Natron, ein Wundermittel?!

Natron, ein Wundermittel?!

Natron, ein Wundermittel?!
Natron, ein Wundermittel?!

Natron ist auch unter Natriumhydrogencarbonat bekannt, und wird gemeinhin als Speisesoda, Backsoda oder Speisenatron bezeichnet. Es ist in jedem Supermarkt erhältlich und dient beim Backen als Backtriebmittel. Daneben ist es auch noch ein beliebtes Hausmittelchen, und wird bei fast jedem Beschwerdebild empfohlen. Vor allem Entgiftungs- und Basenkuren werden mithilfe von Natron durchgeführt. Ich selbst habe viel mit Natron ausprobiert, aber hält dieses Wundermittel auch was es verspricht?

Anwendungen im Haushalt

Da Natron das Wasser weicher und basisch macht, ist es vor allem im Haushalt eine nützliche Hilfe. Hervorzuheben ist die Fähigkeit unangenehme Gerüche zu neutralisieren. Ich benutze Natron sehr gerne dafür, Wasserflaschen, die leicht zu müffeln beginnen, zu reinigen. Einfach einen kleinen Löffel Natron in die Flasche geben, heißes Wasser dazu und etwa eine Stunde einwirken lassen. Danach mit einer Flaschenbürste auswaschen, und die Flasche duftet wieder wie neu.

Ich gebe Natron auch sehr gerne zur weißen Wäsche um mögliche Grauschleier zu verhindern. Da ich ein selbst gemachtes Waschmittel benutze (Kernseife, Waschsoda, Essigessenz als Weichspüler) ist Natron eine willkommene Hilfe um weiße Wäsche auch weiß zu behalten.

Grundsätzlich kann man alles Schmutzige und Stinkende mit einer Lösung aus Wasser und Natron einwirken lassen, und der Geruch verschwindet bzw. der Dreck lässt sich leichter entfernen.

Anwendungen zur Körperpflege

In letzter Zeit häufen sich die Negativschlagzeilen in Bezug auf Deodorants. Die beigesetzten Aluminiumsalze verschließen die Poren, und verhelfen so dem Deo zu seiner Wirkung. Jedoch haben bereits mehrere Studien bewiesen, dass es einen Zusammenhang geben könnte zwischen Brustkrebs und der Verwendung von Deos mit Aluminiumsalzen. Hier kann Natron helfen: es hat ebenfalls eine geruchsbindende Wirkung. Eine Wasserlösung mit Natron kann in eine Sprühflasche gefüllt und anstatt eines Deos verwendet werden. Eine kostensparende und körperschonende Alternative!

Ich bin grundsätzlich mit Peelings unzufrieden – sie kosten eine Menge Geld, und meine Poren werden nie rein. Ganz im Gegenteil, viele Peelings verursachen bei mir Reizungen und Hautunreinheiten. Zufällig bin ich durch meine Entgiftungsbäder (dazu weiter unten mehr) darauf gestoßen, Natron als Peeling zu verwenden. Die Anwendung ist denkbar einfach: einfach eine Handvoll Natron nehmen, etwas Wasser dazu geben und sanft ins Gesicht einmassieren. So sauber wurde meine Haut noch mit keinem Peeling. Es ist absolut tiefenreinigend und reizt die Haut nicht, solange es nicht zu lange darauf belassen wird. Spätestens wenn die Haut anfängt zu kribbeln mit viel Wasser abnehmen!

Auch als Zahnpasta kann Natron verwendet werden. Da ich aber Angst habe, meinen Zahnschmelz abzureiben, bin ich damit äußerst vorsichtig. Wer Verfärbungen von Tee, Kaffee oder Nikotin an den Zähnen hat, kann mit seinem Finger vorsichtig das Natronpulver aufbringen und mit kreisenden Bewegungen die Verfärbungen abtragen. Damit war ich selbst sehr erfolgreich!

Natron als Entgiftungsbooster

Natronbad - Unterstützung bei Entgiftungs- und Basenkuren
Natronbad – Unterstützung bei Entgiftungs- und Basenkuren

Da bei vielen Entgiftungskuren die Nieren besonders zu leiden haben (durch die erhöhte Giftausscheidung landet sehr viel in unseren Entgiftungsorganen Nummer eins), sollte die Haut immer frei und „entgiftungsbereit“ sein. Denn die Haut ist, als unser größtes Organ, ebenfalls daran beteiligt gelöste Gifte auszuscheiden. Aus diesem Grund wird sehr gerne Natron empfohlen, besonders Natronbäder.

Ein Natron-Entgiftungsbad sieht folgendermaßen aus: etwa 100g Natron in ein Vollbad geben, und bei körperwarmen Wasser so lange wie möglich im Wasser bleiben. Die Gifte in der Haut beginnen sich etwa erst nach einer halben bis dreiviertel Stunde zu lösen, deshalb ist ein Bad unter einer Stunde kaum sinnvoll. Durch den osmotischen Effekt werden dann die Gifte ausgeschieden und ans Wasser abgegeben. Man erkennt das daran, dass das Wasser immer saurer wird – d.h. die körpereigenen Säuren werden abgegeben und verändern des pH-Wert des Wassers.

Ich habe während meiner Entgiftungskuren einmal in der Woche ein solches Bad gemacht, und konnte leider kaum eine Veränderung wahrnehmen. Auch fühlte sich meine Haut nicht wirklich sauberer aus. Als begeisterte Joggerin kam ich eines Abends nach einem Lauf nach Hause und hatte plötzlich die Idee meinen Körper nach einer kurzen Wasserdusche mit Natron einzureiben, kurz einwirken zu lassen und dann abzuwaschen. Ich dachte mir, dass ich durch das Schwitzen beim Laufen doch einiges an Gifte ausgeschieden haben müsste. Der Effekt war unglaublich: so sauber hatte ich mich noch nie gefühlt, ich war wirklich porentief rein. Nachher hatte ich noch meine geliebte Kernseife benutzt, und die Kombination war einfach toll.

Aus diesem Grund habe ich angefangen meine wöchentlichen Entgiftungsbäder anders zu gestalten: erst lege ich mich kurz in die Badewanne mit körperwarmen Wasser ohne Zusätze. Dann reibe ich mich mit Natron ein, lege mich wieder in die Wanne und bleibe so an die 10 Minuten liegen. Dann wasche ich mich normal mit Kernseife und lege mich wieder für 10 Minuten in die Wanne. Am Badewannenrand könnt ihr dann erkennen, wie viele Gifte massiv ausgeschieden werden – sie muss nachher gereinigt werden!

Wichtig ist es an diesem Tag keine Körperlotion oder Ähnliches zu verwenden, denn die Haut ist nun porentief gereinigt worden, und kann wieder von innen Säuren und Gifte ausscheiden. Das kann aber nur gelingen, wenn die Haut frei bleibt. Auch habe ich, seitdem ich diese Körperpflege betreibe, keine trockene Haut mehr, sie hat wieder selbst gelernt mich mit Feuchtigkeit zu versorgen. Tägliches Eincremen gehört bei mir der Vergangenheit an!

Die Mär vom Säureschutzmantel

Immer öfter höre ich auch Kritik über die Verwendung von Natron für die Haut, weil es angeblich den Säureschutzmantel zerstört. Die Mär von der sauren Haut ist dadurch entstanden, dass die Hersteller von Shampoos und Duschgels den Säuregehalt der Haut von Durchschnittsmenschen gemessen hat, und hier einen durchschnittlichen Wert (pH-Wert von 5,5 also sauer) als gesund angenommen haben. Jedoch hat ein Neugeborenes, wenn es zur Welt kommt, einen pH-Wert von 7, was dem neutralen Wert von Wasser entspricht (also weder sauer noch basisch). Man kann davon ausgehen, dass die Haut eines Neugeborenen gesünder ist, als die des Zivilisationsmenschen. Aus diesem Grund ist eine basische Hautpflege wünschenswert, denn sie verschiebt den sauren pH-Wert der Haut wieder in den pH-neutralen Bereich, in der sie sein sollte, wenn sie gesund ist.

Innerliche Einnahme von Natron

Ich habe versucht Natron einzunehmen, da  es auch innerlich helfen soll den Körper wieder basischer zu machen. Denn die Übersäuerung in unserem Körper ist maßgeblich an Krankheiten und Beschwerden beteiligt. Jedoch finde ich den Geschmack einfach nur abstoßend, und konnte auch keinerlei angenehme Nebeneffekte ausmachen. Ich freue mich aber über eure Berichte im Kommentarbereich, falls ihr andere Erfahrungen gemacht habt.

Bei folgenden Beschwerden soll die innerliche Einnahme helfen (nicht selbst ausprobiert):

  • Bei beginnender Grippe oder Erkältung, um der Erkrankung die Spitze zu nehmen.
  • Nach dem Essen bei Völlegefühl.
  • Sodbrennen, um die Magensäure zu binden.
  • Krebstherapie, da Natron Krebszellen vernichten kann. Außerdem verträgt man angeblich die Chemotherapie besser, und schützt seine Organe.

Mittlerweile habe ich selbst viele tolle Erfahrungen mit der innerlichen Einnahme gemacht! Artikel siehe hier!

 

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