DIY – Spitzwegerich-Sirup

DIY – Spitzwegerich-Sirup

DIY – Spitzwegerich-Sirup
DIY – Spitzwegerich-Sirup

Nun wachsen überall die Wildkräuter und Brennnessel, Löwenzahn, Sauerampfer, Giersch und Spitzwegerich sind allerorts zu sammeln. Der Spitzwegerich blüht noch nicht und hat alle Kraft im Kraut, also kann man zurzeit gut einen Spitzwegerich-Sirup für die Erkältungszeit im Herbst und Winter ansetzen. Der Sirup kann bei Husten, Schnupfen und Heiserkeit eingenommen werden. Besonders Kinder lieben den milden und süßen Geschmack und man muss nicht diskutieren, damit der Saft eingenommen wird – ganz im Gegenteil, meine Kleine meint oft sie hat Husten, damit sie den Sirup bekommt 😉

Der Spitzwegerich

Jeder kennt Spitzwegerich – er wächst mit seinen lanzettenförmigen Blättern auf allen Wiesen und Wegen. Selbst wenn man darauf tritt, richtet er sich wieder auf und ist nicht umzubringen. Er wirkt antibakteriell, schleimlösend und entzündungshemmend. Die Blätter schmecken auch gut im Wildkräutersalat, ganz leicht nach Pilzen. Wer in der Natur von einem Insekt gestochen wurde oder in Brennnessel gegriffen hat, kann ein Blatt Spitzwegerich darüber rollen, bis der Saft austritt – er beruhigt die Hautreizung sofort. Die Samen des Wildkrauts können ähnlich wie Leinsamen eingenommen werden und regulieren die Verdauung.

DIY – Spitzwegerich-Sirup

Man benötigt nicht viel für den Sirup – nur ein etwas größeres Glas mit Schraubverschluss (Gurkenglas), etwa zwei Handvoll Spitzwegerichblätter und braunen Rohrzucker:

  1. An einem klaren und trockenen Tag (am besten vormittags) junge Spitzwegerichblätter sammeln und ausschütteln, damit alle Tierchen fliehen können. Bitte darauf achten, dass die Sammelstelle an keinem Hundeklo ist!
  2. Das Schraubglas entweder auskochen zum Sterilisieren oder mit Alkohol auswischen.
  3. In das Glas eine etwa ein bis zwei Zentimeter hohe Schicht Zucker geben, darauf die etwas zerkleinerten Spitzwegerichblätter (etwa genauso hoch und gut andrücken), dann wieder Zucker und so weiter bis das Glas voll ist. Die letzte Schicht sollte Zucker sein.
  4. Gut drücken und schauen, dass alle Blätter mit Zucker bedeckt sind.
  5. Das Glas am besten entweder im Dunkeln (Keller oder ein dunkles Zimmer) aufstellen oder in Erde eingraben. Dafür etwa zur Hälfte in die Erde setzen an einer schattigen Stelle.
  6. Es dauert etwa 6 bis 8 Wochen, dass sich der Zucker aufgelöst hat und der Sirup entstanden ist.
  7. Sollte nicht alles flüssig sein, in einem Wasserbad erwärmen und dann durch ein Tuch seihen – fertig.

Der Sirup kann bei Husten löffelweise eingenommen werden und sollte an einem dunklen Ort gelagert werden. Gutes Gelingen!

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