Die Magie der Rauhnächte

Die Magie der Rauhnächte

Die Magie der Rauhnächte

Diese Woche unterbreche ich kurz meine Reihe über ätherische Öle und schreibe ganz aktuell über die Rauhnächte: also die geheimnisvollen Nächte zwischen dem 21. Dezember und 6. Jänner. Es ist eine magische Zeit, und wer genau hinhört und fühlt, spürt die ganz eigene Kraft, die in diesen Nächten herrscht. Schon seit jeher sind diese Nächte etwas Besonderes, denn es ist eine Zeit dazwischen: zwischen dem alten und dem neuen Jahr. Ein Zeit der Einkehr, der Rück- wie auch Vorschau und der Vorhersagen.

Was sind die Rauhnächte

Der Mensch lebte früher nach dem Mondkalender – das heißt die Monate wurden, ganz entsprechend ihres Wortstammes, nach Monden berechnet. Ein Mondzyklus dauert zwischen 29,27 und 29,83 Tagen. Aus diesem Grund  werden im Kalender in der Regel ein Mondjahr mit 6 mal 29 und 6 mal 30 Tagen berechnet. Daraus ergibt sich die Zahl 354 – ein Jahr hat aber 365 Tage (im Schaltjahr sogar 366 Tage). Die übrig gebliebenen 11 Tage oder 12 Nächte gelten als die Rauhnächte, also die Zeit zwischen dem alten und dem neuen Jahr. Sie finden meist zwischen dem 21. Dezember und 6. Jänner statt. Das sind zwar mehr Tage, aber je nach Region beginnen die Rauhnächte an einem anderen Tag.

Geschichten rund um die Rauhnächte

Früher wurden grausame Geschichten erzählt über diese Zeit außerhalb des Jahres. Die wilden Krieger Wotans und Freya reiten durch die Lüfte und bringen Krankheit und Tod über diejenigen, die sich des Nachts nach draußen trauen. Außerdem verfangen sie sich in aufgehängter Wäsche, also muss Haus und Hof stets aufgeräumt sein. Dies aber bereits vor den Nächten, denn in dieser Zeit muss alles stillstehen. Auch Frau Holle oder Percht, die Göttin der Anderswelt, wandeln nachts durch die Gegend. Es ist eine Zeit der Geister und Dämonen, denn die Tür zur anderen Welt ist weit offen. Das kann aber auch für Orakel  genutzt werden.

Rauhnächte heißen auch Losnächte. Los kommt vom Losen oder Vorhersagen. Dabei steht jede der 12 Nächte für einen Monat des zukünftigen Jahres. Die Träume in diesen Nächten zeigen die Zukunft und sollen gedeutet werden. Aber auch sonst muss stets darauf geachtet werden, welche besonderen Dinge geschehen in diesen Tagen, denn das ist eine Vorausschau aufs nächste Jahr.

Rituale rund um die Rauhnächte

Auch ich spüre jedes Jahr die besondere Zeit zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag. Ich bin ruhiger, gelassener und ruhe mich aus. Stress versuche ich zu vermeiden, und als Familie genießen wir diese stille Zeit. Außerdem bin ich offener für spirituelle und magische Dinge und sehe, fühle oder höre mehr. Ich kann jedem nur empfehlen in den Rauhnächten ganz genau auf seine Gefühle zu achten! Als stiller Beobachter erlangt man oft zu tiefgreifenden Erkenntnissen.

Ganz traditionell wird in diesen Nächten geräuchert um böse Geister und Dämonen auszutreiben. Das kann mit Weihrauch, Beifuß oder Salbei geschehen – siehe auch meinen Blog-Artikel zum Räuchern. Ganz wichtig sind die Nächte vom 24. auf 25. Dezember, vom 31. Dezember auf 1. Jänner und vom 5. auf 6. Jänner. Das Ritual des Räucherns ist eine ruhige und meditative Angelegenheit und funktioniert besonders gut in dieser Zeit des Jahres.

Da die Träume besonders aussagekräftig sind, ist das Führen eines Traumtagebuchs in diesen Nächten empfehlenswert. Alles steht still, das Tor zur Anderswelt ist weit geöffnet und manchmal bekommen wir einen Blick auf die Zukunft. Viele Probleme können durch die Botschaft der Träume gelöst werden, und es empfiehlt sich auf sie zu hören!

Um die Rauhnächte gut und heil zu überstehen bietet sich das Entzünden einer Kerze während dieser Tage und Nächte an. Feuerrituale funktionieren in dieser Zeit allgemein besonders gut. Das Feuer hilft uns zu fokussieren und loszulassen. Eine Meditation durch bloßes Sehen ins Feuer ist wunderschön entspannend und wirksam. Dinge, die wir im neuen Jahr geändert haben möchten, können wir auf kleine Zettelchen schreiben und diese anschließend verbrennen. Wünsche und Bitten kann man ebenfalls entweder aussprechen oder als kleines Ritual gestalten.

In diesem Sinne wünsche ich meinen Lesern eine wunderschön besinnliche Zeit zwischen Weihnachten und dem 6. Jänner 2019!

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