Entschleunigung – Abwarten und Tee trinken

Entschleunigung – Abwarten und Tee trinken

Entschleunigung – Abwarten und Tee trinken

Die Entwicklung in Europa ist zurzeit aufgrund des Coronavirus einzigartig: anstatt produktiv und fleißig die Wirtschaft anzukurbeln, sind wir dazu angehalten zuhause zu bleiben und … gar nichts zu tun. Unsere Generation ist paralysiert, denn sie kennt das nicht. Es gab nie eine Pause, nie sollte man zuhause bleiben und schon gar nicht „nichts tun“. Wir kennen das nicht, wissen nicht wie das geht und anstatt ein schlechtes Gewissen zu haben, dass man unproduktiv ist, haben wir ein schlechtes Gewissen, wenn wir vor die Tür gehen. Aber warum ist das so? Sind wir allesamt überreizt, hektisch und nervös? Können wir gar nichts mehr mit uns selbst anfangen? Die Entschleunigung ist da – also abwarten … und Tee trinken?

Entschleunigung – das Wort des Jahres 2020    

Das Jahr ist noch jung, aber es fühlt sich schon steinalt an – denn die Verbreitung von COVID-19 und die daraus entstandene Pandemie hat etwas in uns Menschen ausgelöst. Wir sind Teil eines uralten unterbewussten Plans, der dann zutage tritt, wenn etwas Furchtbares geschieht: eine nicht sichtbare Bedrohung könnte uns töten und wir wissen nicht, wer der Überträger dieser Bedrohung ist. Wenn wir im Geschichtsunterricht über die Pestepidemien hören, durchläuft uns ein kleiner Schauer, aber es war nie Teil der Realität, jetzt schon. Wir müssen zuhause bleiben um uns und andere zu schützen!

Woher kommt der Spruch „Abwarten und Tee trinken“? Früher gab es keine oder kaum Medikamente gegen viele schwerwiegende Erkrankungen. Die Menschen konnten also wirklich nichts Anderes tun, außer abwarten wie sich die Krankheit entwickelt und Tee trinken. Nun ist es ebenso: es gibt kein Heilmittel gegen die Coronaepidemie, wir können nur abwarten und unser Immunsystem stärken, also Tee trinken. Auch die Entschleunigung gehört dazu – denn ein ruhiger, nicht gestresster Mensch hat ein stärkeres Immunsystem, als ein nervöser und dauergestresster Mensch.

Entschleunigung – warum gibt es diese im Jahreskreis nicht mehr?

Früher waren die warmen Monate die produktiven – es wurde gesät, gejätet, gepflegt und geerntet. Im Winter kamen die Menschen zur Ruhe und zur Entschleunigung, sie saßen in der Stube und hatten Zeit für Handarbeiten, Spiele oder Hausmusik. Diese Ruhephase benötigt der Mensch auch, denn mit der Abnahme des Lichts ist man nicht mehr so produktiv, ist müder, leichter krank und allgemein nicht so belastbar. Ironischerweise werden wir nun nach Jahrzehnten der unentwegten Produktivität durch einen kitzekleinen Virus dazu gezwungen die lang überfällige Pause nachzuholen – ob wir wollen oder nicht!

Vielleicht ist die jetzige Entwicklung einfach der „Lohn“ für das stetige Wachstum? Es kann nicht immer nur nach oben gehen. Genauso wie die Natur im Winter ihre Kraft wieder in die Erde zurückzieht und erst im Frühjahr wieder sprießt, sollte auch die Wirtschaft einer natürlichen und regelmäßigen Korrektur unterworfen sein. Nicht wachsen um des Wachsens willen, sondern wachsen um für die Menschen (!) Wohlstand zu bringen und wieder zurückziehen, damit alle zur Ruhe kommen und wieder Kraft tanken können für neue Visionen und Ideen.

Entschleunigung – genießen und nutzen statt Frust

Ja, auch ich muss mich erst daran gewöhnen nicht mehr ständig etwas zu unternehmen – in die Arbeit zu fahren, essen zu gehen, Freunde zu treffen, shoppen zu gehen, etc. Es war doch so – ein Fest jagte das nächste – eine Einladung nach der anderen – jeder versuchte den anderen zu übertrumpfen – ein leerer Terminkalender war ein Zeichen von Schwäche. Aber so ist es nicht! Wir dürfen auch zuhause bleiben, wir dürfen lesen, wir dürfen sagen: nein, ich möchte nicht zum Essen kommen und wir dürfen das auch unseren Kindern vorleben! Wir können jetzt wieder nachdenken über uns und unser Leben, können Zeit mit der engsten Familie verbringen, können uns ein gutes und gesundes Essen kochen und können einfach ganz spontan das Brettspiel holen und spielen. Das alles ist jetzt möglich! Es ist eine lang benötigte Pause und sie tut uns gut! Wenn die Pandemie vorbei ist, und ja sie wird vorübergehen, dann wird wieder mit aller Kraft und Energie daran gearbeitet unsere Wirtschaft wieder zu beleben – aber bis dahin nutzen wir doch die Zeit für eine überfällige Entschleunigung und genießen den Tag!

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