Anthony William – das medical medium

Anthony William – das medical medium

Anthony William – das medical medium
Anthony William – das medical medium

Ich habe nun schon länger nichts mehr über meine chronische Borreliose geschrieben – und das hatte auch seinen Grund. Denn ich habe etwas ganz Neues entdeckt, dass ich erst ausprobieren wollte, bevor ich euch darüber berichte. Wie viele von euch wissen, bin ich seit meiner CDL und DMSO Kur (siehe hier) stabil und habe kaum noch Symptome. Das blieb eigentlich auch ganz dauerhaft gut, aber es gab doch einige Beschwerden, die ich eigentlich gar nicht mit der Borreliose in Verbindung brachte (oder kaum), die mich aber nicht weniger belasteten. So war meine Verdauung ein auf und ab – an manchen Tagen funktionierte alles ganz toll, an anderen hatte ich mit Verstopfung, Blähungen und Bauchkrämpfen zu kämpfen. Mein Haarausfall wurde teilweise ganz heftig und war dann wieder fast ganz weg. Und auch meine Erschöpfung und Müdigkeit kam immer wieder zum Vorschein. Sobald ich Nerven- oder Gelenksschmerzen bekam oder sich ein leichter Hirnnebel bemerkbar machte, brachte ich diesen aber ganz schnell mit CDL wieder zum Schweigen. Also sah ich keine Veranlassung meine anderen Symptome mit der Borreliose in Verbindung zu bringen.

Anthony William, das medical medium

Anthony William ist ein Amerikaner, der bereits einige Bücher über Gesundheit verfasst hat – wie Mediale Medizin, Heile deine Schilddrüse, Heile deine Leber oder Medical Food. Sein Wissen bekommt er angeblich von einem Geistwesen, das ihm Informationen über den Gesundheitszustand seiner Mitmenschen und deren Möglichkeiten zur Heilung, zukommen lässt. Diese Stimme „hört“ er aber angeblich nicht in seinem Kopf, sondern neben seinem Ohr. Dieses Geistwesen ist der Geist des Mitgefühls und das ist einerseits enorm belastend für ihn (da er ununterbrochen Informationen zu den Menschen, die er sieht, bekommt), andererseits ist das Wissen, das er erhält, angeblich so fortschrittlich und medizinisch nachvollziehbar, dass er besonders in den USA sehr berühmt ist. Anthony William hat bereits sehr viele Menschen von chronischen Leiden geheilt und auch die Stars vertrauen auf ihn – vielleicht ist euch der Hype von Selleriesaft aufgefallen – das hat mit ihm zu tun! Ich möchte nun in den nächsten Wochen darüber berichten, was seine Thesen ausmachen und wie man seine Kur umsetzen kann.

Anthony William und die Sache mit den Viren

Wie wir alle wissen, verursachen Bakterien, Pilze und Parasiten Krankheiten beim Menschen. Grundsätzlich glaubt man, dass man nach einer überstandenen Krankheit auch alle Bakterien losgeworden ist, nur ist das nach William nicht so. Anthony William sieht die Hauptursache für fast alle chronischen Beschwerden wie Borreliose, Lupus, Hashimoto, MS oder Fibromyalgie in Viren, und zwar hauptsächlich durch den EBV-Virus und Herpesviren. Nach einer überstandenen Krankheit wie das Pfeiffersche Drüsenfieber (das bei der Mehrzahl der Erkrankten nicht einmal zu starken Symptomen führt und deshalb oft unerkannt bleibt) oder eine Herpeserkrankung bleiben laut William Viren im Körper zurück. Unser Immunsystem kann sie nicht alle ausschalten, denn wir haben Stoffe im Körper gelagert, die für diese Viren wahre Leckerbissen sind – Schwermetalle, Umweltgifte und Chemikalien.

Diese Viren waren früher nicht gefährlich für uns Menschen, aber mit der höheren Pestizid- oder Schwermetall-Belastung, wurden die Viren immer potenter. Denn diese giftigen Stoffe haben sie dazu gebracht stärker und widerstandfähiger zu werden. Die Viren wandern laut William durch unseren Körper, nehmen diese Stoffe zu sich und lagern sich mit der Zeit in unsere Organe ein, wo sie uns richtig krank machen. So können sie zu Hashimoto führen, denn in der Schilddrüse verrichten sie eine verheerende Katastrophe und zerstören diese. Das ist auch laut William der Grund für die Überzahl an Schilddrüsen-Kranken, die immer mehr werden. In der Leber führen sie zu Entgiftungsstörungen und belasten damit den ganzen Körper. Im Gehirn scheiden sie Neurotoxine aus, die unsere Nerven belasten und zu Brainfog, Nervenschmerzen und Vergesslichkeit führen können. Auch Borreliose wird nach William nicht durch Borrelien, sondern durch den EBV-Virus ausgelöst. Ein Zeckenbiss macht niemanden krank, sondern eine hohe Schmermetall- und Virenbelastung.

Auch wenn ich die Sache mit den Viren nicht teilen kann, haben seine Empfehlungen eine große gesundheitsfördernede Wirkung. Für mich sind es eigentlich nur die Gifte in Verbindung mit seelischen Themen, die Krankheiten auslösen, aber wer Genaueres darüber wissen möchte, dem kann ich dennoch das Buch Mediale Medizin ans Herz legen.

Anthony William und seine Lösungen

Seine „Gnadenlosen Vier“, also die Hauptursache für Krankheit sind:

  • Strahlen
  • Giftige Leicht-, Schwer- und Halbmetalle
  • Viren-Explosion
  • DDT (ein Unkrautmittel der 50er Jahre, das immer noch in Böden zu finden ist)

Dem gegenüber stehen die „Heilenden Vier“, also sein Weg aus der Krankheit, und diese sind:

  • Obst
  • Gemüse
  • Kräuter und Gewürze
  • Wildpflanzen und Honig

Um es ganz kurz zusammenzufassen (wie gesagt, die nächsten Wochen schreibe ich genauer darüber) ist sein Weg ein einfacher – Detox durch eine Ernährungsumstellung und bei Bedarf einige Nahrungsergänzungsmittel. That’s it! Ich bin nun seit sieben Wochen dabei und was soll ich sagen – keine Rückfälle, Haut ist wunderschön, Müdigkeit weg und meine Haare werden immer schöner. Aber mehr dazu in meinen nächsten Artikeln:

Christliche Feste und ihr heidnischer Ursprung

Christliche Feste und ihr heidnischer Ursprung

Christliche Feiertage und ihr heidnischer Ursprung
Christliche Feiertage und ihr heidnischer Ursprung

Alle christlichen Feste haben ihren Ursprung in den alten heidnischen Bräuchen unserer keltischen Vorfahren. Als die Christen im frühen Mittelalter anfingen Mitteleuropa zu missionieren, stießen sie auf ein mit der Natur tief verwurzeltes Völkergeflecht, das in kleinen Familien- und Clanstrukturen zusammenlebte. Unsere Vorfahren überlieferten die Bräuche und Mythen zu großen Teilen mündlich und aus diesen Gründen wissen wir leider nicht allzu viel davon.

Jedoch haben fast alle christlichen Feste so starke heidnische Züge, dass es klar ist, dass diese Rituale sehr wohl überlebt haben. Selbst die Namen erinnern an alte Götter (Ostern erinnert z.B. an die Göttin Ostara, die als germanische Eostre ein Beiname der Göttin Freya war) und allein die großen Feuer haben keine Entsprechung in der Bibel. Die frühen Christen dürften bei unseren heidnischen Vorfahren den Weg des geringsten Widerstands gegangen sein und haben die urchristlichen Feste auf die heidnischen Termine gelegt und die Brauchtümer verschmolzen.

Der keltische Jahreskreis und ihre christlichen Feste

Unsere Vorfahren rechneten mit einem Mondkalender, der jedoch durch die vier großen Sonnenfeste und die Raunächte erweitert wurde. Der Vollmond war dabei sehr wichtig und markierte einige Feste wie Imbolg, Beltane, Lammas und Samhain. Die Winter- wie auch die Sommersonnenwende und die zwei Tag-und-Nacht-Gleichen stellen ebenso wichtige Feiertage dar. So gestaltete sich der keltische Jahreskreis folgendermaßen:

Samhain – das Fest der Toten

Das neue Jahr begann zu Samhain, das auf dem 11. Vollmond unseres Kalenders liegt. Die Natur liegt im Sterben, alles kommt zur Ruhe – es ist eine Zeit der Besinnung und des Todes. Die Christen legten aus diesem Grund ihr Allerheiligen auf den 1. November, der in der Nähe des 11. Vollmondes liegt. Auch bei den Christen werden die Toten gefeiert und gedacht. Das Halloween-Fest, das am Abend zuvor gefeiert wird, hat zutiefst heidnische Züge und sollte aus diesem Grund nicht verteufelt werden – dieses Fest ist älter als alle christlichen Feiertage! Dabei sollten durch die Verkleidungen nicht nur böse Geister vertrieben werden, sondern auch selbst in die Tiefe der Seele geschaut werden – die eigenen Schatten erkunden und annehmen.

Yule – das Licht wird wiedergeboren

Die Wintersonnenwende – also die längste Nacht und der kürzeste Tag – war eines der ganz großen Feste der Kelten und Germanen, denn an diesem Tag wird die Sonne wiedergeboren und die Tage werden wieder länger. Auch die Christen feiern die Geburt der Sonne oder ihres Erlösers – und zwar die Geburt Jesu am 24. Dezember, also drei Tage danach. Da sein Geburtstag nicht genau bekannt war, wurde dieses Fest in der Nähe der Wintersonnenwende, also Yule, gelegt. In Skandinavien sind die heidnischen Bräuche noch viel stärker als bei uns. Aber auch wir stellen einen immergrünen Baum als Zeichen der Wiedergeburt ins Haus und schmücken ihn mit den übrig gebliebenen Früchten des Erntedanks. Die heilige Lucia, die besonders in Schweden im Dezember gefeiert wird, ist eigentlich die Lichtbringerin. Um das zu verschleiern wurde eine christliche Märtyrerin aus ihr gemacht.    

Raunächte – die Zeit dazwischen

Die Raunächte sind zwar kein Feiertag, aber eine ganz besondere Zeit: da die Kelten mit einem Mondkalender das Jahr berechneten, blieben am Ende des Jahres noch 11 Tage und 12 Nächte übrig bis die Sonne ihren Kreis vervollständigt hatte. Deshalb waren die Raunächte eine Zwischenzeit, in der das Tor zur Anderswelt ganz weit offenstand. In dieser Zeit wurde viel orakelt, das Wetter des nächsten Jahres vorhergesagt und Zwiesprache mit den Göttern und Verstorbenen gehalten. Auch die Christen ließen diese Tage und Nächte einziehen und machten Rau-ch-nächte aus ihnen. Es wurde viel gebetet und geräuchert, um zu hoffen, dass die Wilde Jagd mit ihren grimmigen Gesellen schnell vorüberzieht und die Tage wieder länger werden.

Imbolg – das Lichterfest

Imbolg fällt auf den zweiten Vollmond unseres Kalenderjahres und ist ein Fest der Hoffnung. Die Tage werden nun wieder länger, das Licht gewinnt immer mehr an Macht und langsam sprießen die ersten Kräuter. Es wird der Göttin Brigid gedacht, die nun wieder fruchtbar wird und den Frühling bringt. Das Christentum machte auch aus dieser alten Fruchtbarkeitsgöttin eine Heilige, derer gedacht wird. Besonders in Irland ist dieser Glaube fest verankert. Das Fest, dass die Christen Anfang Februar legten ist Maria Lichtmess. Bis zu diesem Zeitpunkt blieb früher der Weihnachtsbaum stehen und die Knechte und Mägde durften sich neue Herren suchen. Es war eine Art Neuanfang und Neubeginn. Dieses Fest wird heute nicht mehr allzu groß gefeiert, aber früher war es fest verankert in der dörflichen Gemeinde – Schulden wurden zurückbezahlt, das Bauernjahr begann wieder und man suchte sich neues Gesinde.

Ostara – die Frühjahrsgleiche

Ostern ist das höchste Kirchenfest und wird dementsprechend groß begangen. Dennoch hat auch dieses Fest starke heidnische Wurzeln, die bis heute nachhallen – die Neunkräutersuppe oder der Spinat am Gründonnerstag, der Osterhase, die Eier und das geopferte Lamm sind starke heidnische Fruchtbarkeitssymbole. Unser Osterfest ist geprägt von dieser Symbolik und allein der Kirchengang erinnert uns an die Auferstehung Christi. Aber genauso wie Jesus Christus nach dem Tod wiederauferstanden ist, macht es jetzt die Natur. Alles erwacht wieder zum Leben – also essen wir viele Wildkräuter oder Spinat. Das Ei ist ein urtümliches Symbol des Lebens und der Fruchtbarkeit und der Hase, der bis zu fünfmal im Jahr werfen kann, hat nun zu der Zeit der Frühjahrsgleiche den ersten Wurf. Die Lämmer wurden meist noch im Winter geboren und werden nun, um die Götter milde zu stimmen und das Land fruchtbar zu machen, geopfert – das Opferlamm.

Beltane – das Liebes- und Freudenfest

Unser Maibaum, der in jedem Dorf am 1. Mai aufgestellt wird, wird zwar vom Pfarrer gesegnet. Aber der lange Stamm, der den roten Kranz an seiner Spitze „durchbohrt“ spricht für sich – Beltane war bei den Kelten ein orgiastisches Fest, das am 5. Vollmond unseres Jahres stattfand und in welchem die körperliche Liebe gefeiert wurde! Ins Heu zu gehen, bedeutete nichts anderes, als nach dem rauschenden Fest mit dem Mann seiner Wahl aufs Feld zu gehen, sich dort der körperlichen Liebe hinzugeben und damit den Boden mit der Fruchtbarkeit zu segnen. Es war ein stellvertretendes Ritual für die Große Göttin und den befruchtenden Sonnengott. Der christlichen Kirche war dieses Fest, das noch lange nach der Christianisierung gefeiert wurde, ein Dorn im Auge. Die heilige Walpurga sollte das verschleiern und der erste Mai, als Tag der Arbeit, half dabei mit es noch mehr zu unterdrücken. Jedoch das Fest des Maibaumes geriet glücklicherweise nicht in Vergessenheit und das Maibaumstehlen und Maibaumklettern bei den jungen Burschen ist auch eine Art des „Balztanzes“.

Mittsommer – der Höhepunkt des Sommers

Nun sind die Tage die längsten des Jahres und die Nächte die kürzesten. Viele Kräuter und Blumen blühen und stehen nun in ihrer vollen Kraft. Aber auch mit Wehmut ist dieses Fest verbunden – die Tage werden nun wieder kürzer, aber auch die große Hitze steht noch bevor. Die Sommersonnenwende wird bei uns am Land noch oft mit großen Feuern gefeiert, denn die Sonne hat nun die größte Kraft und macht alles fruchtbar. Diese Feuer sind auch noch heute ein sehr kraftvolles Bild der Sonne und der Höhepunkt des jungen Sommers. Die christliche Kirche machte aus am 24. Juni einen christlichen Feiertag des heiligen Johannes des Täufers, der an diesem Tag angeblich geboren wurde. Auch das nun blühende Johanniskraut ist nach ihm benannt und sollte nun gesammelt werden.    

Lammas – die Hochsommerfeier

Die Kelten feierten nun das Fest des Brotes, denn das Getreide wurde eingebracht und noch viele andere Feldfrüchte. Lammas wurde am 8. Vollmondes unseres Jahres gefeiert und man nennt es auch noch Schnitterfest oder Kräuterweihe. Der 15. August, also Mariä Himmelfahrt, ist auch bei uns ein Kräuterfest, an dem die Kräuterbuschen gesammelt und geweiht werden. Diese Buschen, die aus 7, 9 oder 33 Kräuter bestehen, wurden dann im späten Herbst und Winter verräuchert, wenn schlechte Zeiten oder Unwetter übers Land zogen. Wenn zu den Raunächsten noch etwas übrig war, war es ein gutes Jahr und der Rest wurde geräuchert. Es ist auch ein Fest des Beendens, denn ab jetzt wird geerntet und die Ernte für den Winter eingebracht. Die christliche Kirche feiert die Vollendung von Maria, also ihre Aufnahme in den Himmel – auch hier wieder ein Ende. Die Römer feierten auch an diesem Tag, und zwar die Göttin Diana, also die Göttin der Jagd. 

Mabon – das Erntedankfest

Mabon fällt auf die Herbstgleiche und ist ein Fest der Dankbarkeit – die Feldfrüchte sind eingebracht und bevor der Winter kommt, ist es an der Zeit dankbar zu sein und Rückschau zu betreiben. Das Erntedankfest hat bei den Christen keinen großen Stellenwert und bis heute kein fixes Datum. Was aber besonders bei uns in den Alpen stattfindet und groß gefeiert wird ist der Almabtrieb – die Kühe und Schafe kommen ins Winterquartier, der Sommer ist vorbei. Bei den Kelten und Germanen war Mabon ein großes Fest, es wurde den Göttern gedankt, getrunken und gegessen und auf einen hoffentlich milden Winter gehofft.

Mit Erntedank geht auch das keltische Jahr dem Ende zu. Viele alten Bräuche können wir noch verwaschen an den heutigen Traditionen erkennen. Es ist wichtig diese zu feiern und nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Wer mit der Natur lebt, erkennt die Sinnhaftigkeit dieser Feste und kann sie entweder heidnisch oder christlich begehen – im Grunde ist es völlig egal, ob wir dem einen Gott huldigen, den alten Göttern oder der Natur – es hängt alles zusammen und Dankbarkeit für die Gaben, die wir erhalten sollte selbstverständlich sein! 

Waldbaden – die tiefe Verbundenheit zur Natur

Waldbaden – die tiefe Verbundenheit zur Natur

Waldbaden – die tiefe Verbundenheit zur Natur
Waldbaden – die tiefe Verbundenheit zur Natur

Ich liebe den Wald! Seit ich im waldreichen Waldviertel wohne und innerhalb weniger Minuten im Wald bin, wird die Faszination immer größer. Meine Gedanken werden ruhiger, ich kann tiefer atmen und fühle eine innere Ruhe, die ich in der Stadt nie fühlen konnte. Fast scheint mein Herzschlag sich auf den des Waldes abzustimmen und er schlägt im Gleichklang. Das Waldbaden ist ein ziemlich neuer Trend aus Asien, der aber im Grunde bei uns nur wiederbelebt werden musste. Denn wir waren hier in Mitteleuropa immer tief verbunden mit dem Wald – ist er doch unser natürlicher Lebensraum!

Die Geschichte des Waldbadens

Der Begriff Waldbaden kommt aus Japan – Shinrin-Yoku in Japanisch – und ist etwas irreführend. Denn es hat nichts mit Bädern oder nur entfernt mit Wasser zu tun. Im Grunde ist es ein sehr achtsamer und langer Spaziergang im Wald, der unser Immunsystem stärken, unser Nervensystem beruhigen und unsere Seele erfreuen soll. In der 80er Jahren begannen Studien in Japan, die die Wirkung des Waldes auf den menschlichen Körper untersuchten und diese kamen zu erstaunlichen Ergebnissen:

  • Die menschlichen Abwehrkräfte werden durch die vermehrte Bildung von Killerzellen gestärkt. Dadurch wird auch die Bildung von Krebszellen gehemmt.
  • Die Atmungsorgane werden durch die Terpene, die im Wald von den Bäumen freigesetzt werden, angeregt und schwere Lungenerkrankungen dadurch vorgebeugt.
  • Der Blutdruck wird gesenkt und dadurch auch die Herzgesundheit gefördert.
  • Chronischer Stress wird vorgebeugt und damit auch Depressionen, Burn-out oder Schlafstörungen.
  • Die grünen Farben des Waldes wirken beruhigend auf unseren Parasympathikus und führen zu einer natürlichen Ruhe.
  • Ein mehrstündiger Spaziergang im Wald wirkt bis zu sieben Tage im Körper noch nach!

Den japanischen Wissenschaftlern können wir es verdanken, dass nun immer mehr Studien zur Gesundheit des Waldes durchgeführt werden. In Japan gibt es sogar einen eigenen Studienzweig und Waldbaden ist eine oft verordnete naturheilkundliche Behandlungsform bei psychischen Problemen, Herzbeschwerden oder Atemwegserkrankungen. Der Trend des Waldbadens hat aber im Grunde nur wiederbelebt, was bei uns schon immer vorhanden war – denn, dass Spaziergänge im Wald gesund sind, wussten schon unsere Vorfahren!

Der Stellenwert des Waldes in Europa

Wie bereits erwähnt ist der Wald unser natürlicher Lebensraum – denn bevor die Römer und später auch die Kelten begannen die Baumriesen abzuholzen, war Europa von Süditalien bis in den Norden Norwegens von Wald bedeckt. Europas Wälder glichen Kathedralen, in denen uralte riesige Buchen eine mystische Waldlandschaft prägten. Heutzutage sind die Bäume unserer Wälder oft nur etwa 100 Jahre alt, aber damals war der Wald alt, mächtig und urtümlich. Die Germanen und Kelten hatten ihre heiligen Haine, Quellen und Bäume – die Dorflinde zeugt noch von dieser alten Verbindung. Jetzt finden wir oft nur noch Fichtenmonokulturen, die von Borkenkäfermassen zerstört werden. Aber der Trend zum Ursprünglichen ist wieder da – immer öfter werden Stimmen laut, die Wälder wieder zu natürlichen Mischwäldern werden zu lassen ohne menschliche Eingriffe. Dabei ist unser Wald Klimaschützer Nummer eins – ein alter Baum kann die Umgebungstemperatur um 3 bis 5 Grad senken! Ich hoffe, dass der Trend des Waldbadens auch hilft die Achtung vor dem Wald wieder zu stärken!

Waldbaden – Übungen und Meditationen

Wer mit offenen Sinnen und achtsam in den Wald geht, kann die gesundheitlichen Auswirkungen genießen und zur Ruhe kommen. Beim Waldbaden helfen auch viele Übungen dabei, den ewig plappernden Verstand zur Ruhe kommen zu lassen und wieder zu sehen – denn wir sehen heutzutage die Wunder der Natur oft leider gar nicht mehr! Ich mache in meinen Gehmeditationen im Wald gerne folgende Übungen:

  • Verwurzelung: am besten barfuß die eigenen energetischen Wurzeln in den Boden wachsen lassen.
  • Sinne öffnen: sehen, hören, riechen, schmecken und spüren der Umgebung macht uns achtsamer.
  • Baumübung: in Zwiesprache mit den Bäumen kommen, ihre Kraft erspüren und sich mit ihnen verbinden.

Das und mehr macht Waldbaden aus. Es ist eben nicht nur der tägliche Spaziergang, sondern die offene Neugier, die lautlose Erforschung und der ruhige Gang auf Waldwegen. Wir können schnell durch den Wald hetzen und aus der Kür Pflicht machen oder uns öffnen für die Wunder der Natur.

Die antioxidative Kraft von OPC

Die antioxidative Kraft von OPC

Die antioxidative Kraft von OPC
Die antioxidative Kraft von OPC

Lange Zeit habe ich einen großen Bogen um OPC – also Oligomere Proanthocyanidine – gemacht, da mir dieses angebliche Wundermittel einfach zu toll erschien, als dass es wahr sein könnte. Dann hat mir einmal bei einer meiner Bestellungen noch eine kleine Summe zum Mindestbestellwert gefehlt und kurzerhand waren OPC-Kapseln in meinem Warenkorb. Vor der Einnahme habe ich dann doch darüber recherchiert und letztendlich begonnen es, kombiniert mit Vitamin C, einzunehmen. Ich weiß nicht genau ob OPC alles halten kann was es verspricht, aber eines kann ich sagen – ich werde wohl nicht mehr wirklich aufhören es zu nehmen!

Was genau ist OPC?

Das Wort OPC und Traubenkernextrakt ist fast miteinander verknüpft – Fakt ist aber, dass OPC in vielen Nahrungsmitteln, wie Äpfeln, Heidelbeeren oder dunkler Schokolade vorhanden ist. Es ist ein Antioxidationsmittel und findet sich aus diesem Grund in hoher Konzentration in Traubenkerne, da dieser Stoff das Öl in den Kernen – also das Traubenkernöl – vor Oxidation schützt. Aber auch in der Rinde von vielen Bäumen ist OPC enthalten um diese vor dem Verfall zu schützen. Interessant für viele Weintrinker wird die Tatsache sein, dass dieser Stoff auch in großer Menge im Rotwein zu finden ist, und zwar in dunklen und schweren Weinen. Hier hat die Maische lange Zeit für die Gärung und das OPC aus den Kernen kann langsam in den Wein übergehen. Es stimmt also wirklich – ein Achtel Rotwein am Tag ist gesund, trotz des Alkoholgehalts! Leider ist aus diesem Grund der Traubensaft nicht so stark OPC-haltig, denn hier werden die Schale und die Kerne bei der Pressung entfernt.

Einnahme von OPC

Will man OPC einnehmen, wir man meist Nahrungsergänzungsmittel mit Traubenkernextrakt finden. Wichtig ist es aber, den OPC-Gehalt des Mittels auf der Packung zu überprüfen – denn das Mehl der getrockneten Traubenkerne müsste in großen Mengen verzehrt werden, um genügend OPC zu erhalten! Empfohlen werden zwischen 100 und 200mg OPC – über 500mg kann es der Körper nicht mehr verwerten. Je höher das Gewicht oder je gravierender das gesundheitliche Problem, desto mehr OPC soll eingenommen werden – kurzzeitig auch bis zu 400mg am Tag. Da es die Wirkung von Vitamin E und besonders Vitamin C deutlich erhöht (das 10 bis zu 50fache!) sollte die Einnahme kombiniert werden. Vitamin C ist ebenfalls ein Antioxidationsmittel ist und unterstützt besonders die Anti-Aging-Wirkung des OPC sehr gut!

Wirkung von OPC

Freie Radikale können im Körper großen Schaden anrichten. OPC versorgt diese kurzlebigen sauerstoffhaltigen Moleküle mit dem fehlenden Elektron und neutralisiert dadurch ihre Wirkung. Der Alterungsprozess wie auch viele Krankheiten können damit aufgehalten und sogar rückgängig gemacht werden! Besonderes Augenmerk liegt in erster Linie einmal auf die Haut – Falten werden geglättet, Cellulite verschwindet und auch Narben werden schöner und gleichmäßiger. Das Haar profitiert ebenfalls von der Wirkung und wird kräftiger und gesünder.

Trotz des auffälligen Anti-Aging-Effekt wurde OPC aber eigentlich aufgrund seiner gefäßschützenden und gewebestärkenden Wirkung in Frankreich entdeckt. Prof. Masquelier führte zahlreiche Studien durch und brachte daraufhin ein Arzneimittel auf den Markt, das bei Venenproblemen und Ödemen half. Erst nach und nach kamen andere Wirkungen ans Tageslicht, die vielversprechend sind! So soll OPC gegen folgende Probleme helfen:

  • Arteriosklerose
  • Schwächung der Sehkraft
  • Hohes Cholesterin
  • Diabetes
  • Alzheimer
  • Diverse Entzündungen
  • Rheuma
  • Karies
  • Krebsprävention
  • Auswirkungen des Alterns
  • Krampfadern und Venenprobleme
  • ADHS
  • Allergien
  • PMS und andere hormonelle Probleme
  • Neurodermitis

Meine Erfahrungen mit OPC

Ich kann jetzt natürlich nichts zu diesen ganzen Beschwerden sagen, aber meine eigenen Erfahrungen mit OPC zeigen, dass die Wirkung auf die Haut tatsächlich gegeben ist. Meine Haut ist glatter, hat weniger Unreinheiten und strahlt mehr. Mein Haar ist glänzender und sieht gesünder aus, aber gegen meinen leichten Haarausfall hat es bis jetzt noch nicht geholfen. Meine Augen sind tatsächlich kräftiger und klarer geworden – ich sehe besser in der Nacht und kann eine schwächere Brille tragen. Ob sich meine Entzündungswerte – durch meine chronische Borreliose – gebessert haben, wird sich bei meinem nächsten Aderlass zeigen, aber ich fühle mich fitter und frischer. Grundsätzlich habe ich direkt nach der Einnahme von OPC und Vitamin C einen Energieschub und kann länger konzentriert arbeiten. Viele Wirkungen zeigen sich erst nach einer Einnahme von etwa 6 Monate, und solange werde ich es sicher weiter einnehmen. Natürlich melde ich mich wieder zu diesem Thema und berichte nach meiner Langzeiteinnahme!

DIY – Grippeessig

DIY – Grippeessig

DIY - Grippeessig
DIY – Grippeessig

Ich liebe naturtrüben Apfelessig, denn dieser ist ein kleines höchst gesundes Kraftpaket – ich habe ihn in diesem Artikel bereits vorgestellt! Jetzt möchte ich ein ganz einfaches, aber sehr wirksames Rezept vorstellen, das uns besonders durch den anspruchsvollen Herbst und Winter gesund und munter bringen wird. Denn mit Grippe und Co. sollten wir unser Immunsystem stärken und es so unterstützen, damit Viren und Bakterien keine Chance bekommen. Neben einem guten Vitamin D-Status kann das tägliche Trinken des Apfelessig-Honig-Wassers gute Dienste erfüllen. Wenn sich dann doch Halskratzen einstellen sollte, kann man mit diesem Grippeessig und Honig im warmen Wasser eine schnelle und gut wirksame Erkältungslimonade machen, die äußerst gesund ist!

Kräuter im Grippeessig

Welche Kräuter gebe ich in den Grippeessig? Es sind vor allem antibakterielle Heilpflanzen, die bei Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Husten, Halsschmerzen und verstopfter Nase unterstützend wirken und dem Körper die Kraft geben selbst gegen die Krankheit zu kämpfen. Ich nehme einmal die Braunelle, die ich bereits hier vorgestellt habe. Sie ist ein Kraftpaket, das selbst bei Diphterie wirksam ist! Dann noch den Quendel (siehe hier) – er ist schleimlösend, hilft gegen Husten und ist durch das enthaltene Thymol antibakteriell und desinfizierend. Das Mädesüß (in diesem Blog-Artikel könnt ihr mehr darüber lesen) beinhaltet Salizylverbindungen, die auch im Aspirin enthalten sind. Diese wirken bei Schmerzuständen und bei Fieber. Der Spitzwegerich (siehe hier) ist ebenfalls antibakteriell, schleimlösend und äußerst wirksam bei Husten. Mit diesen vier höchst wirksamen Heilkräutern, die am besten an einem warmen und sonnigen Tag gepflückt werden, ist unser Grippeessig ein großartiges Grippemittel, das uns durch die kalte Jahreszeit bringt!

DIY – Grippeessig

Die Herstellung des Grippeessigs ist sehr einfach und kann schnell und unkompliziert selbst gemacht werden. Wir benötigen dazu einen Liter guten, naturtrüben Apfelessig, die vorgestellten Kräuter (jeweils eine kleine Handvoll Braunelle, Quendel, Blütendolden des Mädesüß und Spitzwegerich) und eine Glasflasche.

  • Alle Kräuter werden an einem sonnigen Tag gepflückt (es können auch getrocknete Kräuter verwendet werden, wenn man nicht alle Kräuter an einem Tag findet) und ausgeschüttelt, damit alle Käferchen fliehen können.
  • Die Kräuter werden dann in die Glasflasche gegeben und mit dem naturtrüben Apfelessig übergossen.
  • Das Ganze wird nun so lange an einem kühlen und dunklen Platz gestellt bis die Kräuter verblasst sind. Das dauert vier bis acht Wochen.
  • Dann können die Kräuter entweder im Essig belassen werden (es schaut sehr dekorativ aus) oder auch über ein feines Sieb abgegossen werden.
  • Bei den ersten Anzeichen einer Erkältung, Grippe, Halsentzündung, Bronchitis oder ähnliches nimmt man ein Glas mit warmen Wasser (kein heißes Wasser verwenden, sonst werden die guten Inhaltsstoffe zerstört!) und gibt zwei Teelöffel Grippeessig und einen Teelöffel Honig hinein (bei Kindern kann man auch zwei Löffel nehmen, dann ist es süßer). Dieser Drink wird langsam getrunken. Gerne auch stündlich!

Das Tolle ist, dass auch Kinder den Grippeessig nehmen können – anders als bei einer Tinktur ist kein Alkohol enthalten. Durch den Apfelgeschmack und den Honig schmeckt der Erkältungstrunk angenehm mild und gut wie eine Limonade!

Braunelle – das Wiesenwunder

Braunelle – das Wiesenwunder

Braunelle - das Virenwunder
Braunelle – das Virenwunder

Kaum einer beachtet den unscheinbaren Lippenblütler, der den ganzen Sommer unermüdlich auf unseren Wiesen wächst – die Braunelle. Dabei sind ihre Inhaltsstoffe höchst interessant und wirksam. Auch in der traditionellen chinesischen Medizin wird diese Pflanze verwendet – bei nichts geringerem als Krebs oder Tuberkulose! Früher gegen Diphterie verwendet, offenbart diese Wiesenblume nun ihr ganzes Potential – ob Herpesviren oder psychischen Erkrankungen wie ADHS – wir sollten der Braunelle unsere Aufmerksamkeit schenken!

Braunelle – Aussehen und Wirkung

Die Braunelle kommt in Mitteleuropa fast überall vor und wächst im Flachland genauso wie auch bis zu 2.000 Meter Seehöhe. Bei uns auf etwa 1.000 Meter Höhe wächst sie schon den ganzen Sommer unermüdlich in den Weidewiesen und man findet sie häufig in kleinen Polstern, ähnlich dem Quendel. Die Blüten ähneln dem Lavendel oder auch dem Thymian, ihnen fehlt aber der charakteristische Duft. Der Stängel ist recht fest und widerstandsfähig und zeigt damit, dass er voll mit Mineralstoffen ist. Die Blätter sind lanzettenförmig und ähneln ebenfalls dem wilden Thymian oder Quendel. Auch an Waldwegen kann man der kleinen Pflanze begegnen, sammeln sollten wir sie aber an vollsonnigen Standorten, denn dort ist ihre Heilkraft am größten!

Wie bereits erwähnt ist diese Heilpflanze bei den Chinesen bereits seit langer Zeit in Verwendung und auch die Indianer verwendeten die Braunelle bei Fieber, Husten, fürs Herz oder auf Wunden. Auch bei uns wurde die Braunelle früher oft in Heilkräutermischungen verwendet. Der Wirkstoff Prunellin ist laut klinischen Studien bei Herpesviren hoch wirksam. Darüber hinaus finden wir noch Rosmarinsäure in der Pflanze und dieses Paket ist antibakteriell und entzündungshemmend. Verwendet werden kann die Pflanze roh im Salat oder in Smoothies, als Tee, in Tinkturen oder im Kräuteressig.

DIY – Rezepte mit der Braunelle

Nächste Woche stelle ich euch den sehr wirksamen Grippeessig vor, und auch da ist die Braunelle ein wichtiger Wirkstoff! Heute möchte ich euch zwei andere einfache, aber sehr wirksame Rezepte vorstellen – und zwar einen Lippenbalsam bei Fieberblasen und eine Tinktur bei Erkältungskrankheiten!

Für den Lippenbalsam benötigt ihr ein Marmeladeglas, eine Handvoll Braunelle, ein gutes natives Olivenöl und Bienenwachs (eventuell noch ein paar Tropfen ätherisches Melissenöl).

  • Die gesammelten Braunellepflanzen werden ausgeschüttelt, damit keine Tierchen im Öl sind.
  • Dann werden diese in ein sterilisiertes Marmeladeglas gegeben und mit sehr gutem Olivenöl übergossen, damit die Blüten und Blätter gut darin schwimmen.
  • Das Glas wird nun etwa vier Wochen auf eine helle und sonnige Fensterbank oder auf der Terrasse in die Sonne gestellt.
  • Danach das Öl über ein feines Sieb abseihen und das Glas mit dem Öl in ein warmes Wasserbad stellen. Das Öl sollte nicht mehr als 70 Grad erreichen.
  • Dann werden auf 50 Gramm Öl etwa 10 Gramm Bienenwachs gegeben. Dieses sollte langsam schmelzen.
  • Wenn alles geschmolzen ist, könnt ihr bei Bedarf, wenn das Öl weiter abgekühlt ist, auch ein paar Tropfen ätherisches Melissenöl hinzufügen.
  • In sterilisierte Döschen füllen und erkalten lassen. Beschriften und fertig! Der Balsam ist etwa ein Jahr haltbar und kann bei Bedarf auf die Lippen gegeben werden – am besten schon bei den ersten Anzeichen einer entstehenden Fieberblase!

Für die Tinktur benötigt ihr lediglich ein Marmeladeglas, eine Handvoll Braunelle und Ansatzkorn.

  • Die Braunelle wird zerkleinert in ein sterilisiertes Marmeladeglas gegeben und mit Ansatzkorn übergossen, damit alles bedeckt ist.
  • Nun wird das Glas so lange auf einer warmen Fensterbank stehen gelassen, bis die Pflanzen darin ausgebleicht sind. Dann ist der ganze Wirkstoff in den Alkohol übergegangen.
  • Die Tinktur über ein feines Sieb abgießen und in eine dunkle Flasche füllen.
  • Beim ersten Anzeichen von Halskratzen oder einer sich nähernden Fieberblase die Tinktur tropfenweise in einem Glas Wasser einnehmen (etwa 10 Tropfen) bis zu viermal am Tag!
  • Die Tinktur ist mindestens ein Jahr haltbar.

Gutes Gelingen!

Mädesüß – das pflanzliche Aspirin

Mädesüß – das pflanzliche Aspirin

Mädesüß – das pflanzliche Aspirin
Mädesüß – das pflanzliche Aspirin

An unseren kleinen Bachufern am Rindlberg blüht das Mädesüß und verströmt seinen einzigartigen Duft. Diese Pflanze mit den auffälligen bauschigen Blüten ist lange Zeit, bevor es entzündungshemmende Schmerzmittel gab, bei Grippe, Kopfschmerzen und anderen Schmerzzuständen verwendet worden. Als alte Druiden- und Heilpflanze galt das Mädesüß mit seinen Salizylverbindungen lange Zeit als gut verträgliches, pflanzliches Schmerzmittel und wir verdanken ihr auch die Erfindung des Aspirins – denn im 19. Jahrhundert konnte man den Wirkstoff identifizieren und ihn synthetisch herstellen. Den Namen verdankt die Pflanze ihrer Eigenschaft als Süßungs- und Geschmacksmittel, wurden doch mit den Blüten der Met gewürzt.

Mädesüß – Aussehen und Wirkung

Diese Pflanze lässt sich recht einfach identifizieren – man findet Mädesüß an Bachufern und feuchten Wiesen, es blüht im Juli und August mit auffälligen bauschigen Blütendolden und dabei duftet alles nach der alten Heilpflanze. Den Duft könnte man beinahe als medizinisch bezeichnen – ich finde es riecht leicht nach Pflaster oder Leukoplast. Viele beschreiben den Duft auch als marzipanartig oder nach Mandeln duftend. Der Geruch ist sehr beruhigend und aus diesem Grund wurde Mädesüß früher auch am Boden der gefegten Stube verteilt, um den heilenden Duft im Haus zu verteilen.

Aufgrund der darin enthaltenen Salicylate wirkt ein Tee oder eine Tinktur aus Mädesüß gegen grippale Infekte, Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen, rheumatische Beschwerden oder Fieber. Der starke Duft kann bei Überdosierung aber auch Kopfschmerzen verursachen! Die entzündungshemmende und harntreibende Wirkung kann besonders mit einem Tee erreicht werden – als Erkältungstee kann man Mädesüß mit Holunderblüten, Thymian (bzw. Quendel) und Lindenblüten mischen. Mit Honig und Ingwer als Wirkungsverstärker verfeinert hilft dieser Erkältungstrunk schnell wieder auf die Beine zu kommen.

DIY – Rezepte mit Mädesüß

Ich habe dieses Jahr neben dem getrockneten Kraut als Tee Mädesüß auch in einer Tinktur und als Sirup verarbeitet. Die Tinktur hilft besonders gut gegen Kopfschmerzen und kann tropfenweise im lauwarmen Wasser eingenommen werden. Der Sirup schmeckt erfrischend und gut, kann aber auch medizinisch benutzt werden – mit warmem Wasser aufgegossen hilft er natürlich ebenfalls bei Erkältungskrankheiten und Kopfschmerzen!

Für die Tinktur benötigt ihr eine Handvoll frische Mädesüß Dolden und Blätter, Ansatzkorn und ein Marmeladeglas:

  • Die Dolden und Blätter ausschütteln damit keine kleinen Tierchen verarbeitet werden.
  • Danach das Kraut in das mit kochendem Wasser sterilisierte Marmeladeglas geben und so weit mit Ansatzkorn aufgießen, dass das Kraut gut bedeckt ist.
  • Etwa drei bis vier Wochen stehen lassen bis die Farbe verblichen ist und danach mit einem feinen Sieb abseihen.
  • In eine dunkle Flasche einfüllen, beschriften und fertig!
  • Die Tinktur hält locker ein Jahr und kann bei Bedarf eingenommen werden.

Den Sirup habe ich mit frischen Apfelminzeblättern verfeinert, damit der Geschmack abgerundet ist. Du benötigst ein großes Glas mit Deckel, drei Handvoll Mädesüß-Dolden, genauso viel Minzblätter, ein Kilo Gelierzucker, eineinhalb Liter Wasser und eine Zitrone.

  • Die Dolden wie auch die Minzblätter gut ausschütteln und in das sterilisierte Glas geben.
  • Die Zitrone heiß abwaschen, in Scheiben schneiden und ebenfalls ins Glas geben.
  • Danach den Zucker über das Ganze gießen und mit dem Wasser auffüllen.
  • Den angesetzten Sirup drei Tage lang warm, am besten in der Sonne, stehen lassen.
  • Danach den Sirup über ein Baumwolltuch oder ein feines Sieb absieben und in sterilisierte Flaschen füllen.
  • Mit Wasser verdünnt schmeckt der Sirup herrlich erfrischend und süß!
DIY – Arnikaöl

DIY – Arnikaöl

DIY – Arnikaöl
DIY – Arnikaöl

Meine Lieben, ich muss mich entschuldigen, ich habe jetzt – ach du Schreck – 5 Wochen nichts in meinem Blog geschrieben. Ich war jedes Wochenende so beschäftigt mit Heilkräuter sammeln, Öle und Tinkturen ansetzen und ganz neu habe ich mich an Blütenessenzen herangetraut. Dazu nächste Woche mehr! Diese Woche erzähle ich euch von der Arnika, eine Alpenblume mit ganz erstaunlichen Eigenschaften. Auch bei uns auf nicht ganz 1.000 Meter Höhe im Waldviertler Nordwald findet man diese heilkräftige Pflanze noch, die teilweise fast ausgerottet ist. Aus diesem Grund ist ganz wichtig, nie die ganze Pflanze auszurupfen! Von einer netten Bäuerin aus der Steiermark habe ich den Tipp bekommen nur die Blütenblätter zu sammeln und pro Blüte zwei bis drei Blütenblätter stehen zu lassen. Dann finden die Bienen die Blüten zum Befruchten, die Arnika kann sich weiter ausbreiten, aber wir können uns trotzdem die heilkräftige Wirkung zunutze machen, zum Beispiel im Arnikaöl.

Die Arnika

Diese wunderschöne Pflanze mit den riesigen, ziemlich zerrupft aussehenden Blüten, ist eine der wichtigsten im österreichischen Alpenraum. Sie ist leicht giftig und reizend, deshalb darf sie nie innerlich eingenommen werden. Traditionell wird Arnika zu einer Tinktur verarbeitet, die auf Prellungen, schmerzende Gelenke und schlecht heilende Wunden aufgetragen und einmassiert wird. Das ist aber mitunter für empfindliche Personen oder heikle Hautareale oft sehr austrocknend und reizend. Aus diesem Grund setze ich ein Öl an mit Arnikablütenblättern. Dieses kann gut einmassiert werden, das Öl ist pflegend und die Wirkstoffe der Arnika gehen dennoch gut in die betreffende Stelle hinein. Man kann das Arnikaöl bei blauen Flecken, Prellungen oder Verstauchungen anwenden. Darüber hinaus noch bei arthritischen oder rheumatischen Beschwerden. Auch zur Narbenpflege oder bei schlecht heilenden Wunden (niemals anwenden, wenn diese Wunden noch offen oder gar blutig sind!) kann das Arnikaöl verwendet werden. Bitte vorsichtig und niedrig dosieren, denn manche Personen vertragen Arnika nicht gut!

DIY – Arnikaöl

Man benötigt einige frische Arnikablütenblätter, gutes natives Olivenöl und ein Marmeladenglas. Wie gesagt beim Sammeln bitte die Blüte mit zwei, drei Blütenblättern stehen lassen. Und auch nur bei sonnigem und trockenem Wetter sammeln, denn bei Regenwetter haben die Blüten keine Kraft.

  1. Die Arnikablütenblätter locker im Marmeladenglas schichten und darauf achten, dass keine kleinen Käfer oder andere Insekten auf den Blütenblättern sitzen.
  2. Dann das Olivenöl über die Blüten gießen bis alle gut bedeckt sind. Dann noch zur Sicherheit etwas mehr Öl ins Glas geben – die Blütenblätter dürfen nicht an der Oberfläche schwimmen, sondern darunter, sonst kann das Öl zu schimmeln anfangen!
  3. Das Öl sollte nun an einer hellen und leicht sonnigen Fensterbank für drei bis vier Wochen durchziehen.
  4. Dann über ein feines Sieb oder, noch besser, ein Baumwolltuch absieben und gut ausdrücken.
  5. Das Öl in eine dunkle Flasche füllen. Es ist etwa ein Jahr gut haltbar und kann sofort verwendet werden.

Gutes Gelingen!

DIY – Hollersirup

DIY – Hollersirup

DIY – Hollersirup
DIY – Hollersirup

Bei uns blüht gerade der Holunder und ich möchte euch ein gutes Rezept für selbstgemachten Holunderblütensirup – in Österreich Hollersirup – vorstellen. Der schwarze Holunder gilt seit langer Zeit als heiliger Baum, der mit den Toten in Verbindung steht. Gewidmet ist er der Holla – also der alten großen Muttergöttin oder der Erdgöttin, die lange Zeit verehrt wurde. Denn sie steht an der Schwelle zwischen Leben und Tod und kann wie in den Raunächten furchteinflößend sein, aber im Frühling auch wieder alles zum Blühen bringen. Seit jeher bringt es Unglück einen Holunder zu fällen und jedes Haus sollte einen Baum haben. Dabei sucht er sich selbst den Platz aus. In unserem Garten wachsen sehr viele Holunder, und ich bringe es nicht übers Herz auch nur einen umzuschneiden!

Der Holunder

Der Holunder kommt in unseren Breitengraden sehr häufig vor und erfreut uns im frühen Sommer mit seinen duftenden Blüten und im Spätsommer mit seinen Beeren. Die Blüten wie auch die Beeren werden naturheilkundlich verwendet. Ein Tee aus getrockneten Holunderblüten ist schweißtreibend, entzündungshemmend und schmerzstillend und kann aus diesem Grund bei Erkältungen oder Husten getrunken werden. Die schwarzen Beeren sind roh leicht giftig – was sich mit Übelkeit und Erbrechen zeigen kann – im gekochten Zustand jedoch zerfällt das giftige Sambunigrin und die Beeren können als Saft oder Marmelade genutzt werden. Sie enthalten viel Vitamin C und sind antioxidativ. Besonders die Falvonoide und Phenole sind wahre Radikalenfänger und sehr gesund! Um sein Immunsystem in der kalten Jahreszeit zu stärken, empfiehlt es sich regelmäßig Wasser mit Hollersirup zu trinken. Besonders Kinder trinken gerne dieses aromatische und süße Getränk!

DIY – Hollersirup

An einem klaren Tag sammelt man die duftenden Dolden am Holunderbaum. Bitte achtet darauf, dass ihr dem Baum noch ein paar Dolden lasst, damit er nicht zu geschwächt wird. Ihr benötigt noch ein großes Glas mit Deckel, Wasser, Zucker, Zitronen und eventuell Zitronensäure.

  1. Die gesammelten Dolden ausschütteln, damit die kleinen schwarzen Käfer, die so gerne in den Blüten sitzen, flüchten können.
  2. Das Glas mit kochendem Wasser sterilisieren und zwei Liter Wasser mit zwei Kilo Zucker in dem Glas vermengen.
  3. Dann eventuell 20 Gramm Zitronensäure hinzufügen. (Zitronensäure ist kein natürliches Produkt und wird auf einem Schimmelpilz gezüchtet. Falls ihr es dennoch dazugeben möchtet – es ist nicht giftig – auch ich gebe es dazu.)
  4. Zwei Bio-Zitronen heiß abwaschen und ebenfalls in die Wasser-Zucker-Mischung geben.
  5. Alles gut mit einem Kochlöffel durchrühren bis sich der Zucker gelöst hat.
  6. Dann etwa 40 Holunderblütendolden hinzufügen. Diese mit dem Kochlöffel unter die Mischung ziehen.
  7. Die Mischung wird drei Tage lang an einem warmen Ort stehen gelassen.
  8. Alles über einem feinen Sieb abschütten und in sterilisierte Gläser füllen. Fertig ist der Hollersirup!

Der Sirup schmeckt auch sehr gut als erfrischendes Sommergetränk mit halb Weißwein, halb Mineralwasser und Minz- oder Melisseblättern – ein selbstgemachter Hugo 🙂

Gutes Gelingen!

Das wunderbare Apfelessig-Honig-Wasser

Das wunderbare Apfelessig-Honig-Wasser

Das wunderbare Apfelessig-Honig-Wasser
Das wunderbare Apfelessig-Honig-Wasser

Das Trinken von Apfelessig hatte seinen großen Boom in den 90er Jahren – da wurde es als großes Heilmittel überall vermarktet und viele Bücher dazu geschrieben. Dann ist es immer mehr in Vergessenheit geraten – zu Unrecht, denn der Apfelessig – und Honig sowieso – sind ein altes und Jahrtausende lang genutztes Mittel gegen diverse Beschwerden. Als tägliches Ritual in lauwarmen Wasser genossen, hilft das Apfelessig-Honig-Wasser dem ganzen Organismus und kann einigen Beschwerden vorbeugen!

Geschichte des Apfelessigs

Die Verwendung von Essig als Lebens- und Heilmittel ist sehr alt. Bereits die alten Babylonier und Ägypter verwendeten Essig als Würz- und Konservierungsmittel. Die Legionäre im alten Rom hatten Essig bei ihren Eroberungszügen immer bei sich – da er schlechtes Trinkwasser trinkbar machen konnte und gut gegen Darmerkrankungen half. Da aber Geschirr und auch die Wasserleitungen im römischen Reich oft aus Bleiverbindungen waren, zogen sich die Römer mit dem Trinken von Essig Vergiftungen zu – die Essigsäure löste das Blei aus den Schüsseln. Im Mittelalter wurden Waschungen mit Essig empfohlen, um die Kranken zu reinigen und zu heilen und während der Pestzeit wurde Essig zur Desinfizierung empfohlen. Zu Desinfizierungszwecken wurde Essig bis ins 18. Jahrhundert verwendet, und in Osteuropa wird Essig heutzutage noch sehr gerne getrunken. Der amerikanische Arzt Dr. Jarvis hat Anfang des 20. Jahrhunderts unter anderem auch die Vorteile des Apfelessigs in einem Buch veröffentlicht, da er als Landarzt in Vermont die Hausmittel der Bevölkerung studierte.

Gesundheitliche Wirkung von Apfelessig

Apfelessig regt die Bildung von Verdauungssäften an und unterstützt damit besonders die Fett- und Kohlenhydratverdauung. Aus diesem Grund wird er bei Diäten oft als Fettverbrenner beworben – dabei unterstützt er eigentlich nur die Verdauung, die Nährstoffe werden besser verwertet und aus diesem Grund hat man weniger Hunger. Lustigerweise reduziert sich der Gusto auf Süßes radikal, das habe ich bereits nach ein paar Tagen bemerkt! Der Grund dürfte in der Regulierung des Blutzuckerspiegels liegen, da Schwankungen verhindert werden. Das ist besonders bei Diabetes wertvoll und kann hier auch eingenommen werden. Auch der Cholesterinspiegel normalisiert sich, wenn man regelmäßig Apfelessig zu sich nimmt. Obwohl Essig sauer ist, wird er im Körper basisch verstoffwechselt und hilft bei Übersäuerung. Besonders der hohe Anteil an Mineralstoffen wie Kalium und Magnesium unterstützt den Körper.

Apfelessig-Honig-Wasser am Morgen

Am besten nimmt man jeden Morgen auf nüchternen Magen ein Glas mit lauwarmen Wasser, zwei Teelöffel naturtrüben Apfelessig und einen Teelöffel Honig zu sich. Bis zum Frühstück sollte man dann etwa 15 Minuten warten. Es schmeckt sehr mild und bekömmlich und man merkt bereits nach ein paar Tagen die Wirkung: die Verdauung funktioniert sehr gut, das Hautbild wird schöner, der Heißhunger auf Süßigkeiten verschwindet und auch das Immunsystem arbeitet besser. Der zusätzliche Honig versorgt den Körper noch mit vielen wertvollen Stoffen und zerstört Bakterien im Körper. Der Apfelessig hat durch die saure Vergärung viele Milchsäurebakterien, die eine probiotische Funktion auf den Darm haben – er ist aber viel billiger als so manche Probiotika aus der Apotheke! Diese Stoffe helfen auch gegen Entzündungen im Körper wie Arthritis, Rheuma, Gicht oder Entzündungen der Nasennebenhöhlen. Auch Allergien werden unter der Einnahme positiv beeinflusst. Ganz wichtig ist es aber, einen hochwertigen Bio-Apfelessig zu verwenden, der nicht gefiltert, also naturtrüb ist – nur dann sind alle wichtigen Stoffe enthalten!

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