und kraftvollen Ereignis, das die Seele erfreut.
Pflanzen, Bäume und Harze zum Räuchern
Wunderschön illustriert ist die Zusammenstellung der unterschiedlichsten Pflanzen, Harze, Rinden und Blüten zum Räuchern. Neben der Kurzbeschreibung gefallen auch die energetische Wirkung und der Effekt auf Mensch, Haus und Tier. Dabei bemerkt man, dass man fürs Räuchern keine exotischen Pflanzen oder Harze aus Afrika oder Südamerika importieren muss. Direkt auf unseren Wiesen und in unseren Wäldern finden wir alles, was wir zum Räuchern benötigen. Auch hier wird man wieder wunderschön angesprochen von den Seelenfunken der Autorin – kleine Meditationstipps oder Spiele lockern das Buch auf und man nähert sich dem Thema auf spielerische Art und Weise. Die äußeren Klappenseiten runden das Buch sehr schön ab – das Räucherritual wird in Verbindung mit den Elementen, dem Rhythmus der Natur und im Gleichgewicht der männlichen und weiblichen Energie dargestellt und fasst die energetische Wirkung des Vorgangs auf wunderbare Weise zusammen!