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Tag: Stress

Unsere Nebennieren sind Meisterinnen der Improvisation

Unsere Nebennieren sind Meisterinnen der Improvisation

Wenn wir an unsere Nebennieren denken, dann denken wir sehr schnell an eines, und zwar Stress. Sie werden als unsere Stressdrüsen bezeichnet, bei chronischer Erschöpfung ist von einer Nebennierenschwäche die Rede und Cortisol hat mittlerweile einen ähnlich schlechten Ruf wie Cholesterin. Am besten hätten wir von beidem möglichst wenig, dann wären wir gesund – glauben wir zumindest.

Dabei tun wir den Nebennieren damit ziemlich unrecht, und das möchte ich euch an einem sehr schönen Bild demonstrieren:

Stellt euch eine Mutter an einem dieser Tage vor, an denen einfach alles gleichzeitig passiert: Das Kind ist krank, das Telefon klingelt, auf dem Herd kocht das Essen, im Kopf läuft bereits die Einkaufsliste für morgen und dann kommt auch noch eine Nachricht aus der Arbeit herein, die sofort beantwortet werden muss. Innerhalb weniger Sekunden werden Prioritäten verschoben, Entscheidungen getroffen und Lösungen gefunden. Irgendwie funktioniert am Ende alles.

Genau das können unsere Nebennieren hervorragend: improvisieren. Sie reagieren auf das, was in diesem Moment von uns verlangt wird, und stellen unseren Körper innerhalb kürzester Zeit darauf ein. Problematisch ist es also nicht, wenn wir Stress haben, dafür sind wir Menschen gemacht. Problematisch wird es erst, wenn aus einer kurzen Improvisation ein Dauerzustand wird und Ruhe nie in Sicht ist.

Die Schilddrüse gibt den Takt vor und unsere Nebennieren improvisieren

Die Schilddrüse ist die Komponistin unseres Körpers: Sie gibt den Grundrhythmus vor und beeinflusst, in welchem Tempo viele unserer Stoffwechselprozesse ablaufen.

Die Nebennieren übernehmen dabei eine andere Aufgabe: Sie reagieren darauf, wenn plötzlich etwas vom Notenblatt abweicht.

Dafür besitzen sie gleich zwei vollkommen unterschiedliche Bereiche. In der Nebennierenrinde entstehen unter anderem Cortisol, Aldosteron und DHEA. Im Nebennierenmark werden Adrenalin und Noradrenalin gebildet. Vereinfacht gesagt fragt dabei das Adrenalin: „Was müssen wir in den nächsten Sekunden tun?“, während Cortisol eher wissen möchte: „Wie stellen wir uns in den nächsten Minuten und Stunden auf diese Situation ein?“

Für unsere Vorfahren war diese Fähigkeit überlebenswichtig. Stellen wir uns einen Menschen vor, der irgendwo am Waldrand Nahrung sammelt. Eigentlich ist alles ruhig, bis plötzlich ein Raubtier auftaucht. Innerhalb kürzester Zeit muss sich der gesamte Körper verändern. Aufmerksamkeit und Kreislauf werden hochgefahren, Energie wird mobilisiert und die Muskeln werden auf Bewegung vorbereitet. Ob unser Mensch nun davonläuft, auf einen Baum klettert oder sich verteidigt, ist für unsere Geschichte gar nicht entscheidend. Wichtig ist, was danach geschieht: Das Raubtier verschwindet.

Unser Mensch kehrt zurück, setzt sich zu seiner Gruppe, isst, ruht sich aus und schläft irgendwann ein. Die Stressreaktion hatte einen Anfang und ein Ende. Genau dieses Zurückkehren gehört genauso zu einem gesunden Stresssystem wie das Hochfahren.

Cortisol ist nicht unser Feind

Hier müssen wir mit einem der hartnäckigsten Missverständnisse rund um die Nebennieren aufräumen. Cortisol ist kein Hormon, das unser Körper produziert, um uns krank zu machen. Wir könnten ohne Cortisol überhaupt nicht leben. Es hilft dabei, Energie bereitzustellen, unseren Blutdruck aufrechtzuerhalten, Entzündungsreaktionen zu regulieren und uns an Belastungen anzupassen. Besonders am Morgen trägt es dazu bei, dass unser Organismus vom Schlaf- in den Aktivitätsmodus wechselt.

Gesteuert wird Cortisol über die sogenannte HPA-Achse, und obwohl dieser Begriff kompliziert klingt, ist das Prinzip dahinter recht simpel. Der Hypothalamus im Gehirn gibt ein Signal an die Hypophyse, diese schüttet ACTH (Adrenocorticotropes Hormon) und ACTH wiederum sagt der Nebennierenrinde, dass sie Cortisol produzieren soll. Sobald genügend Cortisol vorhanden ist, winkt dieses zurück zu Gehirn und Hypophyse und bremst die weitere Produktion. Da bedeutet, dass die Stressreaktion ihre eigene Bremse also von Anfang an in sich trägt.

Genau deshalb ist der heute so häufig verwendete Begriff „Nebennierenschwäche“ nicht sonderlich konkret. Er vermittelt das Bild einer Drüse, die durch zu viel Arbeit irgendwann leer geworden ist und nun einfach nicht mehr genügend Cortisol herstellen kann. Aber das Krankheitsbild ist vielmehr eine fehlende Regulation des gesamten Stresssystems. Chronische Belastung kann mit einer stärkeren, aber auch mit einer abgeflachten Reaktion der HPA-Achse einhergehen.

Gesund bedeutet aus diesem Grund nicht, möglichst wenig Cortisol zu produzieren, sondern flexibel reagieren zu können!

Unser Körper braucht einen klaren Anfang und ein klares Ende des Tages

Einer der spannendsten Punkte in der modernen Stressforschung ist unser Tagesrhythmus. Cortisol wird nämlich keineswegs gleichmäßig über den Tag ausgeschüttet. Schon in der zweiten Nachthälfte beginnt seine Aktivität anzusteigen, morgens ist sie hoch und über den Tag nimmt sie normalerweise wieder ab. Nach dem Aufwachen gibt es bei vielen Menschen zusätzlich einen deutlichen Anstieg innerhalb der ersten 30 bis 45 Minuten, die sogenannte Cortisol Awakening Response, kurz CAR.

Unser Körper fährt morgens also sein System hoch. Und einer der wichtigsten Taktgeber dafür befindet sich direkt vor unserer Haustür: Tageslicht.

Spezielle Zellen in unserer Netzhaut registrieren das Licht und geben diese Information an unsere innere Uhr im Gehirn weiter. Damit beeinflusst Licht unter anderem unseren Schlaf-Wach-Rhythmus, Melatonin, Körpertemperatur, Stoffwechsel und auch die Cortisolregulation. In einer klassischen Untersuchung führte helles Licht am frühen Morgen sogar zu einem rund 35 Prozent stärkeren Cortisolanstieg. Auch spätere Studien konnten zeigen, dass Licht nach dem Aufwachen die Cortisolantwort beeinflusst.

Unser Körper braucht ganz klare Zeitinformationen und morgens ist die Information Licht, jetzt beginnt der Tag. Abends hingegen sollte die Gegenbewegung stattfinden. Wenn es dunkler wird, steigt normalerweise Melatonin an und signalisiert unserem Körper die biologische Nacht. Sitzen wir dagegen bis kurz vor dem Schlafengehen vor Blaulicht, wird dieses Signal undeutlich. Studien zeigen, dass abendliches Licht Melatonin unterdrücken, die innere Uhr verschieben und sogar die Wachheit am nächsten Morgen beeinträchtigen kann.

Unser gesamtes System braucht einen guten Rhythmus zwischen Tag und Nacht, Aktivität und Ruhe, Anfang und Ende.

Bewegung ist guter Stress

Noch spannender wird es bei Bewegung. Denn Sport erhöht unter Belastung Cortisol, besonders wenn wir intensiv oder lange trainieren. Nach der verbreiteten Vorstellung, möglichst wenig Stress sei gut für unsere Nebennieren, müsste Sport also eigentlich schädlich sein. Aber genau das Gegenteil ist der Fall!

Bewegung ist ein kontrollierter Stressreiz. Der Körper muss hochfahren, Energie bereitstellen, eine Herausforderung bewältigen und danach wieder in seinen Ausgangszustand zurückkehren. Er übt damit jene Flexibilität, die wir auch im normalen Leben benötigen. Studien zeigen entsprechend Zusammenhänge zwischen körperlicher Aktivität und einer günstigeren Stressregulation.

Eine Untersuchung zeigte, dass Männer nach einer intensiveren Trainingseinheit auf späteren psychosozialen Stress mit einer abgeschwächten Cortisolantwort reagierten und schneller wieder zum Ausgangsniveau zurückkehrten. Auch eine höhere aerobe Fitness wurde mit einer geringeren Cortisolreaktion auf psychosozialen Stress in Verbindung gebracht.

Das System lernt also Flexibilität durch den Wechsel zwischen Herausforderung und Erholung.

Selbst MacGyver braucht irgendwann mehr als eine Büroklammer

Neben Licht, Bewegung und Erholung gibt es noch einen Bereich, den wir bei Stress gerne vergessen: Der Körper braucht Material, mit dem er arbeiten kann.

Gerade Frauen versuchen in belastenden Lebensphasen häufig zusätzlich abzunehmen, essen sehr wenig, trainieren viel und wundern sich dann, warum sie sich zunehmend erschöpft fühlen. Für unseren Körper existiert kein Unterschied zwischen einer Crash-Diät und echter Nahrungsknappheit. Er weiß nicht, dass wir abnehmen möchten, sondern registriert: Es ist zu wenig Energie verfügbar. Und darauf muss er reagieren.

An dieser Stelle kommt mein MacGyver-Bild ins Spiel. Unsere Nebennieren können unglaublich gut improvisieren. Aber selbst MacGyver kann irgendwann kein Haus bauen, wenn wir ihm nur eine Büroklammer und eine Kopfschmerztablette in die Hand drücken.

Besonders wichtig ist dabei Eiweiß. Wir benötigen Proteine für unseres gesamtes Hormonsystem, denn dieses besteht aus Enzymen, Rezeptoren, Transportproteinen, mitochondrialen Proteinen und anderen Zellstrukturen. Um das bilden zu können braucht der Körper Aminosäuren. Bei Adrenalin und Noradrenalin wird die Verbindung sogar noch direkter, denn deren Synthese beginnt mit der Aminosäure Tyrosin. Cortisol, Aldosteron und DHEA selbst wird aus Cholesterin hergestellt.

Auch Fette gehören zu diesem Versorgungssystem. Cholesterin ist der Ausgangsstoff der Steroidhormone, während Fette außerdem Bestandteile unserer Zellmembranen und essentielle Fettsäuren liefern und die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine ermöglichen. Unser Körper kann Cholesterin selbst herstellen, deshalb bedeutet mehr Fett natürlich nicht automatisch mehr Cortisol, aber eine dauerhafte fett- und energiearme Ernährung kann Teil einer insgesamt mangelhaften Versorgung sein.

Der entscheidende Begriff ist hier Versorgungssicherheit. Wir müssen nicht ständig essen, wenn aber Schlafmangel, hoher Alltagsstress, intensives Training, lange Nahrungspausen und eine deutliche Kalorienrestriktion gleichzeitig auftreten, wird daraus ganz einfach chronischer Stress.

Vitamin C, Magnesium und Co.

Natürlich spielen auch Mikronährstoffe eine wichtige Rolle. Besonders wichtig ist dabei Vitamin C, denn die Nebennieren gehören tatsächlich zu den Organen mit der höchsten Vitamin-C-Konzentration im Körper. Vitamin C wird unter anderem bei der Catecholaminsynthese, verschiedenen enzymatischen Prozessen und für den antioxidativen Schutz benötigt.

Ähnlich sieht es mit Pantothensäure, also Vitamin B5, aus. Sie wird für die Bildung von Coenzym A benötigt und ist damit an zentralen Stoffwechselwegen beteiligt. Auch Magnesium spielt bei ATP-Nutzung, Nervensystem, Muskelarbeit und enzymatischen Reaktionen eine wichtige Rolle.

Proteine sind das Baumaterial, Vitamine und Mineralstoffe die Werkzeuge. in MacGyvers Koffer. Fette stellen wichtige Ausgangsstoffe und Zellstrukturen bereit und genügend Energie sorgt dafür, dass überhaupt gearbeitet werden kann.

Naturheilkundliche Unterstützung für unser Anpassungssystem

Auch die Naturheilkunde hat einiges auf Lager, um unser Stresssystem zu unterstützen. Besonders Adaptogene werden traditionell für die Anpassungsfähigkeit des Organismus an Belastungen genutzt. Dazu gehören Rosenwurz, Ashwagandha, Schisandra und Taigawurzel.

Akupressur lässt sich ebenso wunderbar in den Alltag integrieren. Niere 1, mitten unter dem Fuß, ist für mich einer der schönsten Punkte, wenn man sich wieder erden möchte. Magen 36 wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin seit Jahrhunderten als wichtiger Aufbaupunkt verwendet (außen vier Finger breit unter dem Knie), Perikard 6 nutze ich gerne bei innerer Unruhe und Überforderung (drei Finger breit über dem Handgelenk, mittig) und Milz 6 ist ein klassischer Frauenpunkt bei Erschöpfung und hormonellen Themen (vier Finger über dem inneren Fußknöchel).

Das Schüßler-Salz Nr. 5 Kalium phosphoricum ist das klassisches „Nervensalz“, Nr. 7 Magnesium phosphoricum unterstützt die Entspannung, Nr. 2 Calcium phosphoricum hilft bei Aufbau und Nr. 3 Ferrum phosphoricum bei allgemeiner Schwäche und Rekonvaleszenz. Auch die Homöopathie kennt verschiedene Mittelbilder bei Erschöpfungszuständen, z.B. Nux vomica, Sepia, Arsenicum album und Gelsemium.

Sicherheit ist das, was wir brauchen

Unser Stresssystem reagiert nicht nur auf körperliche Belastungen. Ein Streit, permanente Sorgen, das Gefühl, niemals fertig zu werden, dauernde Erreichbarkeit und innere Alarmbereitschaft werden ebenfalls biologisch übersetzt. Genau deshalb sind Meditation, Atemübungen, Stille und Entspannungsverfahren so unverzichtbar. Eine große Metaanalyse aus dem Jahr 2024 mit 58 randomisierten Studien und insgesamt 3.508 Menschen zeigte, dass für Meditation, Achtsamkeit und Entspannungsverfahren Cortisolmarker markant beeinflussen.

Unser Körper braucht immer wieder die Information: Du bist sicher.

Wenn ich mir ansehe, wie wir heute leben, liegt genau hier eines unserer größten Probleme. Morgens stehen wir in einem dunklen Schlafzimmer auf und schauen als Erstes auf einen hellen Bildschirm. Tagsüber sitzen wir stundenlang, essen nebenbei, hetzen von einer Aufgabe zur nächsten und versuchen eventuell noch, möglichst wenig Kalorien zu uns zu nehmen. Abends sind wir vollkommen erschöpft, aber unser Gehirn bekommt durch Licht, Nachrichten und Bildschirm noch stundenlang die Information, dass der Tag weitergeht. Und am nächsten Morgen beginnt alles von vorne.

Unsere Nebennieren brauchen Rhythmus: morgens Licht, tagsüber Bewegung und ausreichend Nahrung, Herausforderungen, die irgendwann wieder enden, abends wenig Licht und mehr Ruhe und nachts genügend Schlaf.

Die Nebennieren sind nicht für ein stressfreies Leben gemacht

Je länger ich mich mit den Nebennieren beschäftige, desto mehr erkenne ich, dass wir Menschen evolutionär genial angepasst sind an Stress, denn unser Leben war nie stressfrei: Unsere Vorfahren mussten Nahrung finden, Kälte überstehen, Kinder beschützen, vor Gefahren fliehen und mit unzähligen Unsicherheiten leben. Unser Körper kann sehr gut damit umgehen.

Wir dürfen uns anstrengen, laufen, schwitzen, frieren, Probleme lösen, etwas Neues wagen und an manchen Tagen vollkommen improvisieren. Wir brauchen keine Angst vor jeder Cortisolausschüttung zu haben und müssen unseren Körper nicht in Watte packen. Aber was wir genauso dringend brauchen, ist das Danach.

Danach darf Ruhe einkehren. Wenn die Sonne untergeht, darf der Tag irgendwann zu Ende sein. Und es muss auch Momente geben, in denen nichts organisiert, nichts optimiert, nichts beantwortet und nichts gelöst werden muss.

Die Nebennieren sind Meisterinnen der Improvisation. Aber selbst die beste Improvisationskünstlerin kann nicht ununterbrochen auf der Bühne stehen.

Sie braucht einen verlässlichen Rhythmus, genügend Material, mit dem sie arbeiten kann, und vor allem die Gewissheit, dass nach jeder Herausforderung wieder ein Moment kommt, in dem sie nichts mehr tun muss.

Waldbaden – die tiefe Verbundenheit zur Natur

Waldbaden – die tiefe Verbundenheit zur Natur

Waldbaden – die tiefe Verbundenheit zur Natur
Waldbaden – die tiefe Verbundenheit zur Natur

Ich liebe den Wald! Seit ich im waldreichen Waldviertel wohne und innerhalb weniger Minuten im Wald bin, wird die Faszination immer größer. Meine Gedanken werden ruhiger, ich kann tiefer atmen und fühle eine innere Ruhe, die ich in der Stadt nie fühlen konnte. Fast scheint mein Herzschlag sich auf den des Waldes abzustimmen und er schlägt im Gleichklang. Das Waldbaden ist ein ziemlich neuer Trend aus Asien, der aber im Grunde bei uns nur wiederbelebt werden musste. Denn wir waren hier in Mitteleuropa immer tief verbunden mit dem Wald – ist er doch unser natürlicher Lebensraum!

Die Geschichte des Waldbadens

Der Begriff Waldbaden kommt aus Japan – Shinrin-Yoku in Japanisch – und ist etwas irreführend. Denn es hat nichts mit Bädern oder nur entfernt mit Wasser zu tun. Im Grunde ist es ein sehr achtsamer und langer Spaziergang im Wald, der unser Immunsystem stärken, unser Nervensystem beruhigen und unsere Seele erfreuen soll. In der 80er Jahren begannen Studien in Japan, die die Wirkung des Waldes auf den menschlichen Körper untersuchten und diese kamen zu erstaunlichen Ergebnissen:

  • Die menschlichen Abwehrkräfte werden durch die vermehrte Bildung von Killerzellen gestärkt. Dadurch wird auch die Bildung von Krebszellen gehemmt.
  • Die Atmungsorgane werden durch die Terpene, die im Wald von den Bäumen freigesetzt werden, angeregt und schwere Lungenerkrankungen dadurch vorgebeugt.
  • Der Blutdruck wird gesenkt und dadurch auch die Herzgesundheit gefördert.
  • Chronischer Stress wird vorgebeugt und damit auch Depressionen, Burn-out oder Schlafstörungen.
  • Die grünen Farben des Waldes wirken beruhigend auf unseren Parasympathikus und führen zu einer natürlichen Ruhe.
  • Ein mehrstündiger Spaziergang im Wald wirkt bis zu sieben Tage im Körper noch nach!

Den japanischen Wissenschaftlern können wir es verdanken, dass nun immer mehr Studien zur Gesundheit des Waldes durchgeführt werden. In Japan gibt es sogar einen eigenen Studienzweig und Waldbaden ist eine oft verordnete naturheilkundliche Behandlungsform bei psychischen Problemen, Herzbeschwerden oder Atemwegserkrankungen. Der Trend des Waldbadens hat aber im Grunde nur wiederbelebt, was bei uns schon immer vorhanden war – denn, dass Spaziergänge im Wald gesund sind, wussten schon unsere Vorfahren!

Der Stellenwert des Waldes in Europa

Wie bereits erwähnt ist der Wald unser natürlicher Lebensraum – denn bevor die Römer und später auch die Kelten begannen die Baumriesen abzuholzen, war Europa von Süditalien bis in den Norden Norwegens von Wald bedeckt. Europas Wälder glichen Kathedralen, in denen uralte riesige Buchen eine mystische Waldlandschaft prägten. Heutzutage sind die Bäume unserer Wälder oft nur etwa 100 Jahre alt, aber damals war der Wald alt, mächtig und urtümlich. Die Germanen und Kelten hatten ihre heiligen Haine, Quellen und Bäume – die Dorflinde zeugt noch von dieser alten Verbindung. Jetzt finden wir oft nur noch Fichtenmonokulturen, die von Borkenkäfermassen zerstört werden. Aber der Trend zum Ursprünglichen ist wieder da – immer öfter werden Stimmen laut, die Wälder wieder zu natürlichen Mischwäldern werden zu lassen ohne menschliche Eingriffe. Dabei ist unser Wald Klimaschützer Nummer eins – ein alter Baum kann die Umgebungstemperatur um 3 bis 5 Grad senken! Ich hoffe, dass der Trend des Waldbadens auch hilft die Achtung vor dem Wald wieder zu stärken!

Waldbaden – Übungen und Meditationen

Wer mit offenen Sinnen und achtsam in den Wald geht, kann die gesundheitlichen Auswirkungen genießen und zur Ruhe kommen. Beim Waldbaden helfen auch viele Übungen dabei, den ewig plappernden Verstand zur Ruhe kommen zu lassen und wieder zu sehen – denn wir sehen heutzutage die Wunder der Natur oft leider gar nicht mehr! Ich mache in meinen Gehmeditationen im Wald gerne folgende Übungen:

  • Verwurzelung: am besten barfuß die eigenen energetischen Wurzeln in den Boden wachsen lassen.
  • Sinne öffnen: sehen, hören, riechen, schmecken und spüren der Umgebung macht uns achtsamer.
  • Baumübung: in Zwiesprache mit den Bäumen kommen, ihre Kraft erspüren und sich mit ihnen verbinden.

Das und mehr macht Waldbaden aus. Es ist eben nicht nur der tägliche Spaziergang, sondern die offene Neugier, die lautlose Erforschung und der ruhige Gang auf Waldwegen. Wir können schnell durch den Wald hetzen und aus der Kür Pflicht machen oder uns öffnen für die Wunder der Natur.

Das Bauchgefühl und der Stress

Das Bauchgefühl und der Stress

Das Bauchgefühl und der Stress
Das Bauchgefühl und der Stress

Mein Bauch und ich sind nicht immer gute Freunde. Viel zu oft mache ich nur das, was mir mein Kopf rät und schiebe das Rumoren in meinem Bauch weit von mich. Es kommt auch oft irgendwie ungelegen – der Bauch ist einfach mit vielen Dingen, die wir tagtäglich so tun müssen nicht einverstanden. Aber ich traue es mich ja kaum zu schreiben (ich möchte ja nicht, dass er noch selbstbewusster wird) – aber ja, zu 99% hat mein Bauch einfach recht. Warum die Natur das so eingerichtet hat, warum unser Kopf immer lauter wird und warum wir keine Balance finden – diese Fragen versuche ich zu klären!

Das Bauchgefühl und unser Bauchgehirn

Wir haben nicht nur ein riesiges Nervengeflecht im Kopf, auch Gehirn genannt, sondern genauso in unserem Bauch. Dieses Geflecht ist sogar umfangreicher als in unserem Rückenmark. Dabei stehen unsere beiden Gehirne im ständigen Austausch – und zwar lustigerweise öfter in die eine als in die andere Richtung. Das heißt zu 90% sendet der Bauch ans Gehirn, aber nur zu 10% in die andere Richtung. Wir bemerken das eigentlich gar nicht bewusst, aber unser Bauch trifft oft schon die Entscheidung, bevor wir noch anfangen können darüber nachzudenken.

Evolutionstechnisch zu erklären ist unser Bauchgehirn mit der Tatsache, dass Essen und Verdauen immer schon fürs Überleben elementar war, aus diesem Grund könnte unser Bauch so sensibel sein. Aus spiritueller Sicht ist unser Bauch das nötig Gegengewicht zum Kopf – denn Gedanken und Emotionen sind zwei Gegenspieler, die sich aber gegenseitig brauchen. Ein verkopfter Mensch wird bei jeder Entscheidung das Für und Wider abwägen aber letztlich nie zu einer Entscheidung kommen – alles durchzudenken macht die Sache meist nicht besser. Ein Bauchmensch tut immer das, was ihm gerade in den Sinn kommt, ohne an die Folgen zu denken – auch nicht das Wahre! Nur in Kombination kann es funktionieren – nur leider hat sich der Kopf immer mehr in den Mittelpunkt geschlichen, während der Bauch zwar schreit, aber oft nicht mehr gehört wird.

Das Bauchgefühl in unserer heutigen Gesellschaft

Es fängt schon im Kindergarten an: wenn sich zwei Kinder nicht verstehen, dürfen sie diese Auseinandersetzung nicht körperlich ausfechten und sind dann entweder beste Freunde oder gehen einander aus dem Weg – nein, man muss darüber reden, Argumente finden, die Hände schütteln – also schön zivilisiert handeln, wir sind ja keine Höhlenmenschen mehr. Das stimmt aber so nicht, denn eigentlich sind wir schon noch genauso wie vor Tausenden vor Jahren, nur halt mittlerweile im Anzug, schön zivilisiert also. Wie dünn aber diese Decke ist, merkt man immer, wenn eine schlimme Katastrophe geschieht – Menschen kämpfen dann mit allen (!) Mitteln um ihr Überleben und das ihrer Nächsten. Und wer übernimmt dann die Führung? Auf jeden Fall nicht unser Verstand…

Das soll jetzt natürlich kein Plädoyer dafür sein, sich in Zukunft die Köpfe einzuschlagen, nur, weil man sich um den Parkplatz streitet – soll aber zeigen, dass unser Verstand uns genauso schnell verlässt, wenn es ums Wesentliche geht. Und das Wesen ist nun einmal nicht der Kopf und die Gedanken, sondern unsere Emotionen und unser Bauch. Wenn wir wieder die Evolution zurate ziehen, sehen wir, dass das Bauchgehirn auch lange vor dem Kopfgehirn vorhanden war, aber nur das Letztere hat uns zu Menschen gemacht. Ratio und Emotio zusammen ergibt ein unschlagbares Team – aber heutzutage darf man seinen Gefühlen kaum nachgeben. Dieser Frust schlägt sich dann lustigerweise oft in Fressattacken um – also holt sich der Bauch letztendlich auf andere Art und Weise sein Gehör!

Unser Bauchgefühl und die Balance

Wie Getriebene arbeiten wir tagaus und tagein. Wir erwachen in der Früh und schon rattert der Kopf und zählt uns auf, was wir heute zu erledigen haben. Viel zu oft hasten wir mit dem Gedanken – nur das muss ich noch machen und dann… Ja, was ist und dann? Meistens setzen wir uns zur „Ent-spannung“ (also eigentlich loslassen der Spannung) hin und starren aufs Smartphone, in den Fernseher, in den Laptop und werden weiterhin mit Informationen überflutet. Da gibt es keine Ent-spannung, nur eine Ver-spannung. Dabei geben wir unserem Verstand immer mehr Macht und Einfluss, er wird immer mehr gefüttert und gemästet, kann keine Informationen mehr aufnehmen. Der Bauch schreit schon gar nicht mehr Halt – er verweigert entweder seine Arbeit (Verstopfung), weil er nichts mehr verarbeiten kann, oder lässt es einfach ungehindert durchfließen (Durchfall), weil aufnehmen kann er ebenso nichts mehr. Manchmal passiert sogar beides im Wechsel…

Nun, wie finden wir noch eine Balance von Ratio und Emotio? Fragt euch einmal, wann ihr euch das letzte Mal einfach nur hingesetzt habt und nichts (!) gemacht habt – kein Smartphone, Essen, Buch, TV, etc. – einfach gar nichts. Nur sitzen und entspannen. Ich wette, die meisten schlafen nach spätestens 5 Minuten ein (ich übrigens auch). Wir sind einfach erschöpft, ausgelaugt, kaputt. Wer jetzt anfängt mit Yoga, Meditation oder autogenes Training – das sind schöne Dinge, aber da müssen wir wieder lernen, da gibt es wieder Informationen, da rattert gleich wieder der Kopf.

Ich habe die Antwort bis jetzt auch noch nicht wirklich gefunden, weiß nur, dass ich am besten abschalten kann, wenn ich mich in den Wald setze und nur höre, fühle, rieche und spüre. Ob das der richtige Weg ist, weiß ich nicht, aber da fühle ich mich als Mensch und ich kann kurz entspannen. Lange funktioniert es leider nicht, bevor wieder das Gedankenkarussell kommt, aber eine kurze Verschnaufpause ist es. Was ich auch versuche, ist, mich konsequent bei jedem Tun auf den Bauch zu konzentrieren – ist er damit einverstanden, fühlt es sich gut an? Es sind kleine Schritte, aber jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt!

Der ewige Kampf des Lebens

Der ewige Kampf des Lebens

Der ewige Kampf des Lebens
Der ewige Kampf des Lebens

Schon länger habe ich über kein seelisches Thema mehr geschrieben, und meine Reihe über ätherische Öle gefüttert. Nach wie vor bin ich überzeugt, dass diese besonderen Öle uns helfen können, körperliche wie auch seelische Probleme zu überwinden. Denn der Duft eines reinen ätherischen Öls wirkt direkt auf unser Unbewusstsein und der Verstand kann nicht dazwischenfunken. Unser logisches Denken, so wichtig es auch für die täglichen Problemlösungen sein mag, ist aber oft das Problem, denn die Ängste, die tief in uns sitzen und gespeist werden aus alten Traumata und Verletzungen, können damit nicht gelöst werden. Jeder hat Angst, aber unsere Gesellschaft heutzutage kennt oft nur eine Antwort auf Angst: dagegen ankämpfen.

Der tägliche Kampf

Die negativen Seiten der Leistungsgesellschaft zeigen sich, wenn es der Einzelne nicht mehr schafft den täglichen Anforderungen gerecht zu werden. Heute sind die erfolgreich, die Macher sind – das heißt durchsetzen, was sie sich vorstellen, immer weiter machen, nie zurückblicken und erfolgreich sind im Sinne von: meine Familie, mein Haus, mein Auto. Schwäche hat keinen Platz mehr – der tägliche Kampf ist Sinnbild einer erfolgreichen Generation. Auf der Strecke bleiben die Menschen, deren Unterbewusstsein stark ist: es zeigt uns, dass etwas nicht stimmt, und meistens zeigen sich dann die Ängste. Lange kann man diese unterdrücken, überspielen und an den Rand drängen, aber irgendwann zahlt jeder die Rechnung.

Nach dem Kampf muss Zeit sein, sich zu regenerieren, nur gibt es diese Zeit einfach nicht mehr. Genauso wie die Natur nicht das ganze Jahr fruchtbar sein kann, kann es auch der Mensch nicht. Der kurze Sommerurlaub am Strand ist fast lächerlich im Gegensatz zu dem Druck, der uns tagtäglich umgibt. Mit Ellbogen kämpfen wir um ein bisschen Platz und verzweifelt machen wir nie einen Schritt zurück, sondern nur nach vorne.

Der Kampf beruflich und privat auf dem Rücken unserer Kinder

Aber nicht nur im Berufsleben sind diese „Killerqualitäten“ gefragt. Bereits als Kinder müssen wir tagtäglich bestehen, gute Noten erbringen, Sprachen lernen, Instrumente spielen. Das Privatleben verkommt immer mehr zum Wettkampf: wer verbringt seine Freizeit am sinnvollsten? Bietet man seinen Kindern kulturelle Bildung? Hat man genug Freunde? Fährt man oft genug in den Urlaub? Treibt man Sport? Ernährt man sich gesund? Ständig wird verglichen, schlechtes Gewissen verbreitet und man fühlt sich immer unzulänglicher. Die sozialen Medien machen es leicht, sich ständig mit anderen zu vergleichen. Dass die Beiträge auf Facebook, Instagram und Co. geschönt sind, und rein gar nichts mit der Wirklichkeit zu tun haben, vergisst man leider allzu schnell.

Ehrlich zugegeben: wer verbringt nicht einfach einmal gerne einen faulen Sonntag zuhause, isst ungesunden Kuchen und schaut sich einen netten Film an? Auch unseren Kindern sollten wir vorleben, dass eine Auszeit wichtig ist, dass eine schlechte Note kein Weltuntergang ist und dass es wichtiger ist glücklich zu sein als erfolgreich! Selbst unsere Kleinsten haben schon alle Anzeichen eines zu stressigen Lebens, denn ihr Terminkalender ist oft genauso voll wie bei Managern. Traurig ist, dass sich diese Kinder nur noch über Erfolg definieren können – Versagen ist abgesagt, Schwäche wegerzogen und Träume sind tabu. Eine traurige Kindheit!

Kampf gegen die Angst?!

Sich seinen Ängsten zu stellen hat nichts damit zu tun, gegen sie zu kämpfen! Wie der Name schon sagt, „stellt“ man sich – das heißt man bleibt stehen und kämpft nicht weiter nach vorne. Es bringt nichts gegen Ängste zu kämpfen, nur wer sie akzeptiert, in sein Leben integriert und sie als „Warnsystem“ versteht wird mit ihnen umgehen können. Denn das ist der Sinn der Angst oder anderer psychischer Probleme wie Depression, Burn-Out, etc. – diese Dinge zeigen uns, dass etwas nicht passt, aus diesem Grund sind sie auch so unangenehm. Schmerzen zeigen ein körperliches Problem – Ängste ein seelisches.

Hören wir doch auf mit dem Kämpfen! Machen wir uns weich, hören in uns hinein, seien wir einmal schwach und gönnen uns eine Auszeit. Dafür müssen wir nicht tausende Kilometer an einen Strand fliegen, es genügt das Paradies in sich selbst zu finden. Wer sich mit seinen Schwächen akzeptiert, schafft es auch die Schwächen anderer zu akzeptieren. Wer aufhört zu kämpfen, ist nicht weniger erfolgreich, aber glücklicher. Wer einen Schritt zurücktritt, dem eröffnen sich viele Möglichkeiten ganz von allein, ohne Kampf!

Ätherische Öle – Zedernholzöl

Ätherische Öle – Zedernholzöl

Ätherische Öle – Zedernholzöl
Ätherische Öle – Zedernholzöl

Der würzige, herbe und männliche Duft des Zedernholzöls ist sehr angenehm und wird schon seit langem genutzt. Bereits seit dem alten Ägypten ist das Holz der Zeder bekannt und wurde unter anderem für Tempel, Möbel aber auch Schiffe benutzt. Für die Imprägnierung von Papyrus oder zur Mumifizierung von Toten soll das ätherische Öl der Zeder verwendet worden sein. Man nimmt an, dass das Zedernholzöl eines der ältesten der Menschheit ist, wenn nicht sogar das älteste.

Zedernholzöl – woher kommt es und was ist enthalten

Das ätherische Öl wird mittels Wasserdampfdestillation der Holzspäne der Zeder hergestellt. Der Baum aus der Familie der Kieferngewächse ist vor allem im Mittelmeerraum zu finden. Aber auch im Himalaya-Gebiet wächst dieser beeindruckende Baum, der bis zu 30 Meter hoch wird. Er kann bis zu 2.000 Jahre alt werden und das Zedernholz ist seit jeher sehr begehrt. Für einen Liter Öl benötigt man an die 30kg Holz. Enthalten sind vor allem Palmitinsäure, Linolsäure, Ölsäure, Stearinsäure und Gadoleinsäure.

Körperliche Wirkung von Zedernholzöl

Zedernholzöl ist eines der wenigen ätherischen Öle, die ohne Bedenken pur auf die Haut aufgetragen werden kann, denn es reizt nicht. Dabei wirkt es natürlich auch sehr gut auf die Haut, ist es doch entzündungshemmend, antibakteriell und durchblutungsfördernd. Die erhöhte Durchblutung ist besonders auch für die Kopfhaut sehr förderlich – denn das Zedernholzöl hilft sehr gut gegen Haarausfall. Wie die meisten ätherischen Öle hilft es natürlich auch gegen jegliche Arten von Haut- und Nagelpilz.

Hervorragend ist die Abwehrwirkung auf Insekten: besonders Zecken und Motten mögen diesen Geruch überhaupt nicht. Nicht nur Menschen, auch Haustiere profitieren von dieser zeckenabwehrenden Wirkung. Neuesten Untersuchungen zufolge aktiviert das ätherische Öl der Zeder auch unsere Zirbeldrüse, die vor allem für unseren Tag-Nacht-Rhythmus, aber anscheinend auch grundlegend für unsere geistige Gesundheit verantwortlich ist. Das Öl soll die Hormonproduktion der Zirbeldrüse anregen und sie damit stärken. Auch unsere inneren Organe profitieren vom Öl: die durchblutungsfördernde Wirkung hilft unseren Entgiftungsorganen bei der Arbeit. Auf die Leber- oder Nierenregion einmassiert, kann Zedernholzöl von außen unterstützen.

Psychische Wirkung von Zedernholzöl

Seine beruhigende und regenerierende Wirkung macht Zedernholzöl zu einem perfekten Öl für die Aromatherapie. Beim Einatmen des Duftes wird die Pheromonproduktion angeregt und dadurch körperliches und psychisches Wohlbefinden ermöglicht. Ängste können sich lösen, Kraft getankt und die Stimmung aufgehellt werden. Grundsätzlich hilft der Duft gegen Stress, Aggressionen und Nervosität. Der herbe und holzige Geruch wird vor allem von Männern gerne angenommen, und wird oft mit Sandelholz kombiniert.

Energetische Wirkung von Zedernholzöl

Als ätherisches Öl eines Baumes ist es natürlich dem Element Erde zugeordnet, wie auch dem Wurzelchakra. Es erdet, stabilisiert und lässt Wurzeln wachsen. Durch den Duft des Öles schafft man es beharrlich an seinem Ziel zu arbeiten, bis man es erreicht hat. Die Stärke wie auch die Ausdauer wird damit gestärkt, und besonders in schwachen und wankelmütigen Situationen unterstützt dieses Öl. Man hat Vertrauen zu sich selbst, auch in schwierigen Situationen. Die Schlüsselwörter von Zedernholzöl sind Ausgeglichenheit und Beständigkeit. So wundert es nicht, dass dieses Öl dem Sternzeichen Steinbock zugeordnet wird und hilft daher auch bei Problemen, die mit Verbissenheit und aber auch Schwäche verbunden sind.

Ätherische Öle – Geraniumöl

Ätherische Öle – Geraniumöl

Ätherische Öle – Geraniumöl
Ätherische Öle – Geraniumöl

Der Duft der Geranie erinnert viele an Rosenduft – und es ist auch so, dass man in der Aromatherapie meist mit Geraniumöl arbeitet, weil reines Rosenöl fast nicht bezahlbar ist. Das ätherische Öl der Geranie riecht ähnlich und ist in seiner Wirkung auch ähnlich, obwohl es trotzdem nicht ganz an das teuerste Öl der Welt – also Rosenöl – heranreicht. Ich liebe den Duft des Geraniumöls und aus diesem Grund ist das süße und liebliche Öl auch Teil meiner Reihe über ätherische Öle.

Geraniumöl – woher kommt es und was ist enthalten

Das Öl wird aus den Blättern der Rosengeranie gewonnen, die aus dem afrikanischen Raum stammt. Die Pflanze ist ein Storchschnabelgewächs und wird heutzutage meist in Marokko angebaut. Das Geraniumöl wird mittels Wasserdampfdestillation gelöst und man benötigt für einen Liter Öl etwa 90kg der Blätter. Im Geraniumöl sind Rosenoxid, Citronellal, Geraniol, Menthon und  Citronellylformiat enthalten. Ihre Inhaltsstoffe wirken antiseptisch, psychisch ausgleichend und Insekten vertreibend. Besonders die beruhigende Wirkung beruht auf dem Rosenoxid, das in höchster Menge natürlich im Rosenöl vorkommt.

Körperliche Wirkung von Geraniumöl

Besonders in der Kosmetik wird Geraniumöl gerne eingesetzt. Es ist zusammenziehend, antibakteriell und regulierend und aus diesem Grund der perfekte Duft für die tägliche Gesichtspflege. Außerdem wirkt das Öl vertreibend auf Insekten, der Duft ist aber bei weitem nicht so aufdringlich wie Melisse oder Zitrone. Dafür kann man etwas Mandelöl mit drei Tropfen Geraniumöl mischen und mit feuchten (!) Händen am Gesicht und am übrigen Körper auftragen. Die Haut wird gepflegt und der Duft wehrt Stechmücken ab!

Interessant ist aber vor allem die entgiftende Wirkung! Einerseits ist das ätherische Öl der Geranie stark harntreibend und regt dadurch die Nierentätigkeit an, andererseits wird Leber und Galle stimuliert, dabei die Gallenröhre erweitert und der Gallefluss findet wieder besser statt. Ich reibe gerne die Leberregion (rechter Oberbauch unter dem Rippenbogen) mit Geraniumöl ein – Wut und Ärger sind die Leberemotionen und diese kann man so besser loslassen. Die entgiftende Wirkung ist aber natürlich auch wieder für unsere Haut gut – die Talgproduktion wird eingedämmt und fettiger Haut entgegen gewirkt.

Psychische Wirkung von Geraniumöl

Das Öl der Geranie wirkt stimmungsaufhellend, angstlösend und ausgleichend. Besonders in der dunklen Jahreszeit kann der Duft gegen die Winterdepression helfen. Alte und angestaute Emotionen können durch das Geraniumöl besser losgelassen werden – dafür wie oben beschrieben in der Leberregion verwenden. Angstattacken werden ebenfalls positiv durch den Duft beeinflusst. Nervöse Anspannungen werden gelöst und ein Gefühl des inneren Ausgleichs und Frieden kann einsetzen. Stresshormonen wird ebenfalls durch die Verwendung entgegen gewirkt und gerade Herzbeschwerden, die keine organische Ursache besitzen, werden positiv beeinflusst. Es wird allgemein ein Gefühl des Glücks und innerer Zufriedenheit ausgelöst.

Energetische Wirkung des Geraniumöls

Man ahnt es schon, das Öl der Geranie wirkt sehr gut auf unser Herzchakra. Dieses Chakra ist zuständig für unsere bedingungslose Liebe und unser Mitgefühl (mehr über Chakren siehe hier). Durch den Duft werden negative Gefühle transformiert und Herzensenergie freigesetzt. Unser Herz-Chakra wird weit und offen, Beklemmungen oder Verspannungen in der Herzregion werden dadurch entgegen gewirkt. Besonders Frauen profitieren vom ätherischen Öl und werden in ihrer weiblichen Energie unterstützt. Geraniumöl wird außerdem dem Element Wasser zugeordnet, das für unsere Gefühle und Emotionen steht.

Krankheit und die Signale des Körpers

Krankheit und die Signale des Körpers

Krankheit und die Signale des Körpers
Krankheit und die Signale des Körpers

Diese Woche musste ich wieder einmal schmerzlich feststellen, dass man die Signale seines Körpers niemals ignorieren darf. Unsere Beschwerden, unsere Krankheiten, unsere Wehwehchen – all das ist ein guter Freund, der uns etwas mitteilen möchte. Wer diesen guten Freund ignoriert, und weitermacht wie bisher, der wird sehr bald die Rechnung präsentiert bekommen. Chronische und schwere Erkrankungen sind immer die Folge einer langen Kette des Ignorierens und Verschleierns von Beschwerden.

Der Sinn von Krankheit

Die heutige Medizin sieht in der Krankheit einen sinnlosen Fehler der Natur, der schnell und effektiv mittels Medikamenten ausgemerzt werden muss. Nur leider sehen wir immer öfter, dass dieser Weg nicht funktioniert – denn anstatt, dass wir mit dem Fortschritt unserer Medizin gesünder werden, werden wir ganz im Gegenteil immer kränker und die Medizin hat immer weniger Möglichkeiten dagegen anzukommen. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen, und je mehr gekämpft wird, desto kränker wird man.

Unsere Toleranzgrenze Beschwerden gegenüber wird immer geringer, und so wird gegen Kopfschmerzen eine Schmerztablette genommen, gegen eine Halsentzündung Antibiotika und gegen Sodbrennen Antazida. Dabei müssen wir aber immer hinterfragen – warum haben wir Kopfschmerzen, warum tut unser Hals weh und warum kommt uns die Magensäure hoch? Ich möchte gerne an diesen drei Beispielen, die tagtäglich passieren, erklären wie eine energetische Befragung im Gegensatz zu einer schulmedizinischen aussieht:

  • Kopfschmerzen: bei Kopfschmerzen wird jeder Arzt nach einer vorherigen Untersuchung (um schlimmere Erkrankungen wie Meningitis oder eine Gehirnerschütterung ausschließen zu können) ein Schmerzmittel verschrieben. Der Kopfschmerz wird immer wieder auftreten, und entwickelt sich irgendwann vielleicht sogar in eine chronische Migräne. Der Energetiker wird den Kranken fragen wann die Beschwerden aufgetreten sind, ob sie öfter kommen, was vorher passiert ist, etc. Dabei kommt zum Beispiel heraus, dass der an Kopfschmerz leidende Mensch unter Stress und Druck steht, und die Kopfschmerzen immer damit im Zusammenhang stehen. Also wird mittels energetischer Methoden an dieser Ursache gearbeitet, und der Kopfschmerz verschwindet – nicht weil wir ihn unterdrücken, sondern weil unser Körper uns nicht mehr vor zu viel Stress und Druck warnen muss.
  • Halsschmerzen: der Hals ist rot, weiße Stippchen sind auch schon zu sehen. Jeder Arzt verschreibt sofort ein Antibiotikum, denn die Bakterien müssen abgetötet werden. Das ist in dieser Situation auch das Richtige – nur in ein paar Wochen kommt die nächste Halsentzündung. Bei einer energetischen Behandlung kommt mitunter heraus, dass der Kranke sich und seine Gefühle nicht ausdrücken kann, und diese wie ein Kloß im Hals sitzen. Die Worte sitzen sprichwörtlich im Hals fest, und kommen nicht heraus – ein Paradies für Bakterien! Wenn der Betreffende aber lernt sich besser auszudrücken und mitzuteilen, dann wird die Halsentzündung einfach nutzlos, und sie tritt nicht mehr auf.
  • Sodbrennen: während der Arzt sofort einen Magensäurehemmer verschreibt, um die Schmerzen zu lindern, wird der Energetiker vielleicht herausfinden, dass die betreffende Person im wahrsten Sinne des Wortes „sauer“ ist, das heißt, nicht konstruktiv mit Ärger umgehen kann. Dabei vermehrt sich die Magensäure und kommt oben heraus, um uns zu warnen – „hey, du bist zu sauer – komm wieder runter!“. Mit Entspannungstechniken und bewusster Annahme der negativen Gefühle kann das Sodbrennen auch ohne Medikamente schnell verschwinden.

Gesunde Reaktion auf die Signale des Körpers

Anstatt die Reaktionen des Körpers auf seelische Ungleichgewichte zu unterdrücken kann man lernen diese anzunehmen und damit die Selbstheilungskräfte zu stärken. Wer auf seinen Bauch hört (siehe Artikel) liegt immer richtig. Unser Körper gibt uns genau die richtigen Signale, nur wir müssen auch darauf achten. Hinter jeder Erkrankung liegt eine Ursache, ein Ungleichgewicht, die es zu erforschen gilt. Liebevolle Annahme und Rücksicht auf sich selbst sind dabei die Grundvoraussetzungen.

Wer Kopfschmerzen hat, sollte sich fragen, wie lange es her ist, dass man sich eine Pause gegönnt hat – nicht nur körperlich, sondern auch geistig. Die ewigen Gedankenkarusselle abzustellen hilft bei Kopfschmerzen ungemein. Denn sicher 90% der Sorgen, die wir uns machen, treffen niemals ein. Es ist verschwendete Lebenszeit sich über alles Gedanken zu machen und sich zu sorgen. Wer stattdessen das Leben im Hier und Jetzt lebt und sich auch an kleinen Dingen erfreuen kann, wird keine Kopfschmerzen mehr haben.

Wenn eine Entzündung im Körper vorliegt – wie z.B. eine Halsentzündung – muss sich eine Auszeit nehmen. Es bringt nichts, sich Medikamente reinzustopfen und weiter arbeiten zu gehen. Denn wenn die Gesundheit ruiniert ist, hilft auch kein gutes Gewissen mehr, dass man immer brav arbeiten gegangen ist. Außerdem müssen alle negativen Gedanken aus dem Kopf und dem Körper hinaus, sie vergiften nur innerlich! Meine beste Methode um Fieber zu senken, ist es seinen Ärger ohne Zensur hinauszuschimpfen – man weiß selbst meist ganz genau, was oder wer das Fieber ausgelöst hat!

Und wer Sodbrennen hat, sollte endlich seine säuerliche Stimmung beenden, und wieder beginnen Freude an sich und seinem Leben zu empfinden. Unsere Zeit hier auf der Erde ist so kurz und flüchtig – jeder vergeudete Moment, ist einer zu viel! Es ist unwichtig wie andere leben, was andere machen oder wie andere über einen selbst denken, denn der einzige Mensch, mit dem man Tag und Nacht zusammen ist, und den man immer ertragen muss, das ist man selber!

Unser Körper – unser bester Freund

Wie komme ich nun auf diese Gedanken? Meine letzten Wochen waren sehr stressig, ich nahm mir kaum Zeit für mich. Und dann kam, was kommen musste – meine Schilddrüse schrie laut „Halt!“. Der Stress und die Überlastung hat bei mir wieder eine leichte Unterfunktion der Schilddrüse bewirkt, und ich habe diese Signale fast zu lange ignoriert. Deshalb schalte ich nun wieder einen Gang hinunter – und was soll ich sagen, alleine der Wille etwas zu verändern, hat geholfen! Die Erkenntnis ist oft schon der erste Weg zur Besserung!

Unser Körper mit all seinen Wehwehchen ist unser bester Freund! Denn durch ihn merken wir sofort, dass etwas falsch läuft, dass wir uns selbst schaden. Die Krankheit ist nicht unser Feind, sie ist ein Warnhinweis, auf den wir immer hören sollten. Meine beste Freundin hat es so ausgedrückt: die Krankheit ist wie ein Freund, der dir etwas zu sagen hat. Wenn wir gut zuhören und den Ratschlag befolgen, dann geht er wieder. Und so kann auch unsere Krankheit wieder gehen!

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